Aktion Friedenslicht 2017

Bereits seit mehr als 20 Jahren organisieren die ostbelgischen Pfadfinder die Verteilung des Friedenslichts aus Bethlehem für ganz Belgien. Dazu bricht bereits am Freitagabend eine Delegation nach Wien auf, wo am Vorabend des 3. Advent das Friedenslicht aus Bethlehem an Delegationen aus mehr als 30 europäischen Staaten verteilt wird.
In diesem Jahr steht die Aktion unter dem Motto “Brücken bauen”. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder wollen den Auftrag von Lord Robert Baden-Powell folgen und sich für eine bessere Welt einsetzen. Sie fördern den Austausch zwischen Kulturen, Nationen und Religionen und versuchen mit kleinen Schritten Frieden und Verständigung zu fördern. Das Friedenslicht aus der Geburtsgrotte Jesu Christi in Betlehem steht dabei für die Hoffnung auf Frieden, welche Christen, Juden und Muslime gemeinsam verbindet.
So ist die Weitergabe des Lichtes immer ein Schritt auf andere Menschen zu. Sei es über Sprach- oder Landesgrenzen hinweg, zwischen Menschen unterschiedlicher Kulturen oder Religionen, zwischen jung und alt, reich und arm, immer verbunden mit dem Ziel, dem anderen einen kleinen Lichtblick zu schenken. Viele Gruppen, die sich an der Aktion beteiligen, vor allem Jugend- und Pfarrgruppen, verbinden mit dem Friedenslicht ein soziales Engagement oder einen Besuch bei Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen.
Am Sonntag, 17. Dezember, wird das Friedenslicht um 17.30 Uhr in der Friedenskirche an der Eupener Klötzerbahn erwartet. Im Rahmen einer besinnlichen Feier, vorbereitet durch die Pfadfinder wird das Licht an die zahlreichen Delegationen aus dem ganzen Land und aus der benachbarten Euregio verteilt.
Infos: Regionsbüro, Tel. 087/55.43.64, e-mail : regionhoheseen@skynet.be oder AZ Ephata, Tel. 087/56.15.10, e-mail : ephata@skynet.be

Terminkalender Aktion Friedenslicht 2017

 

Sonntag 17.12. um 17.30 Uhr : Friedenslichtfeier in der Friedenskirche (Klötzerbahn, Eupen)

anschl. Empfang an der Glühweinbude der Pfadfinderinnen St. Franziskus auf dem Weihnachtsmarkt

 

Sonntag 17.12. um 16.00 Uhr : Conte musical "Une nuit à Bethléem" - Eglise Saint-Remacle in Verviers

 

Samstag 23.12. von 15.00 bis 17.00 Uhr : Verteilung des Friedenslichts durch die Pfadfinderinnen Region Obere Weser an der Pfarrkirche St. Nikolaus Eupen

 

Samstag 23.12. um 17.30 Uhr : Veillée pour la paix suivie d'une marche aux flambeaux jusqu'au Village de Noël - Eglise Saint-Christophe, Liège.


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Ideen für Gruppenstunden zur Gestaltung der Aktion Friedenslicht mit Kindern und Jugendlichen
Ideen für Gruppenstunden.pdf
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Dossier Lumière pour la paix - Infos, pistes d'animation, veillée, contes, textes et prières autour de la lumière pour la paix
Leider in Französisch, aber sicher mit tollen Ideen und Anregungen auch für deutschsprachige Gruppen
Dossier Lumière pour la paix - Friedensl
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Rückblick zur Aktion Friedenslicht 2016

Viele kleine Friedenslichter in der Unterstadt

Zum 20-jährigen Jubiläum der Aktion versammelten sich am Sonntagabend zahlreiche Jugendliche in der Eupener Unterstadt, wo ab 18 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef die Verteilung des Friedenslichts aus Betlehem gefeiert wurde.

 

Jugendgruppen aus allen Landesteilen waren gekommen, um ihre Kerzen zu entzünden und so viele kleine Friedenslichter mit auf den Heimweg zu nehmen und so weiterzutragen.

In diesem Jahr stand die Aktion unter dem Thema "Brücken bauen". In den Beiträgen der drei großen belgischen Pfadfinderverbände wurde verdeutlicht, wo die Jugendorganisationen sich heute als Brückenbauer betätigen: sei es beim Projekt 'Open kamp' (Offenes Lager) der Scouts en Gidsen Vlaanderen, beim Kontakt zu Pfadfinderbrüdern aus Syrien über den der frankophone Jungenverband Les Scouts berichtete oder durch die gute Tat, die Unterstützung von gemeinnützigen Aktionen und die Offenheit für alle Kinder und Jugendlichen wie sie die Guides Catholiques de Belgique in den Vordergrund stellten.

Fina Keifens, die Bischofsdelegierte für Ostbelgien, lud denn auch alle Anwesenden ein, dem Beispiel der Pfadfinder zu folgen und das Friedenslicht weiter zu reichen an die Menschen in unserer Gesellschaft, die auf Zuspruch und Licht warten: die Alten und Kranken, die Flüchtlinge und Einsamen Menschen die in unseren Gemeinden oft außen vor bleiben.


Album Friedenslicht 2015


Hintergrund

Friedenslicht aus Betlehem ist eine Aktion die ihren Ursprung in einer Sendung des österreichischen Fernsehens (ORF) hat. „Licht ins Dunkel“ ist eine große Weihnachtsgala zur Unterstützung von Behinderteneinrichtungen. 1986 hatten die Verantwortlichen des Senders ein Kind nach Betlehem entsandt, welches dort in der Geburtskirche Jesu Christi ein Licht entzündete welches dann per Flugzeug nach Wien transportiert wurde, um dort auf die Bühne der Fernsehshow gebracht zu werden. Die Pfadfinderinnen und Pfadfinder Österreichs haben diese Idee aufgegriffen. Sie verteilen das Friedenslicht von Wien ausgehend an die verschiedenen Regionen und Einheiten des Landes. An den Landesgrenzen angekommen hat das Friedenslicht sehr bald einen Weg in die Nachbarstaaten gefunden. Zunächst in den Osten, damals noch durch den „Eisernen Vorhang“, nach Budapest, Prag Krakau, oder in das umkämpfte Sarajewo. Später dann in die Slowakei, Tschechien, Deutschland, Italien, Bosnien, Slowenien, Ukraine, Russland, Serbien, Kroatien, Litauen, Lettland, Schweden, Liechtenstein, Schweiz und selbst bis in die USA, nach Mexiko, Argentinien, Süd-Afrika und Japan.

1996 leuchtet das Friedenslicht zum ersten Mal in Belgien. Die Pfadfinder der deutschsprachigen Region Hohe Seen hatten das Licht von ihren luxemburger Freunden entgegen genommen. Bereits im darauf folgenden Jahr luden die ostbelgischen Pfadfinder zu einer Lichtverteilung an den Friedensbrunnen auf der Eupener Klötzerbahn verbunden mit einer ökumenischen Feier in der Friedenskirche ein. Seit 20 Jahren haben sie damit das gesamte Land und die angrenzende Euregio entflammt. Da der Zustrom der Delegationen aus dem gesamten Land immer größer wurde siedelte man – nach Stationen in der Klosterkirche und der Nikolauskirche – zum Garnstock-Kloster über. Dieses ist verkehrstechnisch günstig gelegen und bietet viel Raum für alternative Formen der Feier. Bewusst wurde dieser Ort auch ausgewählt, weil er genau auf der Sprachengrenze zwischen deutschsprachigem und französischsprachigem Raum liegt. Gleich neben dem Garnstock sind die alten Grenzsteine noch sichtbar, die ehemals Belgien und Preußen trennten. Auch solche Grenzen möchte das Friedenslicht überwinden. Die Friedenslichtfeier ist eine der wenigen Gelegenheiten bei der Vertreter der kirchlichen Jugendarbeit aus den drei Landesteilen zusammen kommen und Hand in Hand arbeiten. Der Pfadfinderverband bemüht sich in jedem Jahr eine gemischte Delegation mit Vertretern der drei Landesteile nach Wien zu schicken um dort das Friedenslicht für Belgien in Empfang zu nehmen.

2016 feiert das Friedenslicht 30jähriges Bestehen und seit 20 Jahren findet die Aktion auch in Belgien statt. Aus diesem Grund zieht die Friedenslichtfeier um in die Innenstadt, zur Pfarrkirche St. Josef.


Aktion Friedenslicht aus Bethlehem

Bereits seit 1996 bringen die Pfadfinder der Region Hohe Seen das Friedenslicht aus Bethlehem nach Belgien. Erste Station in unserem Land ist dabei immer das Garnstock-Kloster zwischen Eupen und Baelen. Genau auf der Sprachengrenze wird dort eine Feier organisiert, die alle Grenzen aufweichen und überwinden möchte: Landesgrenzen, Sprachgrenzen, kulturelle und religiöse Barrieren, Generationsunterschiede uvm.  In jedem Jahr steht die Feier, die von verschiedenen Jugendgruppen vorbereitet und gestaltet wird, unter einem Thema. 2015 war dies das Thema "Frieden = Hoffnung" und sollte gleichzeitig zu mehr Offenheit für die vielen Flüchtlinge einladen, die der Unfrieden zu uns treibt.