Erste impressionen vom Tag der offenen Tür :


Ein Portrait der Aufgabenschule Ephata wurde vom BRF erstellt...

 


Helfer gesucht
Da einige freiwillige Mitarbeiter aus beruflichen, familiären oder Studien-Gründen nicht mehr zur Verfügung stehen, sucht die Aufgabenschule nach neuen Ehrenamtlichen, die bereit sind, ab sofort Kinder im Grundschulalter einmal oder mehrmals in der Woche während 1-2 Stunden bei den Hausaufgaben zu begleiten. Interessenten melden sich bitte bei der Koordinatorin der Aufgabenschule, Amélie Langer, Tel. 087/56.15.11, amelie.langer@zfp.be

Wer möchte, kann die Aufgabenschule auch finanziell unterstützen, da die Funktionskosten ausschließlich über Spenden getragen werden müssen : Animationszentrum Ephata, Bergkapellstraße 46, 4700 Eupen, IBAN : BE25 7311 1617 7982   -   BIC : KREDBEBB


Von September 2017 bis Juni 2018 verstärkte Isabell aus Cottbus im Rahmen eines Europäischen Erasmus+ Freiwilligendienstes das Team der Aufgabenschule.

Ihre Eindrücke über diese Zeit schildert sie hier:

 

Mein EFD im Herzen Europas: Belgien

Für eine Zeit alleine ins Ausland zu gehen, ist wie ein Sprung ohne zu wissen, wo man landet. Und genau das ist das Abenteuer, die unschätzbare Erfahrung. (Unbekannt)

Die Zeit meines Freiwilligendienstes ist wohl die beste Zeit meines Lebens gewesen. Ich würde es sofort wieder tun und bin dankbar für alle Erfahrungen, die ich sammeln durfte. Es war für mich eine aufregende Zeit, manchmal ein Chaos der Gefühle, Momente, die ich nie vergessen werde und eine Zeit, in der ich viel über mich selbst gelernt habe.

Eupen ist anders als Cottbus
Als neu empfand ich zuerst den atmosphärischen Unterschied zwischen meiner Heimatstadt Cottbus und der belgischen Stadt Eupen. In meinem Projekt, der Aufgabenschule Ephata wurde ich von meiner Koordinatorin herzlich und mit offenen Armen empfangen. Schnell gewann ich das Gefühl, dass es aufwärts geht und ich mich gut akklimatisiere. Der intensive Kontakt zu Freiwilligen aus anderen europäischen Ländern,  half mir neuen Boden unter den Füßen zu bekommen. In den Alltag der Aufgabenschule habe ich mich mit der Zeit gut einarbeiten können und habe die Kinder- und Jugendlichen von Hausaufgaben erledigen und Tests lernen bis hin zu schwierigen Prüfungen auf Schritt und Tritt begleitet.

Die Mitarbeit bei der Gestaltung  des Frühlingsfestes, der Nikolausfeier sowie die Mitorganisation der Animationen wie z.B. das Obstatelier, die Karnevalsfeier und das Geocaching waren für mich absolute Highlights und brachten zudem Abwechslung in meinen  Arbeitsalltag. Die Arbeit in der Aufgabenschule Ephata und die Beschäftigung mit den Kindern habe ich in dieser Zeit sehr ins Herz geschlossen. Die Sprache bereitete mir im Alltag keine großen Probleme. Viele Belgier sprechen zwar Französisch oder Niederländisch, aber in der Deutschsprachigen Gemeinschaft Ostbelgiens, die eine Minderheit darstellt, wird sogar Deutsch gesprochen. Da ich für die französische Sprache eine große Vorliebe habe und ich mich mit den französischsprachigen Kindern auch verständigen wollte, habe ich einen Französischkurs besucht. Vieles, was mir am Anfang eher merkwürdig erschien, leuchtete mir im Laufe der Zeit ein. Ich habe die Menschen allmählich besser verstanden. Belgien ist in vielerlei Hinsicht ein besonderes Land, dessen Geschichte und Erfahrungen überall greifbar sind. Als Erasmus +  Freiwillige hat man die perfekte Gelegenheit, einmal  in das wahre Leben der Belgier einzutauchen. Dazu gehörten auch andere Essgewohnheiten. Pralinen, Waffeln, Fritten und natürlich das belgische Bier musste unbedingt gekostet werden. Da Belgien sehr zentral gelegen ist, hatte ich auch die Möglichkeit gehabt viel zu reisen, um Land und Leute kennen zu lernen. Mit einer Freundin verbrachte ich eine Woche in Sizilien wie auch einige Tage in Portugal. Natürlich besichtigte ich auch Gent, Antwerpen, Lüttich, Ostende, Brüssel und andere schöne Städte. Meine Hoffnung, sich mit einer fremden Kultur zu beschäftigen und dadurch mehr über sie zu erfahren, ist aufgegangen. Ich kann allen, die ihre Schulausbildung abgeschlossen haben, nur zu einem Jahr im Ausland empfehlen. Es tut jedem gut, sich auszuprobieren, zu reisen und eine völlig andere Welt zu erleben. Nach  wunderschönen 10 Monaten in Belgien heißt es nun langsam sich wieder zu verabschieden.  Es fällt mir schwer mein ostbelgisches Leben und alle liebgewonnen Freunde hinter mich zu lassen. Auf diesem Weg möchte ich mich bei allen bedanken, die mich in diesem Jahr unterstützt und begleitet haben.


Ein Platz für Kinder

 

Wenn du dieses Jahr 12 Jahre alt wirst, was musst du unternehmen um einen Personalausweis zu erhalten? Wer bildet das Gemeindekollegium? Du möchtest eine Party veranstalten. Was musst du machen, um diese genehmigt zu bekommen? Welche Ausbildung braucht man, um im Bauhof arbeiten zu können?

Diese und andere Fragen wurden bei der Aktion "Ein Platz für Kinder" am 18. Oktober im Eupener Rathaus und im Bauhof beantwortet. Auch mehrere Schülerinnen und Schüler der Aufgabenschule Ephata nahmen an der Aktion teil und besuchten die verschiedenen Dienste der Gemeinde und wurden durch die Räumlichkeiten und das Außengelände des Bauhofs geführt. Zum Abschluss gab es leckere Muffins im Rathaussaal, wo unter den "Ratsherren und -frauen" ein friedvolles Miteinander herrschte... vielleicht eine Anregung für den nächsten Stadtrat! Herzlichen Dank an die freundlichen Mitarbeiter der Stadt Eupen!


Die Aufgabenschule ist ein Dienst des AZ Ephata in Kooperation mit dem dem Kompetenzzentrum im Zentrum für Förderpädagogik der DG und empfängt Kinder, die Schwierigkeiten im schulischen Lernprozess aufweisen und in ihrem familiären Umfeld nicht die notwendige Unterstützung beim Verrichten der Aufgaben und Schularbeiten sowie beim Erlernen der verschiedenen Unterrichtsstoffe erhalten. Unterschiedliche Gründe erklären diese familiäre Wirklichkeit: unzureichende Kenntnis der Landessprachen, unterschiedliche kulturelle Herangehensweise, Beziehungsprobleme, der Mangel an geeignetem Raum zum Lernen, körperliche Behinderung der Eltern,....

 

 

Die Arbeit der AS verfolgt folgende pädagogischen Ziele:

  • Schulischer Erfolg...
    Eine schulische Hilfe anbieten und die schulische Autonomie der Kinder fördern.
  • Erlernen der Landessprachen: Deutsch und Französisch...
    Die Beherrschung der beiden Landessprachen ist ein wichtiger Schlüssel zum schulischen Erfolg sowie für die Integration in die lokale Gemeinschaft.
  • Integration in die Gesellschaft und in die (inter)kulturelle lokale Gemeinschaft...
    Soziale Beziehungen zwischen den Familien und mit den Freiwilligen knüpfen, die Kinder, Jugendlichen und Eltern ermutigen, sich aktiv am gesellschaftlichen Leben zu beteiligen.

Die Aufgabenschule bietet verschiedene Aktivitäten an:

  • Hausaufgabenbetreuung und schulische Begleitung
  • Nachhilfe
  • Animationen
  • Spiele (Lernspiele, Gesellschaftsspiele, gruppendynamische Spiele,…)
  • Gesellige Momente mit den Freiwilligen und mit den Familien

Die AUFGABENSCHULE im Animationszentrum Ephata ist übrigens immer auf der Suche nach engagierten Freiwilligen (Lehrer, Studenten, Pensionierte,…).

Geöffnet ist die Aufgabenschule Mo, Di, Do, Fr von 15.30 bis 19.00 Uhr sowie Mi von 13.00 bis 19.00 Uhr.

 

Aufgabenschule im AZ Ephata
Bergkapellstrasse 46
B-4700 Eupen
Tel.: 087 561 511
Koordination AS: Amélie Langer
E-Mail: amelie.langer@zfp.be

 

Unsere Partnerorganisation beim Projekt Aufgabenschule Ephata :