Geschichte(n) aus dem Bergviertel

54. Rückblick auf die Jubiläumsfeiern zum 300jährigen Bestehen der Bergkapelle

Kaum zu glauben, dass es schon wieder fünf Jahre her ist, seit die 300-Jahr-Feiern der Bergkapelle begonnen haben. Wir erinnern an dieser Stelle noch einmal an diese Feierlichkeiten Ende 2012 mit der Veröffentlichung der damals aus diesem Anlass im Grenz-Echo erschienen Artikel-Reihe.

weitere Geschichte(n) aus dem Bergviertel finden sie im Archiv...


Termine

Di. 19.12.  19.00 Uhr  Mahlfeier der Firmlinge in der Bergkapelle

Mi. 20.12.  18.00 Uhr  Aufbau Krippe in der Bergkapelle

Fr. 29.11.  17.00 Uhr  Wort-Gottes-Feier zum Jahresende in der Bergkapelle


Viertelgarten im Eupener Park Loten geplant

Zurück zur Natur – ein Weg, den immer mehr Menschen einschlagen möchten. Dabei fehlt so manchem Städter die geeignete Grünfläche, auf der er sein eigenes Gemüse ziehen könnte. Und da will man in Eupen jetzt ansetzen. Im Park Loten soll der erste Viertelgarten der Stadt entstehen.

„Wir haben immer mal wieder Anfragen von Leuten erhalten, die gerne gärtnern möchten, aber nicht die eigenen Möglichkeiten dazu haben“, schildert Schöffin Claudia Niessen (Ecolo) die Ausgangslage. Erste Gehversuche in diese Richtung wurden bereits mit einem Projekt im Park Klinkeshöfchen unternommen, wo interessierte Bürger in diesem und im vergangenen Jahr einen Gemeinschaftsgarten bewirtschaften konnten. „Da mancher Gartenfreund aber lieber seine eigene kleine Parzelle unterhalten möchte, haben wir uns jetzt noch etwas anderes ausgedacht“, verrät die Schöffin.

 

Rund 400 Quadratmeter sollen in einer ersten Phase als Gartenfläche genutzt werden.

Neben der Initiative im Klinkeshöfchen soll nun ab dem kommenden Jahr ein weiteres Projekt angestoßen werden. „Es läuft auf eine Art Viertelgarten hinaus“, erklärt Alexandra Hilgers, Eupens Umweltberaterin. Unter dem Titel „Essbare Stadt“ will man im Park Loten ein rund 400 Quadratmeter großes Areal zum Gemüsegarten umfunktionieren.

Der Standort Loten wurde nach Angaben der Verantwortlichen bewusst gewählt. „Weil wir dort über die nötige freie Fläche verfügen, aber vor allem auch, weil in diesem Viertel viele Wohnungen keinen eigenen Garten haben“, betont Alexandra Hilgers. Ein Schrebergarten in einem Außenbezirk sei deshalb keine vernünftige Option gewesen, „da die Leute sich sonst ins Auto setzen müssten, um ihr Gemüsebeet zu erreichen“. Deshalb, so die Grundidee, sollte alles schon recht wohnungsnah angelegt sein, damit sich die Nutzer auch zwischendurch mal schnell ein paar Küchenkräuter holen können. Zudem liege das Areal von der Anbindung an Bergstraße, Neustraße und Bergkapellstraße her ziemlich günstig. „Für den Park Loten, der bislang eher als Rückseite von vielen Häusern wahrgenommen wird, bringt das eine Aufwertung mit sich. Solch ein Projekt kann ihm mehr Struktur geben und zusätzliche Identität stiften“, ist Claudia Niessen überzeugt.

Bis zum Start des Projektes muss indes noch einige Vorarbeit geleistet werden. Wie der Gemüsegarten eingerichtet und gestaltet wird, sollen Gespräche mit Experten und interessierten Bürgern ergeben. Denn anders als im Klinkeshöfchen soll in den Loten nicht einfach nur der Rasen abgetragen und dann gepflanzt werden. Den Stadtverantwortlichen schwebt eine Anlage im Stil eines klassischen Bauerngartens vor, der an seinen Außengrenzen eingefasst, in Viertel unterteilt und mit einer zentralen Gemeinschaftstreffpunkt mit Tisch und Sitzmöglichkeiten ausgestattet wird.

„Aber natürlich müssen wir jetzt zunächst mal abwarten, wie groß das Interesse ist“, betont die städtische Umweltberaterin. Erst dann will man schauen, in welcher Größe die einzelnen Parzellen abgesteckt werden. „Das Ganze dürfte aber ungefähr Platz für etwa 16 Teilnehmer bieten“, blickt sie voraus. Stößt das Projekt auf große Nachfrage, ist es in Zukunft durchaus möglich, die zu bewirtschaftende Fläche zu vergrößern.

 

Die Stadt erhält Unterstützung vonseiten der Region. Nutzer müssen sich nur an Wasserkosten beteiligen.

Derweil soll die Nutzung des Viertelgartens kostenlos ausfallen. Lediglich für die entstehenden Wasserkosten müsste ein kleiner Betrag gezahlt werden. Die für das Gärtnern unverzichtbaren Geräte will indes die Stadt stellen. „Das Material soll gemeinschaftlich genutzt werden, die Parzellen gehören aber den jeweiligen Personen“, fasst Claudia Niessen zusammen.

Die Finanzierung des Projektes ist bereits gesichert. 20.000 Euro der geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 28.000 Euro übernimmt die Wallonische Region. Dabei ist in diesem Posten schon eine weitere Initiative enthalten – diese trägt den Namen „Essbarer Wald“. „Wir wollen einen kleinen innerstädtischen Wald schaffen – mit Nüssen, Beeren und Früchten“, verrät Alexandra Hilgers. Dieser soll dann im Ostpark entstehen. Und auch da gilt: Platz für solch ein Vorhaben ist ausreichend vorhanden.Wer Interesse an dem Projekt „Essbare Stadt“ hat, kann die städtische Umweltberaterin Alexandra Hilgers kontaktieren: Tel.: 087/595814; E-Mail: alexandra.hilgers@eupen.be.



Begegnungsraum im Rahmen des Projekts 'Hallo Nachbar'

 

Liebe Anwohner des Bergviertels,

wie schon in der Bergviertel-News 12 angekündigt haben wir Ende Januar unser Projekt Hallo Nachbar gestartet. In unserem Viertel wohnen seit Jahren viele Zuwanderer. Ein gutes Miteinander ist nur über die Sprache möglich. Da können wir alle helfen!!!

Seit Ende Januar 2017 steht im AZ Ephata ein Begegnungsraum zu unserer Verfügung, in dem ein bis zweimal pro Woche alteingesessene Eupener und Zugezogene zusammenkommen können, um miteinander zu sprechen, um einander besser kennen zu lernen und für manche die Sprachkenntnisse zu verbessern; aber vielleicht entstehen daraus auch gemeinsame Interessen, wie Stricken oder Schach spielen, ein interkulturelles Kochatelier oder ein kleiner Sprachkurs ‚Deutsch als Zweitsprache‘…

Der Begegnungsraum ist ab dem 1. September wieder wochentags täglich von 15.00 bis 19.00 Uhr geöffnet. Die Erzählcafés oder Sprachkurse finden ab dem 8. September wieder montags und freitags von 16.00 – 18.00 Uhr statt. Sie sind ein Ort zum Austauschen, Spielen und Basteln, Kochen und Essen, Singen und Lachen…

 

Was braucht man dazu?

  • Nur Bereitschaft ein oder zweimal pro Woche etwas Zeit und Offenheit zu investieren.
  • Keine Ausbildung.

Wer bereit ist mitzumachen oder wer nähere Auskünfte haben möchte, kann sich im AZ Ephata telefonisch melden/kundig machen: Tel.: 087/56.15.10



Weiße Tafel des Bergviertels an der Pferdetränke

 

An mehr als 30 Standorten auf dem Gebiet der Gemeinde Eupen versammelten sich am Samstag dem 24. Juni Nachbarschaftsinitiativen und Straßengruppen zur sogenannten Weißen Tafel.

Auch das Bergviertel hatte zu einer solchen offenen Tafel eingeladen, zu der sich im Laufe des Abends immer wieder Gäste hinzu gesellten. Alle Straßen, die an der Pferdetränke zusammenstoßen, waren vertreten: Rotenberg, Neustraße, Bergkapellstraße und Olengraben. Noch bunter war die Zusammensetzung wenn man die Herkunft der Teilnehmer betrachtet: aus Angola, Berlin und Syrien kamen die Gäste.

Jeder hatte dazu auch Spezialitäten aus seiner Heimat mitgebracht, dabei durften selbst belgische Fritten nicht fehlen!


Machbarschaften! – Aktiv in unserem Viertel

unter diesem Motto organisiert der Bürgerbeirat für nachhaltige Entwicklung in Kooperation mit den Viertel- und Dorfinitiativen in Eupen und Kettenis eine kleine Veranstaltungsreihe, die in loser Folge die verschiedenen Nachbarschaftsinitiativen besucht.

 

Am Mittwoch, dem 17. Mai durfte das Bergviertel Gastgeber sein und sein Viertel vorstellen. Bei herrlichem Sommerwetter wurde mit einem Spaziergang durch das Viertel gestartet. An frisch bepflanzten Hochbeeten vorbei ging es zum Gelände der ehemaligen Schule für französischsprachige Kinder, wo die Teilnehmer erfahren durften, dass dort demnächst ein großes Bauprojekt zur Erschließung des Geländes starten soll, welches mit 50-60 Wohneinheiten für eine stärkere Durchmischung der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen im Bergviertel sorgen soll. Die Pferdetränke, das Gebetshaus der muslimischen ACESE-Gemeinde, der Park Loten und die 'Begegnungszone' rund um das Pferd an der Bergkapelle waren die weiteren Stationen, wobei es unterwegs immer wieder kritische aber auch konstruktive Anmerkungen gab: "Für Kinder und Jugendliche müsste es mehr Angebote geben, damit sie nicht auf dumme Gedanken kommen", 'Die Moorenhöhe als touristisches Aushängeschild und Aussichtsplatform für die Stadt Eupen müsste besser gepflegt und mit einer erklärenden Panorama-Beschilderung versehen werden". Im Animationszentrum Ephata wurden einige Projekte des Viertelkomitees mittels einer kleinen Ausstellung, anhand des Trailers zum Filmprojekt über das Bergviertel sowie durch Präsentationen von Studien, Anwohnerversammlungen und Partizipations-Projekte mit Kindern und Jugendlichen vorgestellt, bevor es beim Austausch in Untergruppen daran ging, sich Gedanken zur Viertelarbeit im Allgemeinen und zu den Schwerpunkten und Herausforderungen für die Arbeit in den vertretenen Eupener Vierteln zu machen.

 

Die Veranstaltungsreihe Machbarschaften wird fortgesetzt. Nächste Station wird die Eupener Unterstadt sein, wo dann der Bürgerverein 'Die Unterstadt - Ein starkes Viertel' in die Gastgeberrolle schlüpfen wird.

 

Hintergrund

Zentrale Anliegen der Veranstaltungsreihe 'Machbarschaften' sind,

· Nachbarschaftsprojekte in all ihrer Vielfalt und in ihren unterschiedlichen Formen für die breite Öffentlichkeit sichtbar zu machen;

· den Mehrwert aufzuzeigen, der durch das konkrete Bürgerengagement in Eupen geschaffen wird;

· Hindernisse sich zu engagieren zu benennen und mögliche Lösungswege zu suchen;

· den Bedarf für Unterstützung zu ermitteln und bestehende Möglichkeiten der Unterstützung aufzuzeigen;

· den Austausch zu fördern zwischen bestehenden Initiativen untereinander, mit Verwaltung und Politik, mit der interessierten Öffentlichkeit.

 Die Veranstaltungsreihe richtet sich an alle, die das Leben in ihrem Viertel aktiv mitgestalten und bereichern möchten, an alle, die schon in Initiativen aktiv sind, die sich einer Initiative eventuell anschließen möchten oder eine neue Initiative ins Leben rufen möchten, ebenso wie an Vertreter der Politik und Verwaltung.

Die Veranstaltungsreihe „Machbarschaften!“ wird unterstützt durch die Stadt Eupen.


Pflanzaktion Frühjahr 2017

 

Am Samstag, dem 13. Mai war es wieder einmal soweit! Mit vereinten Kräften wurden im Bergviertel einige Farbtupfer gesetzt. Die Ziersträucher an den Grasinseln der 'Begegnungszone' rund um das Pferd wurden  erneuert, die die Lücken in den bestehenden Anpflanzungsstreifen auf  an der Bergkapelle schließen sollen.

Daneben wurden die Hochbeete mit Gemüse, Kräutern und Zierpflanzen bestückt, damit bald schon die ersten Früchte des Erdreiches für alle Anwohner sichtbar und verwertbar werden. Bis es soweit ist, werden die Kinder der Aufgabenschule Ephata, der Patro St. Raphael und des Ferienspaß versuchen, die Pflanzen regelmäßig zu bewässern und unter Anleitung der Anwohner auch sonst alle nötigen Arbeiten übernehmen.


Dreharbeiten im Bergviertel

 

Im Rahmen des Projekts „Hallo Nachbar“ entsteht derzeit ein Film über das Bergviertel. Gemeinsam mit Jugendlichen aus dem Viertel bzw. aus dem AZ Ephata wurde in den Osterferien mit den Planungen und Dreharbeiten begonnen. Die Jugendlichen konnten sich als Kameraleute, Tontechniker, Beleuchter, Reporter, Regisseure oder Redakteure betätigen. Mehrere Anwohner standen den Teilnehmern Rede und Antwort. Und auch die Nummer 1 der KAS Eupen, Torwart Hendrik Van Crombrugge, stand für ein Interview bereit. Im Studio wird in den kommenden Wochen ein erster Trailer angefertigt, der eine erste Vorstellung von diesem Projekt geben soll. Im Sommer wurden die Dreharbeiten fortgesetzt. Am 24. und 25. August wird das Material geschnitten. Der fertige Film wird dann im Herbst zu bewundern sein.


Bergviertel beteiligte sich am 'Frühjahrsputz' in Eupen

 

In Eupen fand dieses Jahr zum fünften Mal ein Frühjahrsputz statt. Bürger und Bürgerinnen, sowie Vereine und Schulen konnten mitmachen und ihr Viertel oder bevorzugte Wanderwege von Müll befreien. Zum ersten Mal fand die Eupener Aktion in diesem Jahr am wallonieweiten Aktionstag statt.

Im Bergviertel wurden insgesamt 6 Säcke mit Müll gesammelt. Wenn auch die Zahl der freiwilligen Helfer durchaus noch ausbaufähig wäre, zog man dennoch ein postives Fazit: im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren hatte man den Eindruck, dass die regelmäßige Säuberung des Viertels im Wechsel zwischen den städtischen Mitarbeitern und den monatlichen Viertelsäuberungen erste Früchte trägt und das Viertel deutlich sauberer geworden ist.


Prinzenbesuch im 'Regierungsviertel'

 

Beim Viertelcafé am Tag vor dem Altweiberdonnerstag durften das Animationszentrum Ephata und das Bergviertel hohen Besuch Willkommen heißen: S.T. Prinz Andreas II stattete uns mit seinem Gefolge einen Besuch ab. Die Freude war groß, zumal Page Stephanie auf der Judenstraße wohnt und die KG Berger Block, die ihren Ursprung in unserem Viertel hat in diesem Jahr den Prinz stellt. Bis Aschermittwoch wird das Bergviertel laut 'närrischen Paragraphen' zum Regierungsviertel. Neben dem Prinzen sorgten die Senioren-Singgemeinschaft, Erich Krafft und Hans Wertz für echte karnevalistische Stimmung, wie man sie seit jeher im Bergviertel kennt. Auf dem Foto oben links erkennt man neben dem aktuellen Prinzen zwei seiner Vorgänger, die als Besucher zum Viertelcafé gekommen waren: ganz rechts Hans Wertz (1981), ganz links Ludwig Dohm (1975).

 

Weitere gesellige Termine zum Vormerken:

Mittwoch, 30. August um 14.30 Uhr : Sommer-Viertelcafé im Haus Ephata


Kreisverkehr könnte bald Geschichte sein

(Quelle: Grenz-Echo)

Der unbeliebte Kreisverkehr an der Kreuzung Bergstraße/Judenstraße in Eupen könnte bald der Vergangenheit angehören. Es gibt konkrete Überlegungen, die Kreuzung anders zu gestalten.

Als der Kreisverkehr an dieser Kreuzung durch eine entsprechende Markierung auf der Fahrbahndecke eingerichtet wurde, trauten die Eupener Verkehrsteilnehmer ihren Augen nicht. Warum sich die Stadtverantwortlichen dazu entschlossen hatten, auf dieser extrem kleinen Fläche einen Kreisverkehr anzulegen, konnten viele Autofahrer nicht nachvollziehen. In der Praxis erwies sich die Einhaltung der Kreisverkehr-Regel in der Tat als schwierig. Eigentlich sollte der Kreisverkehr die Kreuzung sicherer machen, doch dieses Ziel wurde offenbar nicht erreicht. „Vor fünf Monaten wurde in der Arbeitsgruppe Mobilität die Entfernung des Kreisverkehrs angeregt, da er die dortige Verkehrssituation laut einhelliger Auffassung der Arbeitsgruppe nicht entschärft, sondern vielmehr gefährlicher gemacht hat“, so Thomas Lennertz, CSP-Mandatar im Eupener Stadtrat. Seitdem habe sich in dieser Sache nichts mehr getan. Deshalb hakte Lennertz am Dienstagabend bei der Stadtratssitzung bei Mobilitätsschöffe Arthur Genten (Ecolo) nach. Dieser hatte gute Nachrichten, denn Neuigkeiten in dieser Angelegenheit soll es schon bald geben. Beim nächsten Treffen der AG Mobilität am 14. März will Arthur Genten den Mitgliedern verschiedene Vorschläge vorstellen. „Zurzeit arbeitet der Technische Dienst Ideen aus, wie diese Kreuzung sicherer gemacht werden kann.“

Ganz gestorben ist der Kreisverkehr aber noch nicht. „Man könnte ins Auge fassen, einen leicht erhöhten Kreisverkehr dort anzulegen, um die Autofahrer wirklich dazu zu bringen, den Kreis auszufahren“, erklärt Arthur Genten gegenüber dem GrenzEcho. Ein entsprechendes Verkehrsschild könnte diese Variante begleiten. Der Ecolo-Schöffe zieht dieser Idee allerdings eine andere vor. „Ich tendiere eher dazu, die Autofahrer durch eine bauliche Maßnahme dazu zu bringen, ihre Geschwindigkeit zu reduzieren.“ Wie genau die bauliche Maßnahme aussehen wird, muss noch entschieden werden. Genten sieht die Brenzlichkeit der Kreuzung vor allem darin, dass die Autofahrer, die aus der Judenstraße kommen und Richtung Bergkapellstraße fahren, zu schnell unterwegs sind.

Für die Autofahrer, die aus der Bergstraße kommen sei dies problematisch – selbst wenn man dort eine Rechtsvorfahrt einrichten würde. „Machen wir uns nichts vor, es fällt schwer, die dort vorgeschriebenen 30 Stundenkilometer einzuhalten. Die Straße ist gerade und geht leicht bergab“, bleibt Genten realistisch.

Außerdem gehe es ihm in erster Linie darum, die schwachen Verkehrsteilnehmer, also Fußgänger und Fahrradfahrer, zu schützen. „Der Bürgersteig ist an der Ecke Bergstraße/Judenstraße sehr schmal. Das können wir nicht ändern, aber die Sicherheit der Fußgänger muss gewährleistet werden“, so Genten.




Das Animationszentrum Ephata liegt im Eupener Bergviertel. Dieses Viertel ist geprägt von einem hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund (rund 45 %) und hat (nach dem eigentlichen Stadtzentrum) den größten Prozentsatz an über 60jährigen in der Gemeinde Eupen.

Das Bergviertel umfasst traditionell Bergkapellstraße, Bergstraße (bis Loten), Brabantstraße, Burgundstraße, Edelstraße, Haasberg, Habsburgerweg, Hisselsgasse (unterstädter Seite ab Ibern), Judenstraße, Maria-Theresia-Straße, Panorama und Schorberg. Hinzu kommen noch als Einzugsgebiet des Animationszentrums Ephata Neustraße, Olengraben und Rotenberg (bis Loten).

 

Das Viertelkomitee setzt sich zusammen aus Anwohnern des Bergviertels, Vertretern des Animationszentrums Ephata sowie weiterer Organisationen und Vereine aus dem Viertel. Bei den regelmäßigen Treffen werden Aktivitäten zur Viertelgestaltung und zur Förderung des Zusammenlebens und des sozialen Zusammenhalts geplant. Auch werden alle Entscheidungen bzgl. Verkehrsführung, Bauprojekten und Maßnahmen zur Belebung des Viertels in enger Zusammenarbeit mit den kommunalen Behörden besprochen.

Vierteljährlich erscheint die Bergviertelnews, die kostenlos in alle Haushalte des Viertels verteilt wird. Die neueste Ausgabe finden Sie weiter unten auf dieser Seite.

Für die älteren Anwohner im Viertel wird in zweimonatlichen Abständen ein Viertelcafé angeboten, bei dem es auch Informationen über die jeweils anstehenden Veranstaltungen und die Planungen im Viertel und in der Bergkapelle gibt.

An jedem zweiten Samstag im Monat findet ab 11.30 Uhr eine Viertelsäuberungsaktion statt, bei der Straßen, Grünflächen und Parks von Abfällen und Unrat befreit werden.

Einmal im Jahr wird ein Viertelfest organisiert, bei dem sich alle Anwohner einbringen, einander begegnen und in Kontakt kommen können.

Daneben gibt es ein Kapellenkomitee, welches sich um die Belange der Bergkapelle kümmert und versucht, diese als Veranstaltungs- und Begegnungsraum, aber auch als Gebets- und Gottesdienstraum zu beleben.

Projekte

Hochbeete:

In Zusammenarbeit mit Viertelkomitee, Animationszentrum Ephata, Patro Mädchen St. Raphael, der Stadt Eupen und dem Sozialbetrieb Work & Job wurden 2015 drei Hochbeete an der Bergkapellstraße angelegt, die von den Kindern und Jugendlichen der Patro, der Aufgabenschule und des Ferienspaß sowie von den Anwohnern bepflanzt, gepflegt und unterhalten wurden. Zier- und Nutzpflanzen, Gemüse und Blumen verschönern seitdem das Viertel und sorgen für Zusammenarbeit und Begegnung zwischen unterschiedlichen Generationen und Kulturen.

Mosaik-Bank:

Im Rahmen des Projekts APE (Aktiv Partizipieren in der Euregio) wurden für das Bergviertel verschiedene Sitz- und Begegnungsmöglichkeiten geschaffen: eine Mosaik-Bank lädt im Park Loten zum Verweilen ein und gewährt einen Rundblick über die Eupener Oberstadt bis hin zur St. Nikolaus Pfarrkirche. Daneben wurden zwei Tipis geschaffen, die am Streetballplatz im Park sowie auf der Grünfläche im Angesicht der Bergkapelle einen Ruheort bieten, der immer wieder auch von kleinen Gruppen als trockener Sitzuntergrund genutzt wird.

Festschrift:

Anlässlich des 300jährigen Bestehens der Bergkapelle wurde unter Federführung von Dr. Alfred Minke die Festschrift "Die Kapelle St. Johannes der Täufer auf dem Berge in Eupen" gestaltet und veröffentlicht.

Auf 60 Seiten mit 17 Abbildungen wird über Bau und Entwicklung der Bergkapelle berichtet, bei einem Gang um und durch die Kapelle schweift der Blick auf die stummen Zeugen der Geschichte und bringt diese zum Reden, bis hin zu den Zukunftsträumen der heutigen Generation. Der Autor vergisst aber auch die Menschen und ihr Wirken in der Kapelle und im Bergviertel nicht, und listet Seelsorger, Küster und Organisten auf. Schließlich bietet die Schrift ein interessantes Quellen- und Literaturverzeichnis sowie ein wertvolles Glossar.

Die Festschrift kann zum Preis von 10,- € im Animationszentrum Ephata erworben werden. Der Gesamterlös aus dem Verkauf kommt dem Unterhalt der Kapelle zugute.

Viertelcafé

 Die Anregung zu dieser Initiative kam beim Viertelfest im Rahmen der 300-Jahrfeiern der Kapelle; vielfach äußerten vor allem alteingesessene Anwohner den Wunsch, sich regelmäßig in geselliger Runde zu treffen. Das Viertelkomitee griff diese Anfrage auf und versucht nun in Zusammenarbeit mit dem Animationszentrum Ephata in regelmäßigen Abständen einen gemütlichen Nachmittag bei Kaffee und Kuchen, mit Geschichten und Anekdoten aus dem Eupener Bergviertel zu organisieren. Bei diesen Treffen gibt es auch Informationen über die jeweils anstehenden Veranstaltungen und die Planungen im Viertel und in der Bergkapelle.

 

Termine im Jahreslauf : Mittwoch vor Karneval, Mittwoch nach Ostern, Dreifaltigkeitsfest (Frühstück), letzter Mittwoch im August, Mittwoch vor den Allerheiligenferien, 2. Advent (Frühstück)

 

Atemholen für die Seele – tägliches Angebot in der Bergkapelle

Während den Sommermonaten Juli und August lädt das Kapellenkomitee der Eupener Bergkapelle täglich zu Zeiten des Innehaltens und des Gebetes in der offenen Kapelle ein.

Die Ferienmonate sind geradezu wie geschaffen, um sich in der Alltagshektik Auszeiten zu gönnen. Zu Hause in den vertrauten vier Wänden, mit der Erinnerung an die Pflichten des Haushalts, von Beruf oder Familie, fällt dies oft schwer. Die Eupener Bergkapelle lädt deshalb vom 1. Juli bis zum 31. August dreimal täglich zu einigen Augenblicken der Ruhe, der Meditation und des Gebetes ein. Jeweils um 12.00, um 17.00 und um 19.00 Uhr gibt es die Gelegenheit, alleine oder gemeinsam mit anderen zu beten, meditativer Musik zu lauschen, besinnliche Texte zu lesen, am Maria-Hilf-Altar eine Kerze zu entzünden oder ein Gebetsanliegen schriftlich zu formulieren.


Bergviertelnews 14

Bergviertelnews 15

Bergviertelnews 16

Bergviertelnews 17 - neu