Nächstes Jugendgruppenleitertreffen am Samstag, 30. November 2019 ab 9.30 Uhr (mit Frühstück) im Animationszentrum Ephata

 


Kinderaugen und Laternen leuchten beim Eupener Martinszug

Ganz im Sinne des Martinsthemas "Mit Martin schauen wir hin..." leuchteten Kinderaugen und themenbezogene Laternen um die Wette.

Chloé Pons und ihre Freundin Lara Kalscheuer beispielsweise halten Eulenlaternen in den Wind. Sie sind vor allem wegen des Zusammengehörigkeitsgefühls dabei. Gemeinsam mit den Freundinnen der Pfadfindereinheit Sankt Franziskus stimmen sie im Zug die unterschiedlichsten Lieder an – „aber nicht nur Martinslieder, auch lustige Pfadfinderlieder“. Chloé Pons ist begeistert: „Alle kennen die Lieder, wir singen zusammen und haben Spaß.“ Sie will sich das auf keinen Fall entgehen lassen. Ihre Eule mit der kleinen Lupe und dem Blattwerk steht indes für Naturverbundenheit und Umweltschutz.

Ganz ohne einen symbolischen Gedanken sind die Laternen von Greta Schoffers (13) und ihren Freundinnen von der Einheit St. Paul. „Wir haben einen Regenbogen gemacht. Einfach so. Weil wir das schön finden.“ Immerhin zwei bis drei Stunden habe das Basteln in Anspruch genommen. Die bunten Farben leuchten in der Dunkelheit. Die Freundinnen überlegen, was sie mit der Gans anfangen würden, sollte das Los ihnen diese zusprechen und kommen zu dem Schluss, dass sie lieber ein paar Gutscheine für die Eisdiele gewinnen würden.

Statt einer Laterne hält Florence Jongen in diesem Jahr zum ersten Mal ihre Trompete während des Martinszugs in der Hand. Die Neunjährige ist Mitglied in der Königlichen Harmonie Kettenis. Es ist ihr erster Einsatz „auf der Straße“, und das Lampenfieber steigt. „Ich habe viel geübt, aber ich bin trotzdem ganz schön aufgeregt“, erklärt sie. Ihr erwachsener Vereinskollege Patrick Bastin kann das gut nachvollziehen. „Das erste Mal im Martinszug ist immer etwas ganz Besonderes.“ Er ist dabei, seit er denken kann. Die Jahre zählt er schon gar nicht mehr. Die meisten Lieder kann er auswendig spielen. Dennoch freut auch er sich jedes Jahr wieder auf den 11. November.

So geht es auch dem 36-jährigen Benjamin Dethier. Das Datum ist im Kalender rot angekreuzt. Für einen „runden Geburtstag oder die eigene Hochzeit“ würde er aber auf den Martinszug verzichten, lacht er. Seine beiden älteren Kinder gehen in den Pfadfindergruppen mit. Er schiebt den Kinderwagen. Mit anderen Eltern geht er in der Nähe der Pfadfindergruppe mit. „Ich war als Leiter und als Kind auch immer dabei. Das gehört einfach dazu.“ Dass der Fortbestand des Eupener Martinszugs kurzzeitig auf der Kippe stand, weil die Finanzierung unsicher war, hat er nur am Rande mitbekommen. 4.000 bis 4.500 Euro sind erforderlich, um alle anfallenden Kosten der Großveranstaltung zu bestreiten. Bei rückläufigem Spendenaufkommen waren die Kassen des zuständigen Komitees einfach nicht gut genug gefüllt, um in eine rosige Zukunft zu sehen. „Wir waren nicht mehr in der Lage, die Kosten zu stemmen“, erklärte der Präsident des Martinskomitees gegenüber dem GrenzEcho (Ausgabe vom 7. November 2019, Seite 10). Glücklicherweise ist der Eupener Service-Club „Table Ronde“ in die Bresche gesprungen. Für die nächsten Jahre ist der Fortbestand des Zugs nun gesichert. Eupen ohne Martinszug? „Das wäre auf jeden Fall sehr schade im Sinne der Tradition“, so Benjamin Dethier. Tatsächlich strahlt das Event weit über die Stadtgrenzen hinaus. Rund 3.000 Menschen finden sich schätzungsweise beim großen Martinsfeuer am Werthplatz jährlich ein.

Feiern zu Ehren des heiligen Martin lassen sich in Eupen bis ins Jahr 1779 zurückverfolgen. Aus den Urkunden geht hervor, dass damals mehrere Feuer an verschiedenen Orten angezündet wurden. Jedes Viertel war darauf bedacht, dass größte Martinsfeuer abzubrennen. Daher sammelten die Jugendlichen bereits vorab Brennholz und bewachten ihre Stapel. Das Brennmaterial durfte nicht in die Hände des Gegners fallen. Am Martinstag selber tanzten die Menschen um die Feuer und aßen zum Ausklang ein Abendessen, das aus Waffeln und Brei bestand.


Auferstehungsfeier bei Sonnenaufgang am Ostermorgen auf dem Berg Horeb

 

Wie in den letzten Jahren findet in Eupen am Ostersonntag wieder eine Auferstehungsfeier auf dem Berg Horeb statt. Treffpunkt ist um 5.30 Uhr auf dem Couvenplatz in Nispert.

Mit Beginn des neuen Tages wird die Auferstehung Jesus Christus und damit der Aufbruch zu einem neuen Leben gefeiert. Die Nacht ist vorbei und der Tag bricht an – der Tod ist überwunden und das Leben beginnt neu.

Alle Interessierten sind eingeladen zu einem Fest der Freude am Ostermorgen. Man sollte an der Witterung angepasste Kleidung denken.

Zu den Feiern laden ein die Eupener Pfarren St. Nikolaus und St. Josef, sowie St. Katharina Kettenis in Zusammenarbeit mit Oikos und dem AZ Ephata.

Weitere Informationen sind erhältlich bei Dechant Schmitz (087/556624) und beim AZ Ephata (087/561510).

Der Horeb als alternativer Kirchenstandort

HINTERGRUND

 

Ob der Horeb (Hebräisch für „Ödland“ oder „Wüstengebiet“) einst mit dem Sinai-Berg identisch war oder später mit ihm gleichgesetzt wurde, ist bis heute ungewiss. Wie dem auch sei: der Eupener „Berg Horeb“ ist ein stiller Hügel auf der Kornei zwischen Kettenis und Schönefeld und versteht sich von Beginn an als „alternativer Kirchenstandort“, wie Johannes Funk, Mitarbeiter der Oikos VoG, erläuterte.

Im Frühjahr 1985 haben Leiter der Eupener Jugendgruppen damit begonnen, diesen Bereich, der von der Familie Alfred Bourseaux unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde, instand zu setzen. Der dortige kleine Teich war im Laufe der Jahre mit Pflanzen bewachsen, sodass die Jungen der Patro-St.Nikolaus eine Säuberungsaktion durchführten, wobei Hauptleiter Marcel Förster sogar aus dem Wasser „gefischt“ werden musste. Die Eupener Pfadfinder bauten eine Blockhütte, während die Firmlinge den Altartisch, der vom damaligen Eupener Kaplan Jean Pohlen zur Verfügung gestellt wurde, mit Mosaikstücken von Peter Hodiamont gestalteten.

Beim Jugendkreuzweg am Karfreitag 1985, der auf dem Berg Horeb endete, wurde vom Jugendheim Unterstadt ein großes Holzkreuz aufgestellt, das über die Jahre aber morsch wurde, weil Wasser in das Holz eindrang. Um dies zu verhindern, hat die Stadt Eupen im April 2011 aus eigenen Antrieb ein neues sieben Meter hohes Holzkreuz mit Kupferblechkappen errichtet, um das inzwischen schon zweite Holzkreuz nach 1985 zu ersetzen. Im April 1988 wurden in Zusammenarbeit mit dem Eupener Hobby-Künstler Helmut Hamacher („Helle“) Kreuzwegstationen in Kupfer gegossen. Die Stationen wurden auf runden Holzpaletten befestigt, die wiederum auf ein Betonfundament aufgestellt wurden. Diese Arbeiten wurden von Jugendlichen der Eupener Jugendgruppen durchgeführt. Die Kupferplatten wurden aber inzwischen alle gestohlen und durch einfache Bilder ersetzt.

Auf dem Berg Horeb wurden Bänke aufgestellt, sowie Blumen und Bäume gepflanzt. Der Hügel wurde mehr und mehr zu einer Begegnungsstätte für Jugendliche. Die Initiative kam von der Gruppe „Kontakt“, die sich aus Leitern der Eupener Jugendgruppen zusammensetzte. Die Gruppe verstand sich als „Werkzeug im Aufbau christlicher Jugendarbeit“.

Am Anfang des Berges Horeb stand der seelsorgliche Wunsch des ehemaligen Unterstädter Kaplans Johannes Funk, „Räume für Jugendliche auch außerhalb der Kirche“ zu schaffen. In den 1980er Jahren herrschte Aufbruchstimmung in der Jugendpastoral. Vieles wurde ausprobiert, von dem sich manches durchgesetzt und bis heute Bestand hat. Der Horeb versteht sich als eine Art „heiliger Boden“ für das Eupener Land, zu dem sich die Menschen aus allen Pfarren zugehörig fühlen können, erklärte Johannes Funk. An diesem Ort endeten so manche Osterspiele der Jugendgruppen am Karsamstag. Nicht selten wurde an diesem Ort übernachtet, um das Feuer für den Gottesdienst am frühen Ostersonntag zu hüten.

Lange Jahre fand dort Ende August der Gottesdienst zum Abschluss der Ferienlagerzeit statt. Anlass war der Unfalltod des 19-jährigen Martin Van Noppen am 11.August 1986 während des Sommerlagers der Pioniere St. Martin in Bergamo. Für ihn wurde damals auf dem Berg Horeb ein Baum gepflanzt. Daraus entwickelte sich ein jährlicher Gedenkgottesdienst für verstorbene Pfadfinder und schließlich eine Lagerabschlussfeier. Heute findet diese in einem Holzhaus am Knippweg statt. Das Gedenken für tote Freunde findet auf Anregung von Freddy Derwahl inzwischen am Karfreitag in der Garnstock-Kapelle statt. (Quelle: Grenz-Echo/kli)


Martinszug Eupen unter dem Thema: Öffne Dich!

In Eupen haben sich die Jugendgruppen für das Thema "Öffne Dich!" entschieden.

Genau 100 Jahre nach dem Ende des 1. Weltkriegs scheinen wir in Europa wieder in einer Phase zu sein, in der der Öffnungsprozess ins Stocken gerät. Jeder sieht vor allem seine eigenen Interessen. Persönliche Sicherheit und eigener Wohlstand sind uns wichtiger als Gemeinschaft und Solidarität zugunsten Schwächerer.

Brauchen wir nicht auch heute einen Martin an den Toren unserer Städte – oder sollten wir sagen an den Grenzen der Festung Europa, der sich den Bettlern zuwendet, die um Einlass bitten? Sich öffnen heißt auch loslassen können, wie Martin, der seinen Soldatenmantel, das Zeichen seines Rangs und seiner Stellung, losließ um mit dem Bettler teilen zu können, der seine Soldatenlaufbahn aufgab, weil er ganz Christus dienen wollte, der nicht Bischof werden wollte, weil er den einfachen Menschen nahe sein wollte.

Loslassen können wir nur, wenn wir unsere Hände öffnen und unser Herz - öffnen wir uns für die Not der Armen, auch wenn das von der Gesellschaft manchmal für verrückt erklärt wird.

Offenheit ist auch ein ganz wichtiges Prinzip in unseren Jugendgruppen: offen sein für neue Mitglieder, offen sein für andere Meinungen, offen sein für Kritik, offen sein für neue Ideen, offen sein für neue Erfahrungen…

Sich öffnen:

1. für die persönlichen Fähigkeiten und Ressourcen zur Entfaltung des Initiativgeistes, der Kreativität und der Ausdrucksmöglichkeiten

2. für die Mitmenschen hier und anderswo und deren Lebenswirklichkeiten, mit dem Ziel der Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts und der weltweiten Solidarität

3. für die Umwelt, d.h. die gesellschaftspolitischen und ökologischen Zusammenhänge auf lokaler und globaler Ebene

4. für die Suche nach Werten und Orientierung, die sich nicht zuletzt in spirituellen Erfahrungen verwirklichen lässt.

St. Martin ruft uns zu : „Öffne Dich!“ - was antworten wir?

Wichtig : Wie in jedem Jahr findet eine Familien- und Jugendgruppenmesse mit dem Heiligen Martin als Start in die Martinsfeierlichkeiten statt. Am Sonntag, dem 4. November 2018 um 10.30 Uhr in der Pfarrkirche St. Josef Eupen (Unterstadt).


Osterspiel 2018

Am Samstag 24. März 2018 trafen sich mehr als 200 Kinder, Jugendliche und Leiter aus den verschiedenen Eupener Jugendgruppen zum diesjährigen Osterspiel unter dem Thema "Heute schon die Welt verändert?". Quer durch die Stadt waren an 12 verschiedenen Stationen zahlreiche Aufgaben zu lösen, die zeigen sollten, dass man in unterschiedlichen Bereichen etwas tun kann, um die Welt zu verändern: Kampf gegen den Hunger in der Welt, indem wir Lebensmittel mehr schätzen, weniger wegwerfen und mit anderen teilen; bessere medizinische Versorgung auch für Menschen in den Ländern des Südens; Vandalismus vermeiden oder melden; Vorbeugung gegen Drogenkonsum; Hilfe für Opfer von Naturkatastrophen; etwas tun gegen den Mangel an Bildung; Klimawandel, Umweltverschmutzung und Verschmutzung der Meere oder des Trinkwassers, die auch von meinem eigenen Verhalten abhängen; bis hin zur Hoffnung auf eine friedliche Welt ohne Gewalt, Kriege und Terrorismus... Gemeinsam wurden so bunte Handabdrücke gesammelt, die zeigen sollten, dass wir alle bereit sind mit anzupacken, um diese Welt zu verändern...


Wenn sich Kirche und Jugend zum Feierabendbier treffen

Die Jugend für die Kirche zu begeistern, ist heutzutage nicht immer ganz einfach. Dennoch engagieren sich seit über 30 Jahren Eupener Pfadfinderleiter für die Kirche, wenn auch in einem anderen Rahmen als früher. Einmal im Monat treffen sich Dechant Schmitz und Eupener Jugendanimatoren, um Projekte zu besprechen und Information auszutauschen.

 Die Initiative der Kirche ist aber nicht neu. 1983 lud der damalige Kaplan Jean Pohlen zum ersten Mal alle Eupener Verantwortlichen der Jugendgruppe ein, um sich mit ihnen über verschiedene Dinge auszutauschen. Gleichzeitig wollte man den Jugendlichen die Kirchenwerte näher bringen. Was heute auf den Versammlungen das gemeinsame Feierabendbier ist, war damals ein gemeinsames Frühstück. "Abends unter der Woche ist es für die meisten Leiter einfacher zu kommen, als an einem Samstagmorgen.", erklärt Dechant Helmut Schmitz.

 Bei den monatlichen Treffen geht es aber in erster Linie nicht darum, kirchenpolitische Jugendarbeit zu betreiben. "Unsere Einheiten in Eupen sind alle nach Heiligen benannt und es gibt natürlich fundierte Inhalte und Werte, die wir vermitteln und vorleben möchten. Wir möchten die Jugendbewegungen begleiten, aber wir wollen hier nichts verkaufen", erklärt Helmut Schmitz. "Jeder, der mitmachen möchte, kann sich beteiligen, das ist aber keine Pflicht", führt der Dechant an. So wolle man mit einem gemeinsamen Osterspiel, an dem alle Einheiten teilnehmen, an das Osterfest im Allgemeinen erinnern und nicht die Jugend auf die Kirche trimmen.

Den Jugendgruppen werden viele Initiativen angeboten, die sie aber gar nicht alle wahrnehmen können, da ihre Trimesterpläne nicht nur aus kirchlichen Aktivitäten besteht. "Wir machen bei diesen Treffen natürlich für unsere Projekte und Veranstaltungen Werbung und hoffen auf Unterstützung, denn alleine lassen sich viele Sachen einfach nicht stemmen. Ich denke da zum Beispiel an den St. Martinsumzug oder das Friedenslicht", erklärt Jugendseelsorger Andreas Schmitz.


St. Martinszug in Eupen am Freitag, 11. November 2016

 

Ein kunterbuntes Lichtermeer in Eupens Straßen

 

Zum 53. Mal zog der Heilige Martin am Freitagabend mit seinen rund 40 römischen Legionären durch die Straßen von Eupen. Begleitet wurde er außerdem von zahlreichen Laternen- und Fackelträgern allen Alters.

Auch William Line von de Berg (10) und seine Freunde von der KLJ Kettenis ließen die kleinen Glühbirnen in ihren bunten Pappquadraten aufleuchten. Sie hatten das Thema „Integration“ in ihren Laternen umgesetzt. „Die Menschen sollen sich an den Händen halten und zusammen etwas machen – egal wo sie herkommen und ob sie Jungen oder Mädchen sind“, umschreiben die Zehnjährigen, was auf den selbst gebastelten Werken zu sehen ist. Durch ihre Laternen soll den Menschen ein „Licht aufgehen“, hoffen die Jungen. Gemeinsam mit rund 50 anderen KLJ-Mitgliedern aus Kettenis konnten sie es kaum abwarten, loszuziehen. William war bereits zum sechsten Mal mit einer selbst gebastelten Laterne dabei, das tat seiner Motivation aber keinen Abbruch.

Der Eupener Martinszug ist nicht nur für Hiesige ein Erlebnis. Auch aus touristischer Sicht gilt er durchaus als Publikumsmagnet, wie Marion Decker vom Tourist Info der Stadt Eupen weiß: „Vor einigen Jahren war sogar ein japanischer Fernsehsender hier. Es ist einfach ein überregionales Großereignis, das sich gut bewerben lässt. Der Martinszug wirkt sich auf jeden Fall positiv auf die Stadt aus. Die Geschäfte, die geöffnet haben, wie Bäckereien oder Restaurants, profitieren sehr. Aber auch was das Image angeht, ist der Martinszug eindeutig ein Plus – und das auf lange Sicht.“ Sie erinnert sich beispielsweise an eine Familie aus Hamburg, die jährlich anreist, weil sie den Zug einmal als Kinder gesehen haben. Er hat ganz offensichtlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Marion Decker kann die Begeisterung durchaus teilen: „Es ist ja wirklich beeindruckend: Sankt Martin hoch zu Ross, umgeben von den Soldaten und begleitet von den römischen Trosswagen: Das gibt ein tolles Bild her.“

Ähnlich sieht es William. „Am Martinszug gefällt mir aber am besten, dass man mit den Freunden unterwegs ist.“ Sein Kumpel Liam Werden wirft ein: „Ich mag das Martinsfeuer am liebsten. Da ist es immer warm und hell. Ich sehe das einfach gerne.“ In diesem Jahr war der Weg, auf dem sich der Fackelzug durch Eupen windet, kürzer als in den meisten Vorjahren. Es handelte sich allerdings um eine unfreiwillige Einschränkung. Wegen der Baustelle in der Klosterstraße gab es für den Martinszug dort kein Durchkommen. Somit zog Sankt Martin in diesem Jahr auch nicht am Rathaus vorbei.

William und seinen Freunden war das egal. Ob kurzer Weg oder lange Strecke: „Wenn man einmal unterwegs ist, merkt man gar nicht, wie weit es ist. Wenn die anderen singen, dann singe ich auch. Und warm kriege ich vom Gehen. Irgendwie geht die Zeit schnell vorbei.“

Eine weitere Änderung, die sehr wohl negative Auswirkungen auf die Zukunft haben könnte, ist die maue Finanzlage des Martinskomitees. In diesem Jahr war die Geldsammlung bei der Eupener Geschäftswelt schlechter denn je. Dies erklärte der Präsident des Komitees, Gerd Ernst, folgendermaßen: „Ich denke, es liegt daran, dass viele Vereine nach Sponsoren suchen. Wir sind nicht die einzigen, die um finanzielle Unterstützung bitten. Die Geschäftsleute können einfach nicht allen beistehen.“ Rund 1.000 bis 1.500 Euro weniger als sonst wurden eingesammelt. Das macht bei einem Gesamtbudget von rund 3.500 Euro schon einen dicken Batzen aus. Der Betrag dient u. a. dazu, das Wurfmaterial zu kaufen oder die Versicherungen zu zahlen. Auch die Musikgruppen müssen finanziert werden. „Wir haben zum Glück noch einiges auf der hohen Kante. Wir werden an die Reserven aus den Vorjahren gehen. Aber für die Zukunft müssen wir uns ernsthaft eine Lösung ausdenken. In diesem Jahr bleibt noch alles, wie es ist. Aber im nächsten Jahr müssen wir auf jeden Fall sparen. Wahrscheinlich wird es weniger Wurfmaterial geben oder vielleicht die eine oder andere Änderung.“ An ein endgültiges Aus der Martinszüge in Eupen will Gerd Ernst gar nicht denken. Er spricht von einer „langjährigen Tradition“, die es aufrecht zu erhalten gilt – komme was wolle. William stimmt mit ihm überein. Auch er kann sich gar nicht vorstellen, irgendwann nicht mehr mit erleuchteter Laterne durch die Straßen von Eupen zu ziehen. Ein Jahr ohne Martinszug? „Nein! Denn dann wäre es ja gar nicht mehr so, wie früher. Das geht einfach nicht.“ (Quelle: Grenz-Echo)


Osterspiel 2016 : "Olympiade der Menschenrechte"

Am Samstag 19. März nahmen rund 600 Kinder, Jugendliche und LeiterInnen der Eupener und Ketteniser Jugendgruppen am Osterspiel 2016 im Rahmen der Fastenaktion von Miteinander Teilen und der Glaubenswoche des Pfarrverbandes Eupen-Kettenis teil.

In gemischten Gruppen wurden über das gesamte Stadtgebiet verteilt in den verschiedenen Altersstufen Spiele und Aktivitäten zum Thema Menschenrechte und Kinderrechte durchgeführt, bevor sich alle zum gemeinsamen Abschluss am Städtischen Stadion trafen. Dort wurden nochmals die wichtigsten Kinderrechte verlesen. Zum Abschluss erhielt jede/r Teilnehmer/in noch eine "olympische Medaille" in Form eines Ansteckbuttons, die nunmehr zahlreiche Halstücher schmückt und die Erinnerung an den Einsatz für mehr Gerechtigkeit wachhält.


Martinszug in Eupen

Seit mehr als 30 Jahren wird der St. Martinszug in Eupen von den Jugendgruppen aus Eupen und Kettenis mit einem Thema überschrieben, welches die christlichen Wurzeln dieses Festes ans Tageslicht bringen möchte und gleichzeitig etwas über die in den verschiedenen Jugendorganisationen geleistete Arbeit aussagen möchte. 2015 lautete das Thema : 'St. Martin - nie war er so wertvoll wie heute'. Dabei wurden die von der AG JugO des RdJ erarbeiteten zentralen Werte der Jugendgruppen beleuchtet: Freundschaft – Verantwortung – Gemeinschaft – Engagement – Motivation – Initiative – Kreativität – Natur – Organisation – Vertrauen