Geschichte(n) aus dem Bergviertel

251. Alte Gewerbe im Eupener Land

Es war eine romantische Zeit im Bergviertel, die Fuhrmannszeit. Als nach dem ersten Weltkrieg die Kraftfahrzeuge lohnender wurden, als Autos die Pferde und Fuhrwerke ablösten, waren Pferdewagen kaum noch gefragt. Die zahlreichen Schmieden in Eupen, es waren mehr als ein Dutzend, die sich bis dahin nicht über Arbeit und Kundschaft zu beklagen hatten, mussten sich langsam auf andere Arbeiten umstellen. Es gab nicht nur Hufschmiede. Auch Nagel- und Wagenschmiede, sowie Stellmacher hatten alle Hände voll zu tun.

Mathar auf der Judenstraße war als die älteste Huf-, Nagel- und Wagenschmiede bekannt, klang doch hier der Schmiedehammer seit 300 Jahren, und erzählten Amboss und Schmiedefeuer aus der Geschichte eines jetzt fast ausgestorbenen Gewerbes. Der Hufschmied behufte oder beschlug die Pferde, deren Zahl man noch um 1900 in Eupen auf 400 Stück einschätzte. Der Nagelschmied fertigte die Nägel an. Alles war Handarbeit. Der Wagenschmied schuf alles, was an einem Fuhrwerk oder Wagen aus Eisen hergestellt wurde, so Eisenbeschläge, Achsen, Ringe usw. während der Stellmacher oder Wagenbauer den Holzkasten, die Räder, Deichseln usw. herstellte.

Die Fuhrwerke wurden von den Fuhrleuten bedient – in der Mundart Vormer genannt. Noch 1934 befand sich am Rotenberg eine Pferdetränke, ein Kunstwerk des Eupener Bildhauers Stüttgen, das für den modernen Verkehr aus dem Straßenbild verschwinden musste und erst nach vielen Jahren wieder an seinem alten Standort errichtet wurde. Die Vormer waren manchmal Künstler im Peitschenknallen, ebenso wie sie soft unübertrefflich waren im Fluchen, Schimpfen und Trinken. Die Fuhrleute waren bei Fuhrunternehmen beschäftigt, so z.B. bei Mostert am Berg oder bei Kremer im Olengraben. Die Fabriken verfügten weder über Pferde noch Fuhrwerke. Man ließ Waren von Fuhrwerken bringen und abholen zum Versand. Der Fuhrunternehmer besorgte auch Möbeltransporte, wozu er meist einen großen Möbelwagen zur Verfügung stellte.

Eiserne Ringe an verschiedenen alten Häusern und Schänken, besonders an ansteigenden Straßen wie dem Olengraben oder der Bergstraße dienten dazu, die Vorspannpferde anzubinden. Das Verleihen dieser Vorspannpferde war auch ein Gewerbe dieser Zeit, das seinen Mann ernährte, aber auch mit dem Abbau des Fuhrwerkverkehrs begraben werden musste.

In eigener Sache: In den letzten fünf Jahren haben wir an dieser Stelle wöchentlich Bilder, Zeitungsausschnitte und Artikel rund um das Bergviertel veröffentlicht, die größtenteils anlässlich der 300-Jahr-Feier der Bergkapelle und der damit verbundenen Ausstellungen und Veröffentlichungen (Kalender, Festschrift, Presseartikel) zusammengetragen wurden. Die große Resonanz auf diese Reihe hat uns bewiesen, dass die Entscheidung, das gesammelte Material nicht in irgendeinem Karton verstauben zu lassen, die richtige war. So langsam geht uns allerdings der „Stoff“ aus. Aus diesem Grund werden ab der Nummer 250 die „Geschichte(n) aus dem Bergviertel“ nur noch alle vier Wochen veröffentlicht, jeweils zum Monatsbeginn.
Falls Sie noch interessante Materialien zur Geschichte des Bergviertels besitzen, dürfen Sie sich damit gerne an das Viertelkomitee oder an das Animationszentrum Ephata wenden. Wir würden uns darüber freuen!

weitere Geschichte(n) aus dem Bergviertel finden sie im Archiv...


Termine

Viertelsäuberung : am Samstag 11. Dezember um 11.30 Uhr - Treffpunkt: AZ Ephata

 

Nächstes Viertelkomitee : am Mittwoch 24. November um 19.00 Uhr im AZ Ephata


Bergviertel feiert im Haus und im Regen

Trotz strömenden Regens ließ es sich mancher nicht nehmen, am Wochenende den Park Loten anzusteuern und dort gemeinsam mit Ephata, der N-Power-Initiative und KultKom das Bergviertel, das KultKom-Jubiläum und den neugestalteten Park Loten zu feiern.

„So etwas Tolles, ein derartiges musikalisches Niveau habe ich bisher nur in Prag oder Wien genießen können, aber noch nie in unserem kleinen Eupen“, schwärmt Paula Maraite. Tatsächlich, was das Ensemble „Avenir“ um die Sopranistin Irmke von Schlichting zum Abschluss des Parkfestsamstags im Jünglingshaus zeigt, ist allerhöchstes Niveau. Vor allem aber ist es ein vielfältiges und unterhaltsames Programm, ohne jedwede Allüren, das Grenzen durchbricht. Denn warum sollte man nicht das Abendlied aus Engelbert Humperdincks Oper „Hänsel und Gretel“ auf den Rocksong „Je veux“ von Zaz folgen lassen? Ja, es geht richtig schön durch den Garten der europäischen Musik, jiddischer Klezmer, rumänische Folklore, Georges Bizets Carmen, ein paar Takte der „Königin der Nacht“ (Mozart, Zauberflöte) und Westernhagens „Freiheit“, für die sich Moderator Ralf Spengler selbst einmal ans Klavier setzte. Denn diese Hymne von 1989 ist in dieser Zeit, in der noch nicht alle geimpft sind, genauso aktuell wie damals. Für das Ensemble ist es jedenfalls der erste Liveauftritt seit Langem. Und der ist alles andere als spaßbefreit, im Gegenteil. Was eine ausgebildete Opernstimme kann, zeigt Irmke von Schlichting anhand von Textzetteln, die sie dann stimmlich mit allen Modulationen und Trillern absingt. Es ist Musik, die gut ist, egal, ob Zwanzigerjahreschlager, Rock oder Klassik. Hinzu kommt, dass auch die Instrumente mit Ferdinand Ries, der seine Geige gewöhnlich beim Rundfunksinfonieorchester Berlin erklingen lässt, der Pianistin Carmen Stefanescu und der Harfenistin Sarah Braasch und Ludwig Kuckartz am Bass hochkarätig besetzt sind.

Ja, das Team um KultKom, Ephata und Benjamin Fleig haben das Parkfest hervorragend geplant und Topacts aus Eupen und der Welt eingeladen. Nur mit einem hat man nicht gerechnet: Es hat nicht geregnet, es hat gegossen. Entsprechend wenig Menschen sind tagsüber da. Nur in den Regenlücken lassen sich auch draußen Menschen sehen, die Hacktaschen essen, ein Bierchen trinken oder mit Anne Brüll vom Sportbund eine Runde Tischtennis spielen. Die Funky Bodding aus Brüssel marschieren tapfer musizierend gegen das Wetter an.

Beim bosnischen Kulturverein „Elif“ gibt es ausgezeichneten Gulasch, Cevapcici und Baklava. „Wir wollen auf uns aufmerksam machen, immerhin sind wir die größte Migrantengruppe“, sagt deren Sprecher Basic Refik. Die Bosnier fallen im Gegensatz zu anderen Migranten kaum auf, weil sie oft belgische Staatsbürger und gut integriert sind. Gerade ist der Verein dabei, ein Kulturzentrum zu bauen, wo sie sich treffen, die Traditionen der Heimat pflegen wollen und auch Gelegenheit zum Gebet bieten wollen. Denn der europäische bosnische Islam passt nicht so gut zum arabischen, der in der Eupener Moschee dominiert. Auf dem Fest wollen sie Präsenz zeigen. Auch das Rote Kreuz ist präsent. Zwei Helfer holen sich erst einmal am bosnischen Essensstand etwas Leckeres.

Nur drinnen spielt sich das Leben ab. Der eine oder andere flieht in die Bergkapelle, um die Kunst von Eric Legrain zu bewundern. Im Haus Ephata ist Flohmarkt, und die Patromädchen machen Kinderanimation. „6 Euro, mit Klamotten 8 Euro“ steht auf einer Puppe am Stand von Murielle. „Ich habe schon gut verkauft“, erzählt die Zwölfjährige. Das Geld geht in eine Familienkasse, aus der dann irgendwann ein leckeres Essen oder ein Besuch im Freizeitpark wird. Die evangelische Gemeinde ist mit Puppenspiel dabei.

Im Jünglingshaus ist eine spannende Ausstellung zu sehen, denn KultKom hat das halbe Jahrhundert geschafft. Zeitungsartikel künden von den berühmten Europawochen der Achtziger, alte Plakate von Theaterstücken, die vor dem Krieg noch der Jüngslingsverein ausgerichtet hat. Auch der „Nederlandstalige Kring“ hat früher im Jüngslingshaus Theater gezeigt. An diesem Samstagnachmittag erobert die große Gruppe von „Tanz und Bewegung“ aus Walhorn die Bühne und zeigen Grazie und Harmonie. Stark ist auch Solotänzerin Zoë. Unten drängen sich ein paar Leute bei Bier und Gin. Captain Zorx aus Berlin ist auf der Bühne. Die Jungs spielen eine durchaus witzige Mischung aus klassischem Heavy Metal gepaart mit Comedy und Disco – und das alles auf Deutsch. Mancher hört mit aufgespanntem Schirm zu. In jedem Fall aber, trotz Regen ist das Bergviertel lebendig, und das Fest harrt auf eine Wiederholung bei hoffentlich besserem Wetter.

Eupen: Kultkom feiert Jubiläumsfest

Das Kulturelle Komitee der Stadt Eupen ist 50 geworden. Diesen Geburtstag feierte Kultkom am Wochenende mit einem Jubiläumsfest. Für Groß und Klein hatten die Veranstalter Innen- und Außenveranstaltungen mit Musik, Film und Tanz vorgesehen. Und trotz Regenwetter ist das Event nicht ins Wasser gefallen.

Kultkom startet mit einem Veranstaltungswochenende in die kulturelle Saison. Zusammen mit dem Animationszentrum Ephata und Viertelmanager Benjamin Fleig hat der Kulturveranstalter eine buntes Programm auf die Beine gestellt.

„Die Vorstellungen sind wunderbar angekommen“, sagt Ludwig Kuckartz, der künstlerische Leiter von Kultkom. „Die Leute waren sehr begeistert von den Acts. Und wir haben uns sehr gefreut, dass wir freundliche Gesichter gesehen haben, obwohl es doch sehr geregnet hat.“

Die Ausstellung am Freitagabend sowie Filmvorführungen fanden im Jünglingshaus statt. Der umgestaltete Park Loten war als Veranstaltungsort für den Kinderflohmarkt und das Picknick geplant. Kurzfristig haben die Veranstalter ihren Plan B umgesetzt.

So wurde alles etwas zusammengerückt – auch im Park. Der Kinderflohmarkt und das Puppentheater wurden in den Ephata-Raum verlegt. So gut es ging wurde umgeplant, um dem Regen zu trotzen.

Beim Jubiliäumsfest wurde gleichzeitig der Park Loten eingeweiht. Die Grünflächen sollen in Zukunft vielfältig genutzt werden. „Neu zum Beispiel ist, dass wir das Basketballfeld auf fast Originalgröße vergrößert haben – das war vorher nur halb so groß“, sagt Viertelmanager Benjamin Fleig. „Dann haben wir auch noch eine zweite Veranstaltungsfläche, die eine Art Deich auch beinhaltet. Aber das ist dann auch gleichzeitig das Fußballareal, das dann umfunktioniert werden kann zur Veranstaltungsfläche.“

Der Park bietet sich als Event-Location für Veranstaltungen an, die in den letzten anderthalb Jahren ausgefallen sind – und das sind eine ganze Reihe. „Es knubbelt sich da demnächst alles“, sagt Ludwig Kuckartz. Einige Veranstaltungen wurden bereits nachgeholt, andere sollen noch nachgeholt werden. „Wir müssen jetzt gucken, dass wir die alten Sachen, die ausgefallen sind, und die neuen Sachen zusammen kriegen.“ Im Jubiläumsjahr bietet sich die Möglichkeit, neue Kooperationen einzugehen und bestehende Kontakte zu festigen. Immer mit dem Hintergedanken, den Menschen schöne Kultur zu liefern und den Park mit Inhalten zu bespielen.

(Quelle : BRF)


Nachbarschafts-Mobil für das Bergviertel

Die Nachbarschaft des Bergviertels versucht derzeit Prozesse wie Ko-Produktionen und andere identitätsstiftende Empowermentprojekte im Eupener Bergviertel zu dynamisieren. Hierfür möchten wir ein ausgedientes Waffel-Verkaufs-Auto anschaffen, um es gemeinsam zu reparieren und es multifunktional umzubauen, so dass es z.B. als mobile Küche, Info-Mobil, Erzähl-Café, mobile Disco,… genutzt werden könnte, um im Viertel eine soziale Kohäsion zu generieren und zu festigen und es die nächsten 10 Jahre hierfür einsetzen.

Das Eupener Bergviertel umfasst 1700 Einwohner bei 45 verschiedenen Nationalitäten. Da gestaltet sich schwierig einer gemeinsame Identität zu erzielen. Das vielfach einsetzbare Nachbarschafts-Mobil wäre ein ideales Vehikel, um oft und multipel im Viertel präsent zu sein, Aktionen zu initiieren und durchzuführen Durch Erfahrung haben wir festgestellt, dass Aktionen die es quer durchs Viertel schaffen, die Anwohner zusammen führt.

Dieses Projekt sehen wir als Chance, ein steigendes nachbarschaftliches Engagement hervorzurufen, indem die verschiedenen „Akteure“ verbindlichere „Beziehungen“ eingehen.

Mit diesem Projekt wäre es ebenfalls möglich, in ganz Eupen unser nachbarschaftliches Engagement vom Bergviertel zu präsentieren und als Art „Katalysator3 zwischen den bislang 4 Eupener Nachbarschafts-Initiativen zu fungieren (Fähigkeiten - und Wissenstransfer, etc. )


Ein neues "Herz" für das Bergviertel

In der Vergangenheit schlug das Herz des Eupener Bergviertels zumeist im Innenraum und näheren Umfeld der Bergkapelle. Dies könnte sich in Zukunft ändern, denn im Park Loten entsteht seit einiger Zeit ein neues "Herz" für das Viertel. Möglich wird diese Operation "Doppelherz" durch den "Schrittmacher" Neighbourhood-Power, ein Interreg-Projekt, welches über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung Mittel in das Bergviertel mit seiner besonderen Lage auf dem Bergrücken im Zentrum der Stadt Eupen und mit seiner bunt gemischten Population pumpt.

Am Montag, dem 9. Dezember wurden die konkreten Umsetzungsmöglichkeiten vorgestellt, die auf den Wünschen und Anregungen der Anwohner basieren, welche diese seit Dezember 2018 bei Ideenbörsen und Nachbarschafts-Workshops vorschlagen und diskutieren konnten.

Aufgeteilt in vier Themen-Bereiche, "Natur & Entspannung", "Sport & Spiel", "Begegnung & Veranstaltungen" sowie "Kinder" werden zahlreiche Projekte nach und nach verwirklicht, die dem Park ein neues Gesicht geben. Alle Ideen können natürlich nicht sofort bzw. im Rahmen des zur Verfügung stehenden Budgets umgesetzt werden, doch einige Großbaustellen sollen, parallel zur Erschließung des Geländes der ehemaligen französischen Schule, ab dem kommenden Herbst in Angriff genommen werden. Dazu gehören die Vergrößerung des Streetball-Feldes im oberen Bereich des Parks, verbunden mit dem Anlegen von Schallschluckenden Bepflanzungen, das Einebnen des zentralen Bereichs mit der Nutzungsmöglichkeit als Fussball-Feld sowie Spiel- und Begegnungsräume für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Blickfänger soll langfristig ein Aussichtsturm werden, der - in Anlehnung an den früheren Aussichtsturm auf der Judenstraße (zur Geschichte hier der Beitrag aus unseren Geschichten aus dem Bergviertel) - eine neue Sicht auf die Oberstadt eröffnen soll. Ergänzt wird das Ganze durch eine bessere Beleuchtung für den Park, weitere (Abenteuer-)Spielmöglichkeiten für Kinder, einen Grillplatz sowie ein Naturbiotop im Bereich der Viertelgärten unterhalb des Gut Loten. Wichtig bei dem gesamten Projekt ist, auch über die Phase des Wünschens und Planens hinaus, die aktive Beteiligung der Anwohner und die Beschaffung von zusätzlichen finanziellen Mitteln, um die besonderen "Extras" in der Parkgestaltung zu sichern. Hierfür können sich Interessenten ab sofort beim Projekt-Manager Benjamin Fleig melden (benjamin.fleig@eupen.be).


Das Animationszentrum Ephata liegt im Eupener Bergviertel. Dieses Viertel ist geprägt von einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund (rund 45 %) und hat (nach dem eigentlichen Stadtzentrum) den größten Prozentsatz an über 60jährigen in der Gemeinde Eupen.

Das Bergviertel umfasst traditionell Bergkapellstraße, Bergstraße (bis Loten), Brabantstraße, Burgundstraße, Edelstraße, Haasberg, Habsburgerweg, Hisselsgasse (unterstädter Seite ab Ibern), Judenstraße, Maria-Theresia-Straße, Panorama und Schorberg. Hinzu kommen noch als Einzugsgebiet des Animationszentrums Ephata Neustraße, Olengraben und Rotenberg (bis Loten).

 

Das Viertelkomitee setzt sich zusammen aus Anwohnern des Bergviertels, Vertretern des Animationszentrums Ephata sowie weiterer Organisationen und Vereine aus dem Viertel. Bei den regelmäßigen Treffen werden Aktivitäten zur Viertelgestaltung und zur Förderung des Zusammenlebens und des sozialen Zusammenhalts geplant. Auch werden alle Entscheidungen bzgl. Verkehrsführung, Bauprojekten und Maßnahmen zur Belebung des Viertels in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Behörden besprochen.

Vierteljährlich erscheint die Bergviertelnews, die kostenlos in alle Haushalte des Viertels verteilt wird. Die neueste Ausgabe finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Für die älteren Anwohner im Viertel wird in zweimonatlichen Abständen ein Viertelcafé angeboten, bei dem es auch Informationen über die jeweils anstehenden Veranstaltungen und die Planungen im Viertel und in der Bergkapelle gibt.

An jedem zweiten Samstag im Monat findet ab 11.30 Uhr eine Viertelsäuberungsaktion statt, bei der Straßen, Grünflächen und Parks von Abfällen und Unrat befreit werden.

Einmal im Jahr wird ein Viertelfest organisiert, bei dem sich alle Anwohner einbringen, einander begegnen und in Kontakt kommen können.

Daneben gibt es ein Kapellenkomitee, welches sich um die Belange der Bergkapelle kümmert und versucht, diese als Veranstaltungs- und Begegnungsraum, aber auch als Gebets- und Gottesdienstraum zu beleben.

Projekte

Atemholen für die Seele – tägliches Angebot in der Bergkapelle

Während den Sommermonaten Juli und August lädt das Kapellenkomitee der Eupener Bergkapelle täglich zu Zeiten des Innehaltens und des Gebetes in der offenen Kapelle ein.

Die Ferienmonate sind geradezu wie geschaffen, um sich in der Alltagshektik Auszeiten zu gönnen. Zu Hause in den vertrauten vier Wänden, mit der Erinnerung an die Pflichten des Haushalts, von Beruf oder Familie, fällt dies oft schwer. Die Eupener Bergkapelle lädt deshalb vom 1. Juli bis zum 31. August dreimal täglich zu einigen Augenblicken der Ruhe, der Meditation und des Gebetes ein. Jeweils um 12.00, um 17.00 und um 19.00 Uhr gibt es die Gelegenheit, alleine oder gemeinsam mit anderen zu beten, meditativer Musik zu lauschen, besinnliche Texte zu lesen, am Maria-Hilf-Altar eine Kerze zu entzünden oder ein Gebetsanliegen schriftlich zu formulieren.

Begegnungsraum + Sprachencafé mit Kinderbetreuung im Rahmen des Projekts 'Hallo Nachbar'

Im September 2016 wurde das Projekt Hallo Nachbar gestartet. In unserem Viertel wohnen seit Jahren viele Zuwanderer. Ein gutes Miteinander ist nur über die Sprache möglich. Seit Ende Januar 2017 steht im AZ Ephata ein Begegnungsraum zur Verfügung, in dem montags und freitags ab 16.00 Uhr alteingesessene Eupener und Zugezogene zusammenkommen können, um miteinander zu sprechen, um einander besser kennen zu lernen und für manche die Sprachkenntnisse zu verbessern; aber vielleicht entstehen daraus auch gemeinsame Interessen, wie Stricken oder Schach spielen, ein interkulturelles Kochatelier oder ein kleiner Sprachkurs ‚Deutsch als Zweitsprache‘… Damit auch Mütter mit Kleinkindern teilnehmen können, gibt es eine kostenlose Kinderbetreuung.

Festschrift:

Anlässlich des 300jährigen Bestehens der Bergkapelle wurde unter Federführung von Dr. Alfred Minke die Festschrift "Die Kapelle St. Johannes der Täufer auf dem Berge in Eupen" gestaltet und veröffentlicht.

Auf 60 Seiten mit 17 Abbildungen wird über Bau und Entwicklung der Bergkapelle berichtet, bei einem Gang um und durch die Kapelle schweift der Blick auf die stummen Zeugen der Geschichte und bringt diese zum Reden, bis hin zu den Zukunftsträumen der heutigen Generation. Der Autor vergisst aber auch die Menschen und ihr Wirken in der Kapelle und im Bergviertel nicht, und listet Seelsorger, Küster und Organisten auf. Schließlich bietet die Schrift ein interessantes Quellen- und Literaturverzeichnis sowie ein wertvolles Glossar.

Die Festschrift kann zum Preis von 10,- € im Animationszentrum Ephata erworben werden. Der Gesamterlös aus dem Verkauf kommt dem Unterhalt der Kapelle zugute.

Hochbeete:

In Zusammenarbeit mit Viertelkomitee, Animationszentrum Ephata, Patro Mädchen St. Raphael, der Stadt Eupen und dem Sozialbetrieb Work & Job wurden 2015 drei Hochbeete an der Bergkapellstraße angelegt, die von den Kindern und Jugendlichen der Patro, der Aufgabenschule und des Ferienspaß sowie von den Anwohnern bepflanzt, gepflegt und unterhalten wurden. Zier- und Nutzpflanzen, Gemüse und Blumen verschönern seitdem das Viertel und sorgen für Zusammenarbeit und Begegnung zwischen unterschiedlichen Generationen und Kulturen.

Mosaik-Bank + Tipis:

Im Rahmen des Projekts APE (Aktiv Partizipieren in der Euregio) wurden für das Bergviertel verschiedene Sitz- und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen: eine Mosaik-Bank lädt im Park Loten zum Verweilen ein und gewährt einen Rundblick über die Eupener Oberstadt bis hin zur St. Nikolaus Pfarrkirche. Daneben wurden zwei Tipis geschaffen, die am Streetballplatz im Park sowie auf der Grünfläche im Angesicht der Bergkapelle einen Ruheort bieten, der immer wieder auch von kleinen Gruppen als trockener Sitzuntergrund genutzt wird.

Street-Workout:

In den 70er Jahren kamen auch hierzulande die sogenannten Trimm-dich-Pfade in Mode – Anno 2018 spricht man lieber von Bewegungsparcours oder auf Neudeutsch Street-Workout-Park. Während man früher beim Anlegen solcher Module auf Ruhe und Beschaulichkeit in Waldnähe setzte, ist heutzutage ein gute Erreichbarkeit zu Fuß, also innerhalb der Stadt, gefragt. Im Park Loten wurde eine Anlage mit 6 Geräten geschaffen, die von allen Altersstufen und Fitnesstypen genutzt werden kann. Anschauliche Tafeln erklären die einzelnen Geräte und möglichen Übungen, je nach Leistungsniveau.

Viertelgarten:

Du hast keinen eigenen Garten, aber Lust, eigenes Gemüse anzubauen und dich mit anderen beim Gärtnern auszutauschen? Dann besteht noch die Chance eine der beiden freien Parzellen des Viertelgarten zu pachten (Kosten: 30 € pro Jahr). Kontakt : 087/59.58.19.

Für max. 16 Gartenfreunde wurde im Park Loten ein Areal geschaffen, auf dem Kartoffel, Gemüse, Kräuter und auch Blumen angepflanzt werden können. Die Stadt Eupen stellt Wasser und Gartenwerkzeuge zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung.

Viertelkompost:

Das Projekt „Viertelkompost“ richtet sich an Anwohner, die selbst keinen Kompost in ihrem Garten haben, aber trotzdem ihre Küchenabfälle kompostieren möchten. Dadurch können sie Geld bei der Entsorgung von Restmüll sparen und das Gesamtgewicht ihrer Müllsäcke um rund 30 Prozent reduzieren. Dieses Viertelprojekt basiert auf der Einbindung der Anwohner, die den fertigen Kompost auch nutzen dürfen. Die Teilnahme ist kostenlos. Alle Interessierten aus dem Viertel sind eingeladen, sich zur Teilnahme einzuschreiben. Infos: bei BISA unter der Nummer 087/76 58 50...

 

Viertelcafé:

 Die Anregung zu dieser Initiative kam beim Viertelfest im Rahmen der 300-Jahrfeiern der Kapelle; vielfach äußerten vor allem alteingesessene Anwohner den Wunsch, sich regelmäßig in geselliger Runde zu treffen. Das Viertelkomitee griff diese Anfrage auf und versucht nun in Zusammenarbeit mit dem Animationszentrum Ephata in regelmäßigen Abständen einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen, mit Geschichten und Anekdoten aus dem Eupener Bergviertel zu organisieren. Bei diesen Treffen gibt es auch Informationen über die jeweils anstehenden Veranstaltungen und die Planungen im Viertel und in der Bergkapelle.

Termine im Jahreslauf : Mittwoch vor Karneval, Mittwoch nach Ostern, Dreifaltigkeitsfest (Frühstück), letzter Mittwoch im August, Mittwoch vor den Allerheiligenferien, 2. Advent (Frühstück)


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