17. Am Rande des Bergs

Baate gen Berrech heißt das Viertel Am Berg auf Eupener Platt. Am Berg liegt das Haus Nr. 6, ein Wohnhaus in Sandbruch- und Blaustein. Muschelnische über dem Eingang mit den Worten: MATER DEI O.P.N. Dieses guterhaltene Giebelhaus in Bruchsteinmauerwerk mit Blausteinrahmungen stammt vermutlich aus dem Ende des 17. Jh.

Zu diesem Viertel gehört auch die Gasse a gen Bärch. Das sogenannte Berggässchen, früher bekannt unter den Bezeichnungen Bloumekuhlgätzke oder ä gene Bloumekuhl (im Blumenkohl), Clossetsgätzke (nach einem Anwohner), Onnegätzke (Zwiebelgasse = besagter Anwohner war Gemüsehändler) oder auch Baate Herrgottsvott, weil es sich hinter dem Kreuz an der Bergstraße erstreckt. Neben dem neuen offiziellen Namen »Berggässchen« soll die alte Bezeichnung »Baate Herrgotts Vöttche«, wie die Gasse bis heute liebevoll genannt wird, ebenfalls erhalten bleiben. Zur Einweihung des neugestalteten Berggässchens im Jahr 2008 wünschte sich Dechant Helmut Schmitz, dass Straßen und Gassen zu Begegnungsorten werden können, an denen multikulturelles Miteinander möglich ist.

Am Born: A gene Bore (Am Brunnen) hieß früher der steile Fußpfad vom Viertel Am Berg zu den unteren Ibern.


78. Bürgerhäuser Am Berg

Haus Am Berg 6: Besitzer ist bis 1840 Winand Coemoth, dann die Geschwister Falkenberg. 1872 ist das Haus im Besitz der Eheleute Johann Peter Friederichs – Maria Elisabeth Sproten, 1903 der Eheleute Andreas Cool – Maria Josepha Wintgens, deren Sohn Lambert Cool es 1922 in Besitz hat. 1948 sind die Eheleute Oster-Hecker die Eigentümer. Dieses guterhaltene Giebelhaus in Bruchsteinmauerwerk (Grauwacke) mit Blausteinrahmungen stammt vermutlich aus dem Ende des 17. Jahrhundert.

Haus Am Berg 18: Im Jahre 1652 finden wir an dieser Stelle „huys ende hoff van Peter Schonkes“, das sogenannte „Vischleen“ (das zur Abgabe von Fischen verpflichtet). Das Grundstück umfasst auch die Fläche des rechten Nachbarhauses und ist gelegen „aen die Gatz ofte Vodt patt genoempt Schonkegatz“. Es gehört 1676 dem Gert Urligh Alt, Schwiegervater des Jacob Vercken, 1826-1857 finden wir Johann Michel, 1895 Jacob Jost und Miteigentümer aus Aachen, 1902 Gebrüder Jost, Aachen und 1927 die Geschwister Maassen als Besitzer. Das dreigeschossige niedliche Bürgerhaus mit vier Achsen hat Ziegelmauerwerk und blausteingerahmte Rechteckfenster, eine einfache Haustüre mit kleiner Freitreppe. Über der Haustüre befindet sich eine Figurennische.