Viertelgarten im Eupener Park Loten geplant

Zurück zur Natur – ein Weg, den immer mehr Menschen einschlagen möchten. Dabei fehlt so manchem Städter die geeignete Grünfläche, auf der er sein eigenes Gemüse ziehen könnte. Und da will man in Eupen jetzt ansetzen. Im Park Loten soll der erste Viertelgarten der Stadt entstehen.

„Wir haben immer mal wieder Anfragen von Leuten erhalten, die gerne gärtnern möchten, aber nicht die eigenen Möglichkeiten dazu haben“, schildert Schöffin Claudia Niessen (Ecolo) die Ausgangslage. Erste Gehversuche in diese Richtung wurden bereits mit einem Projekt im Park Klinkeshöfchen unternommen, wo interessierte Bürger in diesem und im vergangenen Jahr einen Gemeinschaftsgarten bewirtschaften konnten. „Da mancher Gartenfreund aber lieber seine eigene kleine Parzelle unterhalten möchte, haben wir uns jetzt noch etwas anderes ausgedacht“, verrät die Schöffin.

 

Rund 400 Quadratmeter sollen in einer ersten Phase als Gartenfläche genutzt werden.

Neben der Initiative im Klinkeshöfchen soll nun ab dem kommenden Jahr ein weiteres Projekt angestoßen werden. „Es läuft auf eine Art Viertelgarten hinaus“, erklärt Alexandra Hilgers, Eupens Umweltberaterin. Unter dem Titel „Essbare Stadt“ will man im Park Loten ein rund 400 Quadratmeter großes Areal zum Gemüsegarten umfunktionieren.

Der Standort Loten wurde nach Angaben der Verantwortlichen bewusst gewählt. „Weil wir dort über die nötige freie Fläche verfügen, aber vor allem auch, weil in diesem Viertel viele Wohnungen keinen eigenen Garten haben“, betont Alexandra Hilgers. Ein Schrebergarten in einem Außenbezirk sei deshalb keine vernünftige Option gewesen, „da die Leute sich sonst ins Auto setzen müssten, um ihr Gemüsebeet zu erreichen“. Deshalb, so die Grundidee, sollte alles schon recht wohnungsnah angelegt sein, damit sich die Nutzer auch zwischendurch mal schnell ein paar Küchenkräuter holen können. Zudem liege das Areal von der Anbindung an Bergstraße, Neustraße und Bergkapellstraße her ziemlich günstig. „Für den Park Loten, der bislang eher als Rückseite von vielen Häusern wahrgenommen wird, bringt das eine Aufwertung mit sich. Solch ein Projekt kann ihm mehr Struktur geben und zusätzliche Identität stiften“, ist Claudia Niessen überzeugt.

Bis zum Start des Projektes muss indes noch einige Vorarbeit geleistet werden. Wie der Gemüsegarten eingerichtet und gestaltet wird, sollen Gespräche mit Experten und interessierten Bürgern ergeben. Denn anders als im Klinkeshöfchen soll in den Loten nicht einfach nur der Rasen abgetragen und dann gepflanzt werden. Den Stadtverantwortlichen schwebt eine Anlage im Stil eines klassischen Bauerngartens vor, der an seinen Außengrenzen eingefasst, in Viertel unterteilt und mit einer zentralen Gemeinschaftstreffpunkt mit Tisch und Sitzmöglichkeiten ausgestattet wird.

„Aber natürlich müssen wir jetzt zunächst mal abwarten, wie groß das Interesse ist“, betont die städtische Umweltberaterin. Erst dann will man schauen, in welcher Größe die einzelnen Parzellen abgesteckt werden. „Das Ganze dürfte aber ungefähr Platz für etwa 16 Teilnehmer bieten“, blickt sie voraus. Stößt das Projekt auf große Nachfrage, ist es in Zukunft durchaus möglich, die zu bewirtschaftende Fläche zu vergrößern.

 

Die Stadt erhält Unterstützung vonseiten der Region. Nutzer müssen sich nur an Wasserkosten beteiligen.

Derweil soll die Nutzung des Viertelgartens kostenlos ausfallen. Lediglich für die entstehenden Wasserkosten müsste ein kleiner Betrag gezahlt werden. Die für das Gärtnern unverzichtbaren Geräte will indes die Stadt stellen. „Das Material soll gemeinschaftlich genutzt werden, die Parzellen gehören aber den jeweiligen Personen“, fasst Claudia Niessen zusammen.

Die Finanzierung des Projektes ist bereits gesichert. 20.000 Euro der geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 28.000 Euro übernimmt die Wallonische Region. Dabei ist in diesem Posten schon eine weitere Initiative enthalten – diese trägt den Namen „Essbarer Wald“. „Wir wollen einen kleinen innerstädtischen Wald schaffen – mit Nüssen, Beeren und Früchten“, verrät Alexandra Hilgers. Dieser soll dann im Ostpark entstehen. Und auch da gilt: Platz für solch ein Vorhaben ist ausreichend vorhanden.Wer Interesse an dem Projekt „Essbare Stadt“ hat, kann die städtische Umweltberaterin Alexandra Hilgers kontaktieren: Tel.: 087/595814; E-Mail: alexandra.hilgers@eupen.be.


Närrisches Viertelcafé im Eupener Bergviertel

Am Mittwoch, dem 7. Februar fand wieder eines der beliebten Kaffeekränzchen im Haus Ephata statt. Unter dem Motto : „…lott es sänge, danze, viehre  än ouse Fastovvend neit verliehre.“ durften die Anwohner des Bergviertels seine Tollität Prinz Oliver I. nebst Pagen Martine und Stephanie empfangen und und in seinem Gefolge zahlreiche Karnevalisten der KG Eulenspiegel, die in dieser Session den Eupener Karnevalsprinzen stellt. Das Viertelcafé stand ganz unter dem Zeichen des Karnevalsfestes und hielt einige karnevalistische Überraschungen bereit.

Die Singgemeinschaft des Eifel- und Ardennen-Vereins, sowie das Wampentrio mit Beiträgen in Eupener Platt sorgten für echte karnevalistische Stimmung, für die das Bergviertel seit vielen Jahrzehnten bekannt ist. So weilten auch zwei Ex-Prinzen unter den Besuchern: Prinz Hans III. (Wertz) und Prinz Ludwig I. (Dohm).


Bergstraße soll punktuell instandgesetzt werden

Durch die Schäden auf Fahrbahn und Bürgersteig tun sich in der oberen Bergstraße in Eupen Sicherheitslücken auf – jüngst wurde zudem Kritik wegen angeblicher Vernachlässigung der nahe liegenden Moorenhöhe geübt. Bauschöffe Michael Scholl (PFF) bezieht zu beiden Problemen Stellung.

Aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens – die Bergstraße wird sowohl als Zufahrt zum Zentrum wie auch als Ausfallstraße rege genutzt – ist die Fahrbahn im oberen Bereich der Bergstraße in mangelhafter Verfassung.

Fußgänger hingegen stören sich vorrangig am schlechten Zustand des Bürgersteigs stadteinwärts ab Höhe des Kolpinghauses. Vor allen Dingen Personen mit eingeschränkter Mobilität, die beispielsweise mit Kinderwagen oder im Rollstuhl unterwegs sind, müssen aufgrund zahlreicher Löcher und Unebenheiten auf dem Gehweg auf die Straße ausweichen – und setzen sich dabei jenen Gefahren aus, die der motorisierte Verkehr birgt.

Bereits im November 2017 hatte Michael Scholl bei der Stadtratssitzung auf eine die Lage betreffende Frage von Martin Orban (CSP) geantwortet. Er präzisiert nun, dass punktuell Maßnahmen zu einer Aufwertung der Bergstraße getroffen werden sollen: „Wir werden über den Posten ‚Straßenunterhalt‘ eine Instandsetzung vornehmen. Der Technische Dienst wird sich mit der Ausarbeitung eines diesbezüglichen Projektes befassen. Sobald der Winter vorüber ist, werden wir an dringlichen Stellen – sowohl auf der Straße selbst als auch auf dem Bürgersteig – nachbessern. Die Bergstraße steht auf jeden Fall auf unserer Agenda.“

Den schlechten Zustand der Wege möchten die Stadtverantwortlichen dem Schöffen zufolge also in diesem Jahr angehen, das hohe Verkehrsaufkommen hingegen als generelle Problematik ist weitaus schwieriger zu lösen.

„Durch den Umzug der Musikakademie in die Unterstadt wird der Verkehr in der Bergstraße abnehmen.“

Schon häufiger wurde angeregt, die Bergstraße einbahnig auszulegen. Das ist dem Schöffen zufolge wegen des ortsansässigen Busunternehmens nicht möglich, weil dieses „die Straße zweispurig nutzen muss, da seine höher gelegene Ein- und Ausfahrt nur von oben zu bedienen ist“. Dass die Busse nach links abbiegen und das Stadtzentrum über die Neustraße verlassen, ist aufgrund der Gegebenheiten aktuell keine Option. Michael Scholl erklärt jedoch, dass man bei einer möglichen Überarbeitung des Verkehrskonzeptes den Dialog mit dem Unternehmen suchen wird.

Dem Schöffen zufolge werden sich das hohe Verkehrsaufkommen und die damit verbundene Belastung der Straße wie auch die Beeinträchtigung für Fußgänger ein wenig relativieren, sobald die Musikakademie vom Kolpinghaus in ihre neuen Räumlichkeiten in der Villa Peters in der Unterstadt umgezogen ist: „Aufgrund der häufig nachmittags stattfindenden Unterrichte bringen viele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Musikschule. Dementsprechend hoch ist das Verkehrsaufkommen zu Stoßzeiten. Durch den Umzug der Musikakademie wird sich die Lage daher automatisch etwas entspannen.“

Der Sicherheit im Bereich der oberen Bergstraße zuträglich sein sollen städtische Auflagen, die an ein Neubauprojekt geknüpft wurden: „Auf Höhe des Kolpinghauses wird auf der gegenüberliegenden Seite ein Appartementgebäude entstehen. Dem Bauherrn wurde zur Auflage gemacht, hier eine Verkehrsberuhigung und eine Querungshilfe einzurichten.“

Auf die Frage, ob der Bereich der oberen Bergstraße jemals Teil der Überlegungen zum Umbau der Innenstadt gewesen sei, erklärt Michael Scholl: „Da die Planungen auf die Vorgänger-Mehrheit zurückgehen, habe ich hierzu keine präzisen Informationen. Im Rahmen einer vollständigen Restaurierung der Bergstraße – also auch des oberen Teils – wäre jedoch auch die Erneuerung des Untergrunds und der Kanalisation notwendig gewesen. Da hierzu meines Wissens nach keine Studien angestoßen wurden, nehme ich an, dass an dieser Stelle aus finanziellen Gründen ein Schlussstrich gezogen wurde.“

Zum Zustand der Moorenhöhe erklärt Michael Scholl: „Hier sehe ich bis auf Säuberungs- und Mäharbeiten keinen Handlungsbedarf. Außenmauer und Geländer sind bereits vor einigen Jahren restauriert worden. Zur touristischen Aufwertung gibt es Überlegungen, dort in Zusammenarbeit mit dem Rat für Stadtmarketing eine Panoramatafel mit Erläuterungen zu den von der Aussichtsplattform sichtbaren Gebiete zu errichten.“

Der Politiker räumt jedoch ein, dass „der Aussichtspunkt immer wieder mal verunstaltet, also Müll einfach hingeschmissen wird und zudem sehr oft leere und kaputte Bierflaschen dort gefunden werden. Da wir nicht jeden Tag überall sein können, dauert es manchmal einige Zeit, bis dies von städtischen Mitarbeitern beseitigt wird. Wir werden die Frequenz jedoch etwas erhöhen“. Laut Michael Scholl führt zudem eine Bürgerinitiative regelmäßig Säuberungsarbeiten im Bergviertel und auf der Moorenhöhe durch. Er ergänzt: „Es ist nur jammerschade, dass die Stadt oder Freiwillige den von Dritten verursachten Müll regelmäßig beseitigen müssen.“


Eupens Bergviertel in der Warteschleife

Ein Viertel nachhaltig entwickeln und die Bewohner in diesen Prozess einbinden: Diese Idee steckt hinter dem euregional angelegten SUN-Projekt. In der Unterstadt konnte auf diese Weise in der Vergangenheit schon einiges bewegt werden. Nach gleichem Muster soll nun auch im Fall des Bergviertels vorgegangen werden. Alleine: Die Finanzierung gestaltet sich schwierig.

Etwa 50 Nationen beheimatet das Eupener Bergviertel, das neben der Bergstraße auch Neustraße, Haasstraße, Bergkapellstraße sowie Teile von Rotenberg und Judenstraße umfasst. Entsprechend „groß sind die Herausforderungen, wenn es um die Förderung eines Zusammenlebens“ geht, weiß der Stadtverordnete Achim Nahl (Ecolo). Eine wichtige Rolle könnte dabei dem Lotenpark zukommen. Dessen polyvalente Gestaltung eigne sich als verbindendes Projekt für Nationen und Generationen, findet er. Im Viertel seien schon so einige fleißige Hände und kreative Köpfe aktiv. Was jedoch helfen würde, um noch mehr Personen als bisher zu mobilisieren, sei eine mehrjährige professionelle Unterstützung. „Wie sind da die Aussichten?“ wollte Achim Nahl in einer Stadtratssitzung vom Gemeindekollegium wissen.

Die Antwort fiel etwas komplizierter aus. Die zuständige Schöffin Claudia Niessen (Ecolo) versuchte zumindest das Positive voranzustellen. „Nach mehr als drei Jahren Projektvorbereitung aufgrund wiederholter Wechsel der anderen Projektpartner liegt seit Juni eine Genehmigung vor“, erklärte sie. Das bedeutet, dass 50 Prozent der Projektkosten durch europäische Fördermittel (Interreg) gestemmt werden. Die anderen 50 Prozent werden – zumindest für die weiteren wallonischen Projektgemeinden Verviers, Seraing und Lüttich – von den Kommunen selbst (10 Prozent) und von der Wallonischen Region (40 Prozent) aufgebracht. „Die für uns negative Nachricht ist nun, dass weder die Wallonische Region noch die Deutschsprachige Gemeinschaft eine entsprechende Co-Finanzierung für die Stadt Eupen übernehmen, da sie jeweils die Zuständigkeit beim anderen sehen“, führte die Schöffin aus. Konkret bedeutet das: Der städtische Eigenanteil für das auf drei Jahre angelegte Projekt würde von 42.000 auf 195.000 Euro in die Höhe schnellen. „Ohne eine Co-Finanzierung sehen wir uns derzeit außer Stande, das Projektkooperationsabkommen zu unterzeichnen“, so Claudia Niessen. Und jetzt? Im Rathaus will man nun versuchen, in andere Fördertöpfe zu greifen, um das Projekt endlich starten zu können. Angedacht ist, Gelder aus einem allgemeinen Förderprogramm für wallonische Gemeinden zu beantragen.


Weiße Tafel des Bergviertels an der Pferdetränke

 

An mehr als 30 Standorten auf dem Gebiet der Gemeinde Eupen versammelten sich am Samstag dem 24. Juni Nachbarschaftsinitiativen und Straßengruppen zur sogenannten Weißen Tafel.

Auch das Bergviertel hatte zu einer solchen offenen Tafel eingeladen, zu der sich im Laufe des Abends immer wieder Gäste hinzu gesellten. Alle Straßen, die an der Pferdetränke zusammenstoßen, waren vertreten: Rotenberg, Neustraße, Bergkapellstraße und Olengraben. Noch bunter war die Zusammensetzung wenn man die Herkunft der Teilnehmer betrachtet: aus Angola, Berlin und Syrien kamen die Gäste.

Jeder hatte dazu auch Spezialitäten aus seiner Heimat mitgebracht, dabei durften selbst belgische Fritten nicht fehlen!


Pflanzaktion Frühjahr 2017

 

Am Samstag, dem 13. Mai war es wieder einmal soweit! Mit vereinten Kräften wurden im Bergviertel einige Farbtupfer gesetzt. Die Ziersträucher an den Grasinseln der 'Begegnungszone' rund um das Pferd wurden  erneuert, die die Lücken in den bestehenden Anpflanzungsstreifen auf  an der Bergkapelle schließen sollen.

Daneben wurden die Hochbeete mit Gemüse, Kräutern und Zierpflanzen bestückt, damit bald schon die ersten Früchte des Erdreiches für alle Anwohner sichtbar und verwertbar werden. Bis es soweit ist, werden die Kinder der Aufgabenschule Ephata, der Patro St. Raphael und des Ferienspaß versuchen, die Pflanzen regelmäßig zu bewässern und unter Anleitung der Anwohner auch sonst alle nötigen Arbeiten übernehmen.


Dreharbeiten im Bergviertel

 

Im Rahmen des Projekts „Hallo Nachbar“ entsteht derzeit ein Film über das Bergviertel. Gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Viertel bzw. aus dem AZ Ephata wurde in den Osterferien mit den Planungen und Dreharbeiten begonnen. Die Jugendlichen konnten sich als Kameraleute, Tontechniker, Beleuchter, Reporter, Regisseure oder Redakteure betätigen. Mehrere Anwohner standen den Teilnehmern Rede und Antwort. Und auch die Nummer 1 der KAS Eupen, Torwart Hendrik Van Crombrugge, stand für ein Interview bereit. Im Studio wird in den kommenden Wochen ein erster Trailer angefertigt, der eine erste Vorstellung von diesem Projekt geben soll. Im Sommer wurden die Dreharbeiten fortgesetzt. Am 24. und 25. August wird das Material geschnitten. Der fertige Film wird dann im Herbst zu bewundern sein.



Bergviertel beteiligte sich am 'Frühjahrsputz' in Eupen

 

In Eupen fand dieses Jahr zum fünften Mal ein Frühjahrsputz statt. Bürger und Bürgerinnen, sowie Vereine und Schulen konnten mitmachen und ihr Viertel oder bevorzugte Wanderwege von Müll befreien. Zum ersten Mal fand die Eupener Aktion in diesem Jahr am wallonieweiten Aktionstag statt.

Im Bergviertel wurden insgesamt 6 Säcke mit Müll gesammelt. Wenn auch die Zahl der freiwilligen Helfer durchaus noch ausbaufähig wäre, zog man dennoch ein postives Fazit: im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren hatte man den Eindruck, dass die regelmäßige Säuberung des Viertels im Wechsel zwischen den städtischen Mitarbeitern und den monatlichen Viertelsäuberungen erste Früchte trägt und das Viertel deutlich sauberer geworden ist.


Kreisverkehr könnte bald Geschichte sein

(Quelle: Grenz-Echo)

Der unbeliebte Kreisverkehr an der Kreuzung Bergstraße/Judenstraße in Eupen könnte bald der Vergangenheit angehören. Es gibt konkrete Überlegungen, die Kreuzung anders zu gestalten.

Als der Kreisverkehr an dieser Kreuzung durch eine entsprechende Markierung auf der Fahrbahndecke eingerichtet wurde, trauten die Eupener Verkehrsteilnehmer ihren Augen nicht. Warum sich die Stadtverantwortlichen dazu entschlossen hatten, auf dieser extrem kleinen Fläche einen Kreisverkehr anzulegen, konnten viele Autofahrer nicht nachvollziehen. In der Praxis erwies sich die Einhaltung der Kreisverkehr-Regel in der Tat als schwierig. Eigentlich sollte der Kreisverkehr die Kreuzung sicherer machen, doch dieses Ziel wurde offenbar nicht erreicht. „Vor fünf Monaten wurde in der Arbeitsgruppe Mobilität die Entfernung des Kreisverkehrs angeregt, da er die dortige Verkehrssituation laut einhelliger Auffassung der Arbeitsgruppe nicht entschärft, sondern vielmehr gefährlicher gemacht hat“, so Thomas Lennertz, CSP-Mandatar im Eupener Stadtrat. Seitdem habe sich in dieser Sache nichts mehr getan. Deshalb hakte Lennertz am Dienstagabend bei der Stadtratssitzung bei Mobilitätsschöffe Arthur Genten (Ecolo) nach. Dieser hatte gute Nachrichten, denn Neuigkeiten in dieser Angelegenheit soll es schon bald geben. Beim nächsten Treffen der AG Mobilität am 14. März will Arthur Genten den Mitgliedern verschiedene Vorschläge vorstellen. „Zurzeit arbeitet der Technische Dienst Ideen aus, wie diese Kreuzung sicherer gemacht werden kann.“

Ganz gestorben ist der Kreisverkehr aber noch nicht. „Man könnte ins Auge fassen, einen leicht erhöhten Kreisverkehr dort anzulegen, um die Autofahrer wirklich dazu zu bringen, den Kreis auszufahren“, erklärt Arthur Genten gegenüber dem GrenzEcho. Ein entsprechendes Verkehrsschild könnte diese Variante begleiten. Der Ecolo-Schöffe zieht dieser Idee allerdings eine andere vor. „Ich tendiere eher dazu, die Autofahrer durch eine bauliche Maßnahme dazu zu bringen, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren.“ Wie genau die bauliche Maßnahme aussehen wird, muss noch entschieden werden. Genten sieht die Brenzlichkeit der Kreuzung vor allem darin, dass die Autofahrer, die aus der Judenstraße kommen und Richtung Bergkapellstraße fahren, zu schnell unterwegs sind.

Für die Autofahrer, die aus der Bergstraße kommen sei dies problematisch – selbst wenn man dort eine Rechtsvorfahrt einrichten würde. „Machen wir uns nichts vor, es fällt schwer, die dort vorgeschriebenen 30 Stundenkilometer einzuhalten. Die Straße ist gerade und geht leicht bergab“, bleibt Genten realistisch.

Außerdem gehe es ihm in erster Linie darum, die schwachen Verkehrsteilnehmer, also Fußgänger und Fahrradfahrer, zu schützen. „Der Bürgersteig ist an der Ecke Bergstraße/Judenstraße sehr schmal. Das können wir nicht ändern, aber die Sicherheit der Fußgänger muss gewährleistet werden“, so Genten.


Prinzenbesuch im 'Regierungsviertel'

 

Beim Viertelcafé am Tag vor dem Altweiberdonnerstag durften das Animationszentrum Ephata und das Bergviertel hohen Besuch Willkommen heißen: S.T. Prinz Andreas II stattete uns mit seinem Gefolge einen Besuch ab. Die Freude war groß, zumal Page Stephanie auf der Judenstraße wohnt und die KG Berger Block, die ihren Ursprung in unserem Viertel hat in diesem Jahr den Prinz stellt. Bis Aschermittwoch wird das Bergviertel laut 'närrischen Paragraphen' zum Regierungsviertel. Neben dem Prinzen sorgten die Senioren-Singgemeinschaft, Erich Krafft und Hans Wertz für echte karnevalistische Stimmung, wie man sie seit jeher im Bergviertel kennt. Auf dem Foto oben links erkennt man neben dem aktuellen Prinzen zwei seiner Vorgänger, die als Besucher zum Viertelcafé gekommen waren: ganz rechts Hans Wertz (1981), ganz links Ludwig Dohm (1975).

Eindrücke vom Karnevals-Viertelcafé 2017


Fußspuren im Schatten der Bergkapelle

 

Einige fleißige Anwohner haben sich kurz vor Allerheiligen damit beschäftigt, Fußspuren auf die Asphaltdecke zwischen den Grasinseln aufzumalen, die die Begegnungsräume im Bergviertel kennzeichnen sollen. Rund um das Pferd "Cheval du monde" soll ein solcher Ort geschaffen werden. Sitzbänke und ein großes Tipi laden zum Verweilen ein; zusätzlich zu den Spielgeräten für Kleinkinder wird in den kommenden Tagen eine Nestschaukel für Kleinkinder das Angebot bereichern. Die großen Fußstapfen, die aufeinander zu zeigen, drücken aus: Gleich wer wir sind und woher wir kommen – wir müssen uns auf einander zu bewegen, achtsam sein miteinander, Verantwortung übernehmen in unserem Viertel. Doch diese aufgemalten Fußspuren werden irgendwann verblassen, deshalb wollen wir sie in diesem Jahr ersetzen, durch die Schritte, die wir aufeinander zu machen wollen. Nur in der Begegnung können wir uns besser kennen lernen und so unser Viertel lebensfreundlicher und fürsorglicher gestalten.


Viertelcafé mit zahlreichen Gästen

 

Am Mittwoch, dem 26. Oktober fand wieder eines der beliebten Viertelcafés im Animationszentrum Ephata statt. Als besondere Überraschung besuchten De Kraffte und Erich Krafft das Treffen und begeisterten die Teilnehmer mit Liedern, Gedichten und Anekdoten auf Eupener Platt. Dabei kam auch die neue Tonanlage zum Einsatz, die mit Unterstützung der König Baudouin Stiftung angeschafft werden konnte, um die Angebote des Sozialen Treffpunkts und der Viertelarbeit in Zukunft noch besser gestalten zu können. Daneben gab es wie immer Informationen zu den aktuellen Projekten und Angeboten im Viertel und im Haus Ephata. Vorgestellt wurden u.a. das Projekt 'Hallo Nachbar', das zum Kennenlernen und zur besseren Integration von neu Hinzugezogenen beitragen soll, sowie die Angebote zur Förderung der Fitness und des allgemeinen Wohlbefindens am Dienstag und Donnerstag Vormittag, die auch für die Senioren im Viertel einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Lebensqualität darstellen können.

Übrigens: das nächste gesellige Beisammensein im Bergviertel findet am Sonntag, dem 4. Dezember um 9.30 Uhr statt. Dann steht das traditionelle Adventsfrühstück auf dem Programm.


Franziskuswoche in der Bergkapelle

 

In der Woche vom 30. September bis 09. Oktober stand der Hl. Franziskus im Mittelpunkt der kleinen Kapelle auf dem Berg.

Die Eupener Künstlerin Petra Michel-Neumann bot dem Besucher mit einem Bilderzyklus zum „Sonnengesang“ des Hl. Franz von Assisi eine Hilfe, die Botschaft des Poverello in die heutige Zeit zu übertragen. Rund um die Ausstellung veranstaltete das Kapellenkomitee in Zusammenarbeit mit dem Haus Ephata eine Franziskuswoche mit unterschiedlichsten Angeboten: meditative Konzerte, Lesungen, Gottesdienste und Gebetszeiten verarbeiten in unterschiedlicher Form und mit Beteiligung verschiedenster Ehrenamtlicher die Themen des Sonnengesangs. Zum Abschluss wurde die Bergkapelle als Veranstaltungsort in das Unterstädter Lichterfest eingebunden. Vom Temsepark aus konnte man über die St. Josefs-Pfarrkirche, durch die besonders beleuchtete Haasstraße über die Edelstraße (mit Station am Haus Edelstraße 11), Moorenhöhe (Music und Lightshow "Klanghöhe") und Judenstraße (mit Ausstellung im Atelier Moorenhöhe, Judenstraße 23) zur Bergkapelle gelangen. Wo Malateliers für Kinder und Erwachsene, meditativer Tanz und eine Abendandacht mit musikalischer Begleitung in eine Zeit der Stille und Besinnung mündeten, die erst kurz vor Mitternacht endete.


Viertelfest mit Dreifaltigkeitsfrühstück und Einweihung der Pferdeskulptur des Bergviertels

 

Am Sonntag, dem 22. Mai 2016 fand endlich die langersehnte Einweihung der neuen Attraktion des Eupener Bergviertels statt. Bereits um 9.30 Uhr fanden sich zahlreiche Gäste aus dem Viertel zum traditionellen Dreifaltigkeitsfrühstück in den Räumlichkeiten des AZ Ephata ein. Gelegenheit für einige Anwohner, das Wort zu ergreifen und auf ihre Anliegen oder Projekte aufmerksam zu machen. Um 11.00 Uhr ging es dann hinaus ins Freie wo das neue Kunstobjekt noch in die belgische Landesfahne eingehüllt seiner feierlichen Vorstellung entgegen blickte. In Anwesenheit des Schöpfers der Skulptur, des hiesigen Künstlers Romain van Wissen, des Initiators des Projektes, Ludwig Dohm, seines Zeichens Anwohner und echtes Berger Urgestein, der Schöffen Philippe Hunger und Michael Scholl vom Gemeindekollegium der Stadt Eupen, sowie Herrn Norbert Kreusch von der Christian-Sylvain-Stiftung, die das Kunstwerk für den neuen Standort zur Verfügung stellte, und Karl-Heinz Brüll für das Viertelkomitee des Bergviertels wurde das "Cheval du monde" (Pferd der Welt) enthüllt und erntete herzlichen Applaus. In ihren Beiträgen gingen die verschiedenen Redner nicht nur auf die Wichtigkeit der Pferde als Helfer der Menschen ein, sondern betonten auch den stets damit verbundenen Begegnungscharakter der Pferdestandorte; sei es die alte Schmiede im Bergviertel, die Pferdetränke oberhalb des Olengraben, die ehemalige Reithalle Zur Moorenhöhe oder nun der neu gestaltete Platz gegenüber der Bergkapelle, der demnächst noch um eine Nestschaukel für die Kleinsten erweitert werden soll. Der Festakt klang aus mit einem Empfang im Haus Ephata, wohin sich die Festgäste in Anbetracht des einsetzenden Regens zurückziehen konnten.


Bergviertelnews 8

Bergviertelnews 9

Bergviertelnews 10

Bergviertelnews 11

Bergviertelnews 12

Bergviertelnews 14

Bergviertelnews 15

Bergviertelnews 16