Geschichte(n) aus dem Bergviertel

134. Die Kgl. St. Johannes-Bürgerschützen-Gesellschaft Eupen

Die St. Johannes-Bürgerschützen-Gesellschaft, deren Ursprünge auf das Jahr 1811 zurückgehen, gaben sich zur Gründung den Namen des Patrons jener Kirche, mit deren Geschick das Leben ihrer Mitglieder eng verbunden war. Da es sich hier meist um Bewohner des Bergviertels handelte, nimmt nicht wunder, dass sie den Namen St. Johannes-Baptist wählten. Ähnlich geschah es ja auch im Ortsteil Nispert, dessen Kapelle demselben Heiligen geweiht ist. Während aber dort das Bogenschießen bis heutezu gepflegt wird, stellten sich die Bürgerschützen bereits 1834 auf Kugelschießen um. Große Volksfeste umrahmten einst ihre Veranstaltungen. Den letzten äußeren Höhepunkt erlebte die Gesellschaft anlässlich ihres 125jährigen Bestehens, das im Juli 1938 mit großem Aufwand nachgeholt worden war. Der Zweite Weltkrieg blieb nicht ohne Beeinträchtigung. Allen Unbilden zum Trotz konnte man sich dank der Treue der alten Mitglieder behaupten. Lange Zeit wurde das Patronatsfest in der Bergkapelle am Montag der Eupener Stadtkirmes mit gemeinschaftlichem Kirchgang bei klingendem Spiel gefeiert.

Die St. Johannes-Bürgerschützen-Gesellschaft ist die zweitälteste Schützengilde der Stadt Eupen. Die Pfarrgeschichte von J.G. Heinen bezeichnet als Gründungsjahr 1819. Die Inschrift auf der ersten Platte der Königskette „Der Anfang von uns war – im 1819 Jahr“, scheint dies zu bestätigen. Heute richtet man sich in der Gesellschaft nach einer mündlichen Überlieferung, die erzählt, dass schon einige Jahre vorher auf dem Berg der Vogel geschossen wurde, die aber auch ausdrücklich besagt, dass die St. Johannes-Schützengesellschaft schon eine Anzahl Jahre vor 1819 bestanden habe. Mithin ist das Jahr 1811 als Gründungsjahr anzunehmen.
Im Jahre 1834 verfasste man die ersten Statuten. Jedes neu aufgenommene Mitglied war verpflichtet, einen Taler Eintrittsgeld zu zahlen, ferner musste bei der Abmeldung ein Taler Austrittsgeld entrichtet werden. Auch sorgte das Statut dafür, dass die Versammlungen pünktlich begannen und einen harmonischen Verlauf nahmen. Wie genau es mit der Pünktlichkeit genommen wurde, geht daraus hervor, dass zu spät Erscheinende 3 ½ Silbergroschen in die Vereinskasse zahlen mussten. Auch wurde der Beschluss gefasst, eine Fahne anzuschaffen. Diese Fahne, die nach dem Ersten Weltkrieg dem damaligen Eupener Heimatmuseum als Leihgabe überlassen wurde, ist leider nach dem Zweiten Weltkrieg dort abhanden gekommen.

Die hauptsächlichsten Festlichkeiten des Jahres waren das Patronatsfest (mit einem gemeinsamen Kirchgang), Fronleichnams- und Pfarrprozession, der Königsvogelschuss und das Königsgeburtstagsschießen. Jedoch neben diesen wurde das Preisvogelschießen eifrig betrieben. Diese Schießveranstaltungen gestalteten sich oft zu einem wahren Volksfest. Während die Schützen dem Schießsport huldigten, wurden für die Kinder Spiele, wie Ballwerfen, Stangenklettern, Sacklaufen, Ringestechen und Topfschlagen durchgeführt. Für die älteren Leute war das Schinkenwerfen eine angenehme Unterhaltung. Auch die Tanzlustigen konnten unter den Klängen der „Evers‘schen Musik“ das Tanzbein schwingen.
Im Jahre 1882 erhielt die Gesellschaft eine neue Fahne. Sie wurde von der Bonner Fahnenfabrik zum Preise von 216,50 Mark geliefert. Auf der ersten Seite der Fahne befindet sich das Bildnis des hl. Johannes Baptist und auf der anderen Seite der deutsche Aar. Die Fahne wurde geweiht am 10. April 1882 anlässlich einer Nachfeier des Geburtstages Sr. Majestät des Kaisers und Königs in der Bergkapelle. 82 Jahre hat sie, über zwei verheerende Kriege hinweg, treu gedient, bevor sie durch ein neues Banner abgelöst wurde.

Vom 13. bis 20. August 1911 beging die Gesellschaft in festlicher Weise ihr 100jähriges Bestehen. Mit dieser Feier war ebenfalls ein internationaler Schießwettstreit verbunden. Dieses Jubelfest war ein großer Erfolg für die Gesellschaft. Der Festzug, bestehend aus über 40 Vereinen nebst zahlreichen Musikkapellen, bot ein prächtiges Bild und war der beste Beweis dafür, welcher großen Beliebtheit sich der Jubelverein erfreute. Auf der Festwiese hielt Herr Toussaint, als ältestes Mitglied der Gesellschaft die Begrüßungsansprache. Er schloss mit einem Hoch auf S. Majestät den deutschen Kaiser und S. Majestät den König der Belgier.
Der erste Weltkrieg legte das Vereinsleben lahm, denn alle wehrfähigen Schützen standen unter den Waffen. Nur einer kehrte nicht wieder: Johann Güsken. Nach Beendigung des Krieges traten dann verschiedene Getreuen wieder zusammen und riefen die Gesellschaft ins Leben zurück. Im Jahre 1930 trat für den Verein eine neue Krise ein, die bis zum Jahre 1936 anhielt. Die Mitgliederzahl sank immer mehr und es blieben schließlich noch 16 Mann übrig. Ab 1936 begann für die Gesellschaft eine neue Zeit. Durch Einladungen waren die Schützenfreunde Eupens, vor allem aber die Anwohner des Bergkapellviertels, zu einer Versammlung im Vereinslokale Rudi Delhaes zwecks Auffrischung der Gesellschaft eingeladen worden. Sehr zahlreich war man diesem Rufe gefolgt und auf dieser ersten Versammlung, die am 17. Juli stattfand, wurden bereits 15 neue aktive Mitglieder aufgenommen. Als Hauptveranstaltungen wurden der Oster-, Herbst- und Königsvogelschuss festgesetzt. Ferner wurde das Preisvogel- und Übungsschießen intensiver betrieben. In Ermangelung eines geeigneten Schießgeländes in der Nähe des Bergkapellviertels werden die Vogelschüsse bei Herrn Karl Lentz, Oestraße, abgehalten. Da gerade der Sport dazu angetan ist, die Kameradschaft zu fördern, so herrscht in den Reihen der Schützen ein echt kameradschaftliches und geselliges Zusammenleben.

Ihre Hauptaufgabe sieht die St. Johannes-Bürgerschützen-Gesellschaft darin, die Interessen der Bergkapelle und des damit verbundenen Bergkapellviertels wahrzunehmen. Keine Gelegenheit wird sie vorübergehen lassen, die wirtschaftlichen und geselligen Verhältnisse ihres Reviers zu fördern.
Anlässlich ihres 125jährigen Bestehens veranstaltete die Gesellschaft im Jahre 1938 und zwar am 2. und 3. Juli einen großangelegten Schießwettstreit, der einen glänzenden Verlauf nahm. Sonntag, den 3. Juli, fand ein feierliches Hochamt statt, während nachmittags nach Kredenzung eines Ehrenweines an die Präsidenten und Könige der Festverein durch zahlreiche Gastvereine und Musikkapellen zur Festwiese „Oben im Knetschborn“ geleitet wurde. Das Wettschießen auf allen Stangen wurde bis zum 17. Juli fortgesetzt.
Die traditionellen Oster-, Herbst- und Königsvögel wurden bis zum Jahre 1942 regelmäßig geschossen. Von diesem Zeitpunkt an ebbte das ganze Vereinsleben infolge kriegsbedingter Maßnahmen immer mehr ab. Erst im Jahre 1946 wurden wieder die alten Bräuche aufgenommen.
Am 18. August 1962 wurde ein neuer Schießstand eingeweiht. Auf dem ehemaligen Kranz‘schen Fabrikgelände in der Oe, das in bereitwilliger Weise von den Eupener Kammgarnwerken zur Verfügung gestellt wurde, entstand ein ideales Schießgelände. Im Dezember 1962 jährte sich zum 250. Male der Tag an dem die Bergkapelle dem hl. Johannes Baptist geweiht wurde. An den schlichten Feierlichkeiten zum Gedenken dieses Tages nahm die Gesellschaft regen Anteil.
Im Jahre 2011 feierten die St. Johannes-Bürgerschützen ihr 200jähriges Bestehen gemeinsam mit den 50 Jahre jüngeren Josef-Schützen.

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Termine

03.06.-31.07.               Ausstellung "Das Lächeln des Christus" in der Bergkapelle

 

Sa. 15.06.  10.00 Uhr  Projekt HEIMArT am Zusammenfluss von Weser und Hill in der Unterstadt

 

So. 23.06.  17.00 Uhr  Konzert "Mit Voices in den Sommer" in der Bergkapelle

Sa. 29.06.  18.00 Uhr  Weiße Tafeln des Bergviertels an der Pferdetränke + an der Bergstraße

Sa. 13.07.  11.30 Uhr  Viertelsäuberung - Treffpunkt : AZ Ephata

Sa. 10.08.  11.30 Uhr  Viertelsäuberung - Treffpunkt : AZ Ephata

So. 11.08.  11.00 Uhr  Sagen wir Sonntag im Park Loten

Mi. 21.08.  19.00 Uhr  Kapellenkomitee + Viertelkomitee im AZ Ephata


Weiße Tafeln im Bergviertel

 

Am Samstag 29. Juni findet in Eupen die siebte Auflage der „Weißen Tafeln“ statt. Für das Bergviertel wird es gleich zwei weiße Tafeln geben, eine an der Pferdetränke und eine weitere an der Bergstraße.

Nach dem Erfolg der letzten Jahre organisieren wir auch in diesem Jahr wieder eine Weiße Tafel als Picknick zum Kennenlernen und zum Auffrischen unserer nachbarschaftlichen Beziehungen. Durch die weiße Kleidung demonstrieren wir Gemeinsamkeit und Miteinander. Das Essen muss jeder selbst mitbringen, doch Naschen von Nachbars Töpfchen ist erlaubt. Teller, Gläser und Besteck mitbringen!

 

Impressionen aus dem letzten Jahr :


Herzliche Einladung an alle!

Ausstellung „Das Lächeln des Christus“ in der Bergkapelle

 

Eine sehenswerte Ausstellung mit Werken von Künstlern aus der Region: Lena Bellenger, Johannes Wickert, André Paquet, Prof. Dr. Menges, Michael Grade und Prof. Dr. Boeminghaus.

Vernissage am 2. Juni um 18.00 Uhr. Musikalisch wird die Eröffnung begleitet von Thomas Rothkranz und Oliver Dussin, die ein eigens für diese Ausstellung zusammengestelltes Programm zur Aufführung bringen.

 

Für die meisten Menschen ist die Darstellung der Kreuzigung, der sterbende Mensch Jesus, eng mit Leid und Pein verbunden. An das Leidmotiv haben wir uns gewöhnt. Jedoch gibt es auch den Aspekt der Erlösung, die erst durch den Tod wahr werden kann und durch das Lächeln symbolisiert wird.

Diesem Lächeln, dem Erlösungsthema haben sich die Künstler der Bilder dieser Ausstellung gewidmet. Initiator der ursprünglichen Wanderausstellung, aus der mehrere Kunstwerke in der Bergkapelle gezeigt werden, ist Prof. Dr. Dieter Alexander Boeminghaus, der auch bei der Vernissage Gastredner sein wird.

Gezeigt werden unter anderem Kunstwerke von Lena Bellenger, Johannes Wickert, André Paquet, Prof. Dr. Menges, Michael Grade und Prof. Dr. Boeminghaus selbst.

Die Vernissage findet statt am Sonntag, dem 2. Juni um 18.00 Uhr. Die Ausstellung wird vom 3. Juni bis zum 31. Juli 2019 in der Eupener Bergkapelle zu sehen sein, wochentags sowie an Sonn- und Feiertagen von 9.00 bis 18.00 Uhr.


Ein neues Viertel im Eupener Bergviertel

 

Im Eupener Bergviertel wird in den kommenden Jahren ein neues Wohnviertel entstehen. Die Unternehmen „Pierre & Nature“ und Convents planen am Standort der ehemaligen französischsprachigen Schule 58 Wohneinheiten, die sich auf drei Gebäude verteilen werden. Die öffentliche Untersuchung ist mittlerweile abgeschlossen. Spätestens im Frühjahr 2020 sollen auf dem Gelände zwischen der Bergkapellstraße und dem Park Loten Bagger rollen. Die Fertigstellung der ersten Appartements ist zwei Jahre später vorgesehen.

Zusammen mit dem Bauunternehmen Convents und dem Lütticher Architekturbüro Altiplan widmet sich „Pierre & Nature“ seit einigen Jahren diesem Projekt. „Aufgrund der längeren Vorlaufzeit ist dieses nun völlig ausgereift“, freut sich Brice Rodheudt von „Pierre et Nature“ über die Pläne, die er nun vorstellen kann. 2014 hatte die Stadt Eupen einen Wettbewerb ausgeschrieben, bei dem die Idee der „Berggärten“ die Jury zu überzeugen wusste.

In den vergangenen Jahren wurde das Konzept unter Einbeziehung des Viertelkomitees des Bergviertels verfeinert, sodass es nun auf die Zielgerade einbiegt. „Sehr positiv für uns war, dass nahezu alle Anwohner das Projekt begrüßt haben. Der Austausch mit ihnen war zu jedem Zeitpunkt konstruktiv“, sagt der Immobilienentwickler.

Den Bürgern waren die Ideen vor zwei Jahren präsentiert worden. Dem Vernehmen nach beschäftigten sich die wenigen Einsprüche, die nun im Rahmen der Prozedur eingingen, nicht mit den Bauten an sich, sondern mit der Umfeldgestaltung im öffentlichen Bereich. Bei der jüngsten Immobilienmesse Ostbelgien (IMO) des GrenzEcho im Alten Schlachthof war die erste Phase des Projekts angeboten worden. „Kaufwillige können bereits ihr Interesse bekunden, der Kauf wird aber erst dann abgewickelt, wenn die Baugenehmigung vorliegt“, erläutert Rodheudt. Das sogenannte Gebäude A umfasst 23 Wohneinheiten und liegt direkt an der Bergkapellstraße. Hierfür muss neben der ehemaligen französischsprachigen Schule, die derzeit eher einer Bauruine gleicht, auch ein Haus dem Erdboden gleichgemacht werden. Die Abrissarbeiten können im bestmöglichen Fall im Herbst dieses Jahres anlaufen. Baubeginn wäre dann im Frühjahr 2020, die Übergabe der ersten Wohnungen ist dann zwei Jahre später vorgesehen. Diese haben ein, zwei oder drei Schlafzimmer und Flächen von 58 bis 140 Quadratmeter. „Diese Mixität war für uns wichtig, da somit sichergestellt ist, dass Eigentümer, die selbst dort wohnen, und Mieter sich mischen“, betont Brice Rodheudt. Im ersten Trakt haben acht Wohnungen ein Schlafzimmer, elf Einheiten sind mit zwei Schlafzimmern ausgestattet und vier Appartements sind mit drei Schlafzimmern vorgesehen.

Die Preistabelle startet bei 142.950 Euro zuzüglich der Kosten von rund 23 Prozent. „Wir gehen immer mit realistischen Preisen in den Markt, um später keine Preisnachlässe gewähren zu müssen“, so der Immobilienexperte. 74 Tiefgaragenplätze für Pkw sind vorgesehen, hinzu kommen Fahrradabstellplätze. Außerdem verfügt jede Wohnung über einen Keller. Der Eingang zu diesem unterirdischen Bereich verläuft über die Bergkapellstraße, links von der bisherigen Schulzufahrt, sowie über den Parkplatz Loten.

 

Größtes Projekt in der über 20-jährigen Firmengeschichte

Für „Pierre & Nature“ ist dieses Projekt mit 58 Wohneinheiten das größte in der über 20-jährigen Firmengeschichte. In Eupen kennt man das Unternehmen von den Projekten „Werthgärten“, „Marktgärten“, „Hertogenwaldgärten“ und „Stockemgärten“. Und auch auf dem Gebiet der Gemeinde Raeren war man bereits aktiv und wird man es erneut werden. Für die „Berggärten“ hat man mit Convents einen erfahrenen Partner mit ins Boot geholt. Als Promotor hat das Familienunternehmen in seiner 85-jährigen Geschichte bereits zahlreiche Projekte geplant und verwirklicht.

Bedarf in Eupen erkennt Brice Rodheudt nach wie vor, auch wenn mehrere Großprojekte in den Startlöchern stecken. „Ich sehe hier kaum Leerstand bei Neubauten. Bei uns sind alle Wohnungen verkauft“, zeigt sich der gebürtige Eupener von der Akzeptanz und dem wirtschaftlichen Erfolg der „Berggärten“ überzeugt. Gebaut wird in drei Etappen, die sich über einen Zeitraum von fünf Jahren erstrecken sollen. Der Beginn ist vorne an der Bergkapellstraße, sodass man nach der ersten Phase von der Straße aus nur noch einen eingeschränkten Blick auf die Baustelle hat.

Großer Trumpf ist für ihn in den Verkaufsgesprächen die Nähe zur Innenstadt, die Qualität des Baus und die Südwest-Ausrichtung. „Dank der zentralgelegenen Bergkapellstraße ermöglicht die Residenz den direkten Zugang zu allen städtischen Einrichtungen. Die Nähe zu zahlreichen Fußgängerwegen begünstigt den Langsamverkehr und die umweltschonende Mobilität. Somit können alle wichtigen Besorgungen auch zu Fuß getätigt werden“, hebt der Promotor in seiner Broschüre hervor.

Die Wohnungen im Erdgeschoss verfügen über eine Grünfläche, auf den Etagen haben die Appartements Balkone sowie auf der obersten Ebene Dachterrassen mit einem tollen Blick dank der Hanglage. Diese Penthouse-Wohnungen gehören sicherlich zu den „Filetstücken“ und haben ihren dementsprechenden Preis. Die Wohneinheiten mit drei Schlafzimmern sind ab 229.950 Euro zuzüglich der Kosten veranschlagt.

Die Gebäude werden mit einem weißen Ziegelstein errichtet. „Dieser altert besser als Fassadenputz“ und ist in unserer Region noch unbekannt“, erklärt Rodheudt und zählt Vorzüge auf, mit denen man die Kaufinteressenten überzeugen möchte: Energiestandard A, Anschluss an eine Regenwasserzisterne für die WC-Spülung, Wärmerückgewinnung bei Be- und Entlüftung, verstärkte Wärme- und Schallisolierung usw. Hinter dem Gebäude B mit seinen 26 Wohneinheiten wird außerdem ein großer Garten entstehen.

Alle Wohnungen sind direkt von außen über Gänge zu erreichen, was helfe, Kosten und Arbeit im Unterhalt zu sparen. Auch der Aufzug verläuft außenliegend, was dessen Geräuschkulisse im Innenbereich minimalisiert. Alle Wohnungen haben eine Vorder- und eine Rückfassade. „Dadurch haben alle eine tolle Aussicht über 360 Grad“, schwärmt Rodheudt.

Vorgesehen ist auch ein öffentlicher Fußweg, der die Bergkapellstraße mit dem Park Loten verbindet. Dieser wird später der Stadt übertragen werden und das Bergviertel näher an die Innenstadt heranbringen. Die Stadt wird ihrerseits parallel hierzu die Fußwege zur Neustraße hin aufwerten.


Vom 01.07. bis 31.08. heißt es wieder Atemholen für die Seele in der Eupener Bergkapelle.

 

Dazu ein Artikel der Aachener Kirchenzeitung aus dem Jahr 2017 :


N-Power Projekt

Hilfe zur Selbsthilfe für Eupener Bergviertel

Das Eupener Bergviertel soll weiter dynamisiert werden und erhält dafür personelle Unterstützung. Für die Dauer von drei Jahren wird in der städtischen Verwaltung eine Halbtagsstelle geschaffen, die die Prozesse begleiten und damit auch vorantreiben soll.

Im Rahmen der jüngsten Stadtratssitzung wurde der Kooperationsvertrag zur Teilnahme an dem Interreg-Projekt N-Power (Neighbourhood-Empowerment) einstimmig genehmigt. Wie die Erste Schöffin Claudia Niessen (Ecolo) erläuterte, zielt das durch die Universität Lüttich geleitete Projekt auf die gemeinschaftliche Entwicklung neuer Konzepte für die Nachbarschaftspolitik mit Verwaltung, Politik und Bevölkerung und auf den Aufbau neuer Finanzierungswege für Nachbarschaftsprojekte ab. „Hier geht es beispielsweise darum, die Möglichkeiten aufzuzeigen, dass finanzielle Mittel nicht nur bei der öffentlichen Hand, sondern auch durch Sponsoring oder Crowdfunding aufgetrieben werden können“, präzisierte Niessen im Gespräch mit dem GrenzEcho. Neben Eupen sind Lüttich, Seraing, Genk, Verviers, Aachen und Heerlen mit konkreten Pilotprojekten vor Ort an Bord. Für das Bergviertel ist eine Neugestaltung des Parks Loten unter Einbindung der Nachbarschaft ins Auge gefasst: „Ob dieses Projekt schlussendlich auch verwirklicht wird, werden die Diskussionen zeigen müssen“, betont die Erste Schöffin den ergebnisoffenen Ausgang.

Mit dem SUN-Projekt hat man in der Unterstadt bereits positive Erfahrungen sammeln können.

Für die Dauer von drei Jahren wird – voraussichtlich ab Sommer – eine Person halbtags in der städtischen Verwaltung den Prozess begleiten. Das Gesamtbudget der Stadt Eupen beläuft sich auf 360.000 Euro. Aber: 50 Prozent trägt der Europäische Fonds für Regionale Entwicklung, 40 Prozent die Wallonische Region, sodass insgesamt „nur“ 42.000 Euro die Stadtkasse belasten.

Mit dem SUN-Projekt hat man in der Unterstadt bereits durch die entstandene Vierteldynamik positive Erfahrungen sammeln können. Dieses hat Maßstäbe für weitere Projekte dieser Art gesetzt. Die Heterogenität mit seinen 50 verschiedenen Nationen stellt im Bergviertel eine große Herausforderung dar. „Es geht bei diesem Projekt um die nachbarschaftlichen Beziehungen, aber auch darum, die Politik und die Verwaltung mit dem Bürger in einen Dialog zu bringen“, so Niessen.

2012 hatte die Bergkapelle ihr 300-jähriges Bestehen gefeiert. Aus diesem Anlass hatte sich ein Komitee gebildet, das auch über dieses Jubiläum hinaus aktiv war. „Ehre gilt der Stadtverwaltung für die jahrelange Mitarbeit der Entwicklung des neuen N-Power-Projekts, das seit 2014 eine Menge Energie und Geduld gefordert hat, um endlich in einen Kooperationsvertrag einfließen zu können“, sagte Ecolo-Mandatar Achim Nahl vor der Abstimmung am Dienstag und zeigte sich ausgesprochen zufrieden: „Es besteht die Aussicht, durch das Projekt das Bestehende weiter zu entwickeln und auf eine breite Basis zu stellen.“ Das Bergviertelkomitee arbeite seit Jahren in Eigenregie daran, den Kontakt und den Zusammenhalt im Viertel zu fördern. Erste Initiativen waren Viertelcafés, das Sprachencafé, das Anlegen und die Pfege der öffentlichen Hochbeete, ein Filmprojekt, die Sauberhaltung des Viertels, … „Das alles in enger Verbindung mit dem Animationszentrum Ephata, dem Bergekapellenkomitee und der Kirchenfabrik und in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und dem Bauhof“, so Nahl, der dabei auch eine Erfahrung gemacht hat: „Trotz aller Aufrufe und Kontakte verbleibt die Arbeit in den Händen einiger weniger Ehrenamtlicher. Die Erfahrung zeigt aber auch: Sobald eine außenstehende Moderation hinzukommt, nimmt die Zahl der interessierten Teilnehmer kräftig zu. Externe Moderatoren haben eine größere Anziehungskraft und ‚Autorität‘, und sie haben die Mittel, um die Anliegen der Anwohner professionell aufzuarbeiten und darzustellen.“ Kommunikation und Mobilisierung mache man nicht nebenbei. Hier müsse ein Hauptverantwortlicher am Ball bleiben, besonders, wenn in einem Viertel so viele verschiedene Nationalitäten leben, die es auf unterschiedliche Weisen zu erreichen gilt, so Nahl. (Quelle: Grenz-Echo)


Das Animationszentrum Ephata liegt im Eupener Bergviertel. Dieses Viertel ist geprägt von einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund (rund 45 %) und hat (nach dem eigentlichen Stadtzentrum) den größten Prozentsatz an über 60jährigen in der Gemeinde Eupen.

Das Bergviertel umfasst traditionell Bergkapellstraße, Bergstraße (bis Loten), Brabantstraße, Burgundstraße, Edelstraße, Haasberg, Habsburgerweg, Hisselsgasse (unterstädter Seite ab Ibern), Judenstraße, Maria-Theresia-Straße, Panorama und Schorberg. Hinzu kommen noch als Einzugsgebiet des Animationszentrums Ephata Neustraße, Olengraben und Rotenberg (bis Loten).

 

Das Viertelkomitee setzt sich zusammen aus Anwohnern des Bergviertels, Vertretern des Animationszentrums Ephata sowie weiterer Organisationen und Vereine aus dem Viertel. Bei den regelmäßigen Treffen werden Aktivitäten zur Viertelgestaltung und zur Förderung des Zusammenlebens und des sozialen Zusammenhalts geplant. Auch werden alle Entscheidungen bzgl. Verkehrsführung, Bauprojekten und Maßnahmen zur Belebung des Viertels in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Behörden besprochen.

Vierteljährlich erscheint die Bergviertelnews, die kostenlos in alle Haushalte des Viertels verteilt wird. Die neueste Ausgabe finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Für die älteren Anwohner im Viertel wird in zweimonatlichen Abständen ein Viertelcafé angeboten, bei dem es auch Informationen über die jeweils anstehenden Veranstaltungen und die Planungen im Viertel und in der Bergkapelle gibt.

An jedem zweiten Samstag im Monat findet ab 11.30 Uhr eine Viertelsäuberungsaktion statt, bei der Straßen, Grünflächen und Parks von Abfällen und Unrat befreit werden.

Einmal im Jahr wird ein Viertelfest organisiert, bei dem sich alle Anwohner einbringen, einander begegnen und in Kontakt kommen können.

Daneben gibt es ein Kapellenkomitee, welches sich um die Belange der Bergkapelle kümmert und versucht, diese als Veranstaltungs- und Begegnungsraum, aber auch als Gebets- und Gottesdienstraum zu beleben.

Projekte

Atemholen für die Seele – tägliches Angebot in der Bergkapelle

Während den Sommermonaten Juli und August lädt das Kapellenkomitee der Eupener Bergkapelle täglich zu Zeiten des Innehaltens und des Gebetes in der offenen Kapelle ein.

Die Ferienmonate sind geradezu wie geschaffen, um sich in der Alltagshektik Auszeiten zu gönnen. Zu Hause in den vertrauten vier Wänden, mit der Erinnerung an die Pflichten des Haushalts, von Beruf oder Familie, fällt dies oft schwer. Die Eupener Bergkapelle lädt deshalb vom 1. Juli bis zum 31. August dreimal täglich zu einigen Augenblicken der Ruhe, der Meditation und des Gebetes ein. Jeweils um 12.00, um 17.00 und um 19.00 Uhr gibt es die Gelegenheit, alleine oder gemeinsam mit anderen zu beten, meditativer Musik zu lauschen, besinnliche Texte zu lesen, am Maria-Hilf-Altar eine Kerze zu entzünden oder ein Gebetsanliegen schriftlich zu formulieren.

Begegnungsraum + Sprachencafé mit Kinderbetreuung im Rahmen des Projekts 'Hallo Nachbar'

Im September 2016 wurde das Projekt Hallo Nachbar gestartet. In unserem Viertel wohnen seit Jahren viele Zuwanderer. Ein gutes Miteinander ist nur über die Sprache möglich. Seit Ende Januar 2017 steht im AZ Ephata ein Begegnungsraum zur Verfügung, in dem montags und freitags ab 16.00 Uhr alteingesessene Eupener und Zugezogene zusammenkommen können, um miteinander zu sprechen, um einander besser kennen zu lernen und für manche die Sprachkenntnisse zu verbessern; aber vielleicht entstehen daraus auch gemeinsame Interessen, wie Stricken oder Schach spielen, ein interkulturelles Kochatelier oder ein kleiner Sprachkurs ‚Deutsch als Zweitsprache‘… Damit auch Mütter mit Kleinkindern teilnehmen können, gibt es eine kostenlose Kinderbetreuung.

Festschrift:

Anlässlich des 300jährigen Bestehens der Bergkapelle wurde unter Federführung von Dr. Alfred Minke die Festschrift "Die Kapelle St. Johannes der Täufer auf dem Berge in Eupen" gestaltet und veröffentlicht.

Auf 60 Seiten mit 17 Abbildungen wird über Bau und Entwicklung der Bergkapelle berichtet, bei einem Gang um und durch die Kapelle schweift der Blick auf die stummen Zeugen der Geschichte und bringt diese zum Reden, bis hin zu den Zukunftsträumen der heutigen Generation. Der Autor vergisst aber auch die Menschen und ihr Wirken in der Kapelle und im Bergviertel nicht, und listet Seelsorger, Küster und Organisten auf. Schließlich bietet die Schrift ein interessantes Quellen- und Literaturverzeichnis sowie ein wertvolles Glossar.

Die Festschrift kann zum Preis von 10,- € im Animationszentrum Ephata erworben werden. Der Gesamterlös aus dem Verkauf kommt dem Unterhalt der Kapelle zugute.

Hochbeete:

In Zusammenarbeit mit Viertelkomitee, Animationszentrum Ephata, Patro Mädchen St. Raphael, der Stadt Eupen und dem Sozialbetrieb Work & Job wurden 2015 drei Hochbeete an der Bergkapellstraße angelegt, die von den Kindern und Jugendlichen der Patro, der Aufgabenschule und des Ferienspaß sowie von den Anwohnern bepflanzt, gepflegt und unterhalten wurden. Zier- und Nutzpflanzen, Gemüse und Blumen verschönern seitdem das Viertel und sorgen für Zusammenarbeit und Begegnung zwischen unterschiedlichen Generationen und Kulturen.

Mosaik-Bank + Tipis:

Im Rahmen des Projekts APE (Aktiv Partizipieren in der Euregio) wurden für das Bergviertel verschiedene Sitz- und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen: eine Mosaik-Bank lädt im Park Loten zum Verweilen ein und gewährt einen Rundblick über die Eupener Oberstadt bis hin zur St. Nikolaus Pfarrkirche. Daneben wurden zwei Tipis geschaffen, die am Streetballplatz im Park sowie auf der Grünfläche im Angesicht der Bergkapelle einen Ruheort bieten, der immer wieder auch von kleinen Gruppen als trockener Sitzuntergrund genutzt wird.

Street-Workout:

In den 70er Jahren kamen auch hierzulande die sogenannten Trimm-dich-Pfade in Mode – Anno 2018 spricht man lieber von Bewegungsparcours oder auf Neudeutsch Street-Workout-Park. Während man früher beim Anlegen solcher Module auf Ruhe und Beschaulichkeit in Waldnähe setzte, ist heutzutage ein gute Erreichbarkeit zu Fuß, also innerhalb der Stadt, gefragt. Im Park Loten wurde eine Anlage mit 6 Geräten geschaffen, die von allen Altersstufen und Fitnesstypen genutzt werden kann. Anschauliche Tafeln erklären die einzelnen Geräte und möglichen Übungen, je nach Leistungsniveau.

Viertelgarten:

Du hast keinen eigenen Garten, aber Lust, eigenes Gemüse anzubauen und dich mit anderen beim Gärtnern auszutauschen? Dann besteht noch die Chance eine der beiden freien Parzellen des Viertelgarten zu pachten (Kosten: 30 € pro Jahr). Kontakt : 087/59.58.19.

Für max. 16 Gartenfreunde wurde im Park Loten ein Areal geschaffen, auf dem Kartoffel, Gemüse, Kräuter und auch Blumen angepflanzt werden können. Die Stadt Eupen stellt Wasser und Gartenwerkzeuge zur gemeinsamen Nutzung zur Verfügung.

Viertelkompost:

Das Projekt „Viertelkompost“ richtet sich an Anwohner, die selbst keinen Kompost in ihrem Garten haben, aber trotzdem ihre Küchenabfälle kompostieren möchten. Dadurch können sie Geld bei der Entsorgung von Restmüll sparen und das Gesamtgewicht ihrer Müllsäcke um rund 30 Prozent reduzieren. Dieses Viertelprojekt basiert auf der Einbindung der Anwohner, die den fertigen Kompost auch nutzen dürfen. Die Teilnahme ist kostenlos. Alle Interessierten aus dem Viertel sind eingeladen, sich zur Teilnahme einzuschreiben. Infos: bei BISA unter der Nummer 087/76 58 50...

 

Viertelcafé:

 Die Anregung zu dieser Initiative kam beim Viertelfest im Rahmen der 300-Jahrfeiern der Kapelle; vielfach äußerten vor allem alteingesessene Anwohner den Wunsch, sich regelmäßig in geselliger Runde zu treffen. Das Viertelkomitee griff diese Anfrage auf und versucht nun in Zusammenarbeit mit dem Animationszentrum Ephata in regelmäßigen Abständen einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen, mit Geschichten und Anekdoten aus dem Eupener Bergviertel zu organisieren. Bei diesen Treffen gibt es auch Informationen über die jeweils anstehenden Veranstaltungen und die Planungen im Viertel und in der Bergkapelle.

Termine im Jahreslauf : Mittwoch vor Karneval, Mittwoch nach Ostern, Dreifaltigkeitsfest (Frühstück), letzter Mittwoch im August, Mittwoch vor den Allerheiligenferien, 2. Advent (Frühstück)


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