Patro Mädchen St. Raphael Eupen

 

Kontaktdaten: info@patromaedcheneupen.be; 

Hauptleiterin Anne-Marie Jouck, 0476/755257

 

Webseite: http://www.patromaedcheneupen.be

      Facebook: www.facebook.com/patromaedcheneupen

 

Wann? Jeden Samstag von 14.30 bis 17.00 Uhr

Wo? AZ Ephata: Bergkapellstraße 46 in Eupen

Wer? Alle Mädchen zwischen 5 und 16 Jahren

Wir sind die Patro Mädchen St. Raphael Eupen und bestehen zur Zeit aus 4 Kindergruppen:

Zwerge (5-7 Jahre), Elfen (8-10 Jahre), Maiar (11-13 Jahre) und Phönixe (14-16 Jahre).

 

Diese vier Gruppen werden jeden Samstag auf's Neue von einem starken Leiterteam animiert. Die Spiele reichen von Außen- (Waldspiel, Stadtspiel,...) über Innenspiele (Quiz, bunter Nachmittag,...) bis zu besonderen Aktivitäten (Kegeln, Schwimmen,...). Da ist für jeden was dabei! Wir treffen uns samstags, in der Regel von 14.30 bis 17.00 Uhr, im Animationszentrum Ephata.

 

Einmal im Jahr findet ein Weekend in jeder Gruppe statt. Das heißt, dass wir an einem Wochenende wegfahren.

Großer Höhepunkt jedes Patrojahres ist das große Sommerlager. Alle Gruppen fahren dann gemeinsam für 10 Tage weg, meistens in die schöne belgische Eifel. Die Zwerge schlafen während den 10 Tagen in einem Haus (für die Zwerge wahlweise auch nur 5 Tage). Die Maias, Elfen und Phönixe halten ihren Schönheitschlaf in einem Zelt. Während diesen 10 Tagen machen wir von morgens bis abends eine Menge toller Spiele.

 

Seid ihr neugierig geworden?! Dann kommt doch einfach nächsten Samstag vorbei...

 

Wir freuen uns auf euch!

Euer Staff


Patro Mädchen Eupen begehen ihr 50-jähriges Bestehen

(Grenz-Echo Artikel vom 27.09.2018)

 

50 Jahre sind schon Mädchen bei der Patro in Eupen aktiv. Am nächsten Samstag feiert die Einheit das Jubiläum. Das GrenzEcho hat sich bei den engagierten und fröhlichen Kindern und Jugendlichen umgesehen.

 

„Elfen zuhören“, mahnt eine Leiterin. Die Patromädchen St. Raphael haben sich zum „Banner“ aufgestellt. „Diener zu sein für Gott und sein Reich“, singen die Mädchen. Mit dem Banner beginnt jede Versammlung der Patro. 1799 im revolutionären Frankreich brachte der Priester Jean-Joseph Allemand reiche und arme Kinder zusammen. Die reichen Kinder unterstützten die armen im Sinne einer Betreuung, einer Patronage. Inzwischen ist aus der Patronage ein moderner Jugendverband geworden, der in der Wallonie, Quebec und Frankreich präsent ist. In Eupen bestehen die Patromädchen seit 1968 und bilden neben den Patrojungen die beiden deutschsprachigen Einheiten. Die flämischen Chiros gehen auf die gleiche Wurzel zurück. Auch wenn inzwischen selbstverständlich Kinder mit Migrationshintergrund dabei sind, die katholischen Grundlagen sind auch den heutigen Patromädchen wichtig. Das gilt für die Rituale wie etwa das Bannerlied oder das Tischgebet, die Heilige Messe im Lager oder den St. Martinszug wie aber auch für die praktische Nächstenliebe. So ziehen nach dem Banner die ältesten, die Phönixe (14 bis 17 Jahre) los, um zwei älteren Damen behilflich zu sein. „Wir versuchen es, nicht nur rein katholisch aufzuziehen“, sagt Hauptleiterin Anne-Marie Jouck.

 

Der Höhepunkt des Patrolebens ist das jährliche Sommerlager.

Bei den Elfen (acht bis zehn) hingegen ist spielen angesagt. „Kim Possible“ (Hannah Knodt) erklärt das Spiel. Die Leiterin hat sich passend zum Spiel mit Camouflagehose und Walkie-Talkie verkleidet. Es gilt in einer Art Schnitzeljagd Aufgaben, Briefe und Buchstaben zu finden, um den bösen Buben zur Strecke zu bringen. Charlotte sieht sofort, dass der Brief in Spiegelschrift geschrieben ist. Die Zehnjährige findet alles bei der Patro klasse, egal ob Lager, Spiele und andere Aktivitäten. Dass sich der Sommer inzwischen verabschiedet hat und es regnet, interessiert niemanden. Die Gruppen spielen draußen. Schnell rennen die Mädchen zu den Verstecken und bergen die Botschaften. Andere ruhen sich kurz aus. Bei der Leiterin gibt es ein neues Spiel. Zwei Kinder tauschen ein Kleidungsstück, und eine muss herausfinden, wer getauscht hat.

Der Höhepunkt des Patrolebens ist das jährliche Sommerlager, das immer unter einem Thema steht, das häufig aus der jeweils aktuellen Kinderliteratur stammt. Das kann „Harry Potter“ (2017) oder Biene Maja (1977) sein oder auch etwas Allgemeineres wie „Märchen“ (2005). Mit dem Halstuch, dem grün-gelben Schälchen um den Hals und dem grünen Hemd geht es dann zum Abenteuer erleben ins Zeltlager ins Herver Land, die Eifel oder die Ardennen.

„Machen Sie jetzt bloß jetzt kein Foto“, ruft eine Leiterin. Während die Kinder ihre Aufgaben erfüllen und spielen, basteln die Leiter für das Jubiläumsfest Dekoscheren aus Pappe. Denn wenn die Patromädchen etwas loswerden wollen, ist es das Klischee: „Patro bastelt“. Dabei greifen die Patros normalerweise nur vor St. Martin zu Schere und Bastelbogen. Patro ist viel mehr.

 

Bei der Patro entstehen Freundschaften, die ein Leben lang halten.

Bei der Patro haben Mädchen und Jungen eigene Einheiten. Cynthia hat hier eine eindeutige Meinung: „Mädchen verstehen sich einfach besser mit Mädchen“, sagt die Elfjährige. Für andere ist die reine Mädchengruppe einfach eine Gegebenheit, die ist wie sie ist. Leiterin Laura Karls sieht es pragmatisch. „Ich muss eben nichts für Jungen vorbereiten“, sagt sie. Manchmal sei es etwas schwierig, Konflikte unter Mädchen zu lösen, meint sie. In jedem Fall haben der 20-Jährigen die 15 Patrojahre geholfen, offener zu werden und viele Freunde zu gewinnen. „Es wäre halt anders mit Jungs. Stören würde mich das nicht“, sagt Hannah Knodt.

Die Patro ist für die Mädchen ein wichtiger Begleiter in ihrem Erwachsenwerden. Es entstehen oft Lebensfreundschaften, und der Kontakt bleibt bis zum Erwachsenenalter. Ex-Leiterin Edith Heck beschreibt in der Festschrift ihre Freude, als die Patromädchen bei ihrer Hochzeit gesungen haben. Für Cathérine Mattar waren die Patroerfahrungen ein Grund, sich für den Lehrerberuf zu entscheiden.

Für die Elfen ist jetzt das Spiel zu Ende, der „Verbrecher“ ist gestellt. Jetzt heißt es in der letzten Stunde für das große Jubiläum am Samstag zu proben. Charlotte kennt die Choreografie schon ganz genau und wiederholt für die anderen, was zu tun ist. Der Nachmittag endet, wie er begonnen hat: Alle Mädchen stellen sich zum Banner auf und freuen sich auf das Jubiläumsfest.

 

Festprogramm

Das Fest zum 50-Jährigen Bestehen findet statt am Samstag, 29. September.

Bis 17 Uhr gibt es im Ephata verschiedene Spiele und man kann die Ausstellung begutachten.

Ab 17 Uhr: Ehemaligentreff mit den Bands Vapour Eyes und Under Pressure im Festzelt am alten Fuhrpark

ab 20 Uhr: Under Pressure

ab 22.30 Uhr: DJ@live