57. Das Haus Ephata

2018 wird das Animationszentrum Ephata an der Bergkapellstraße sein 25jähriges Bestehen feiern. Das Haus stand bereits im 19. Jahrhundert an dieser Stelle. Ursprünglich im Besitz der Familie Pankert, die wir hier unten auf einer Fotografie sehen, die kurz vor 1900 im winterlichen Kappesgarten hinter dem Haus aufgenommen wurde (vlnr: 1 Nikolaus Joseph (Klaus) Pankert * 1875, Kaufmann, Paveestraße (Porzellan?); 2 Johann Pankert, * 1840 Weber, später Fabrikmeister bei Leonh. Peters, Kaufmann °° 1870 Maria Drouven; 3 Maria Drouven, * 1848; 4 Anna Maria Pankert, 1877-1931 °° 1903 Jacob Hennen (Haasstr.); 5 oder 6 Joseph Pankert, Möbelhersteller?; 7 Netta Pankert ???; 8 Hermann Pankert ,* 1872 Kammstickereibesitzer °° 1903 Coppenneur Maria; 9 Johann Pankert, 1878-1950 Kammstickereibesitzer °° 1909, Becker Maria, Eltern u.a. von Johann Pankert, 1910-2004 Fabrikant, u.a. Atlas Matrazen; 10 Leonhard Pankert, 1874-1958 Kaufmann, Herrenbekleidung am Rathaus).

Das "Haus Ephata" war der Ursprung der Matratzenfabrik Pankert, die von einem auf der Neustraße gelegenen Drahtzug das Material zur Herstellung der Stahldrahtmatratzen bezog. Später (bis Ende der 1970er) war dort der Postkartenverlag Lander. Von dort aus wurde schon im Januar 1971 die Aktion Friedensinseln gestartet, die 2001 ins Animationszentrum Ephata zurückkehren sollte. Bis 1991 wurde das zur Bergkapellstraße gelegene Vorderhaus als Wohnhaus genutzt während die angrenzende Fabrikhalle als Lagerraum der Firma Rom diente. Von 1991 bis 1993 erfolgten umfangreiche Renovierungsarbeiten, zumal das ehemalige Fabrikgebäude durch Brandstiftung arg in Mitleidenschaft gezogen worden war (siehe GE-Artikel unten). Am Wochenende des 13. und 14. November 1993 wurde schließlich das Animationszentrum Ephata feierlich eröffnet.