Martinszug 2017

 

Hier die Überlegungen zum MARTINSTHEMA 2017 in Eupen:

Leinen los und werde frei!

Freiheit (Meinungsfreiheit, Religionsfreiheit, Materielle Unabhängigkeit) scheint ein aktuelles Thema zu sein...

Doch wie werden wir wirklich frei?

Frei werden heißt auch loslassen können, wie Martin, der seinen Soldatenmantel, das Zeichen seines Rangs und seiner Stellung, losließ um mit dem Bettler teilen zu können, der seine Soldatenlaufbahn aufgab, weil er ganz Christus dienen wollte, der nicht Bischof werden wollte, weil er den einfachen Menschen nahe sein wollte.

Teilen wie Martin macht uns frei von materiellen Abhängigkeiten und Zwängen - nehmen wir uns die Freiheit zu teilen, auch wenn das von der Gesellschaft manchmal für verrückt erklärt wird.

Manche Menschen nehmen sich die Freiheit, ihre Zeit für andere einzusetzen, als Leiter einer Jugendgruppe, als Ehrenamtlicher in einem Verein, in einer sozialen Einrichtung, in der Pfarrgemeinde; es ist wichtig Verantwortung zu übernehmen, auch jenseits von Schule und Beruf!

..beim Teilen bleibt immer noch Luft nach oben, so wie ein Luftballon immer weiter in den Himmel steigen kann solange er noch genügend Treibgas in sich hat - was ist unser Treibgas?

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Wenn sich Kirche und Jugend zum Feierabendbier treffen

Die Jugend für die Kirche zu begeistern, ist heutzutage nicht immer ganz einfach. Dennoch engagieren sich seit über 30 Jahren Eupener Pfadfinderleiter für die Kirche, wenn auch in einem anderen Rahmen als früher. Einmal im Monat treffen sich Dechant Schmitz und Eupener Jugendanimatoren, um Projekte zu besprechen und Information auszutauschen.

 Die Initiative der Kirche ist aber nicht neu. 1983 lud der damalige Kaplan Jean Pohlen zum ersten Mal alle Eupener Verantwortlichen der Jugendgruppe ein, um sich mit ihnen über verschiedene Dinge auszutauschen. Gleichzeitig wollte man den Jugendlichen die Kirchenwerte näher bringen. Was heute auf den Versammlungen das gemeinsame Feierabendbier ist, war damals ein gemeinsames Frühstück. "Abends unter der Woche ist es für die meisten Leiter einfacher zu kommen, als an einem Samstagmorgen.", erklärt Dechant Helmut Schmitz.

 Bei den monatlichen Treffen geht es aber in erster Linie nicht darum, kirchenpolitische Jugendarbeit zu betreiben. "Unsere Einheiten in Eupen sind alle nach Heiligen benannt und es gibt natürlich fundierte Inhalte und Werte, die wir vermitteln und vorleben möchten. Wir möchten die Jugendbewegungen begleiten, aber wir wollen hier nichts verkaufen", erklärt Helmut Schmitz. "Jeder, der mitmachen möchte, kann sich beteiligen, das ist aber keine Pflicht", führt der Dechant an. So wolle man mit einem gemeinsamen Osterspiel, an dem alle Einheiten teilnehmen, an das Osterfest im Allgemeinen erinnern und nicht die Jugend auf die Kirche trimmen.

Den Jugendgruppen werden viele Initiativen angeboten, die sie aber gar nicht alle wahrnehmen können, da ihre Trimesterpläne nicht nur aus kirchlichen Aktivitäten besteht. "Wir machen bei diesen Treffen natürlich für unsere Projekte und Veranstaltungen Werbung und hoffen auf Unterstützung, denn alleine lassen sich viele Sachen einfach nicht stemmen. Ich denke da zum Beispiel an den St. Martinsumzug oder das Friedenslicht", erklärt Jugendseelsorger Andreas Schmitz.


Auferstehungsfeier bei Sonnenaufgang am Ostermorgen auf dem Berg Horeb

 

Wie in den letzten Jahren findet in Eupen am Ostersonntag wieder eine Auferstehungsfeier auf dem Berg Horeb statt. Treffpunkt ist um 5.30 Uhr auf dem Couvenplatz in Nispert.

Mit Beginn des neuen Tages wird die Auferstehung Jesus Christus und damit der Aufbruch zu einem neuen Leben gefeiert. Die Nacht ist vorbei und der Tag bricht an – der Tod ist überwunden und das Leben beginnt neu.

Alle Interessierten sind eingeladen zu einem Fest der Freude am Ostermorgen. Man sollte an der Witterung angepasste Kleidung denken.

Zu den Feiern laden ein die Eupener Pfarren St. Nikolaus und St. Josef, sowie St. Katharina Kettenis in Zusammenarbeit mit Oikos und dem AZ Ephata.

Weitere Informationen sind erhältlich bei Dechant Schmitz (087/742062) und beim AZ Ephata (087/561510).

Der Horeb als alternativer Kirchenstandort

HINTERGRUND

 

Ob der Horeb (Hebräisch für „Ödland“ oder „Wüstengebiet“) einst mit dem Sinai-Berg identisch war oder später mit ihm gleichgesetzt wurde, ist bis heute ungewiss. Wie dem auch sei: der Eupener „Berg Horeb“ ist ein stiller Hügel auf der Kornei zwischen Kettenis und Schönefeld und versteht sich von Beginn an als „alternativer Kirchenstandort“, wie Johannes Funk, Mitarbeiter der Oikos VoG, erläuterte.

Im Frühjahr 1985 haben Leiter der Eupener Jugendgruppen damit begonnen, diesen Bereich, der von der Familie Alfred Bourseaux unentgeltlich zur Verfügung gestellt wurde, instand zu setzen. Der dortige kleine Teich war im Laufe der Jahre mit Pflanzen bewachsen, sodass die Jungen der Patro-St.Nikolaus eine Säuberungsaktion durchführten, wobei Hauptleiter Marcel Förster sogar aus dem Wasser „gefischt“ werden musste. Die Eupener Pfadfinder bauten eine Blockhütte, während die Firmlinge den Altartisch, der vom damaligen Eupener Kaplan Jean Pohlen zur Verfügung gestellt wurde, mit Mosaikstücken von Peter Hodiamont gestalteten.

Beim Jugendkreuzweg am Karfreitag 1985, der auf dem Berg Horeb endete, wurde vom Jugendheim Unterstadt ein großes Holzkreuz aufgestellt, das über die Jahre aber morsch wurde, weil Wasser in das Holz eindrang. Um dies zu verhindern, hat die Stadt Eupen im April 2011 aus eigenen Antrieb ein neues sieben Meter hohes Holzkreuz mit Kupferblechkappen errichtet, um das inzwischen schon zweite Holzkreuz nach 1985 zu ersetzen. Im April 1988 wurden in Zusammenarbeit mit dem Eupener Hobby-Künstler Helmut Hamacher („Helle“) Kreuzwegstationen in Kupfer gegossen. Die Stationen wurden auf runden Holzpaletten befestigt, die wiederum auf ein Betonfundament aufgestellt wurden. Diese Arbeiten wurden von Jugendlichen der Eupener Jugendgruppen durchgeführt. Die Kupferplatten wurden aber inzwischen alle gestohlen und durch einfache Bilder ersetzt.

Auf dem Berg Horeb wurden Bänke aufgestellt, sowie Blumen und Bäume gepflanzt. Der Hügel wurde mehr und mehr zu einer Begegnungsstätte für Jugendliche. Die Initiative kam von der Gruppe „Kontakt“, die sich aus Leitern der Eupener Jugendgruppen zusammensetzte. Die Gruppe verstand sich als „Werkzeug im Aufbau christlicher Jugendarbeit“.

Am Anfang des Berges Horeb stand der seelsorgliche Wunsch des ehemaligen Unterstädter Kaplans Johannes Funk, „Räume für Jugendliche auch außerhalb der Kirche“ zu schaffen. In den 1980er Jahren herrschte Aufbruchstimmung in der Jugendpastoral. Vieles wurde ausprobiert, von dem sich manches durchgesetzt und bis heute Bestand hat. Der Horeb versteht sich als eine Art „heiliger Boden“ für das Eupener Land, zu dem sich die Menschen aus allen Pfarren zugehörig fühlen können, erklärte Johannes Funk. An diesem Ort endeten so manche Osterspiele der Jugendgruppen am Karsamstag. Nicht selten wurde an diesem Ort übernachtet, um das Feuer für den Gottesdienst am frühen Ostersonntag zu hüten.

Lange Jahre fand dort Ende August der Gottesdienst zum Abschluss der Ferienlagerzeit statt. Anlass war der Unfalltod des 19-jährigen Martin Van Noppen am 11.August 1986 während des Sommerlagers der Pioniere St. Martin in Bergamo. Für ihn wurde damals auf dem Berg Horeb ein Baum gepflanzt. Daraus entwickelte sich ein jährlicher Gedenkgottesdienst für verstorbene Pfadfinder und schließlich eine Lagerabschlussfeier. Heute findet diese in einem Holzhaus am Knippweg statt. Das Gedenken für tote Freunde findet auf Anregung von Freddy Derwahl inzwischen am Karfreitag in der Garnstock-Kapelle statt. (Quelle: Grenz-Echo/kli)


St. Martinszug in Eupen am Freitag, 11. November 2016

 

Ein kunterbuntes Lichtermeer in Eupens Straßen

 

Zum 53. Mal zog der Heilige Martin am Freitagabend mit seinen rund 40 römischen Legionären durch die Straßen von Eupen. Begleitet wurde er außerdem von zahlreichen Laternen- und Fackelträgern allen Alters.

Auch William Line von de Berg (10) und seine Freunde von der KLJ Kettenis ließen die kleinen Glühbirnen in ihren bunten Pappquadraten aufleuchten. Sie hatten das Thema „Integration“ in ihren Laternen umgesetzt. „Die Menschen sollen sich an den Händen halten und zusammen etwas machen – egal wo sie herkommen und ob sie Jungen oder Mädchen sind“, umschreiben die Zehnjährigen, was auf den selbst gebastelten Werken zu sehen ist. Durch ihre Laternen soll den Menschen ein „Licht aufgehen“, hoffen die Jungen. Gemeinsam mit rund 50 anderen KLJ-Mitgliedern aus Kettenis konnten sie es kaum abwarten, loszuziehen. William war bereits zum sechsten Mal mit einer selbst gebastelten Laterne dabei, das tat seiner Motivation aber keinen Abbruch.

Der Eupener Martinszug ist nicht nur für Hiesige ein Erlebnis. Auch aus touristischer Sicht gilt er durchaus als Publikumsmagnet, wie Marion Decker vom Tourist Info der Stadt Eupen weiß: „Vor einigen Jahren war sogar ein japanischer Fernsehsender hier. Es ist einfach ein überregionales Großereignis, das sich gut bewerben lässt. Der Martinszug wirkt sich auf jeden Fall positiv auf die Stadt aus. Die Geschäfte, die geöffnet haben, wie Bäckereien oder Restaurants, profitieren sehr. Aber auch was das Image angeht, ist der Martinszug eindeutig ein Plus – und das auf lange Sicht.“ Sie erinnert sich beispielsweise an eine Familie aus Hamburg, die jährlich anreist, weil sie den Zug einmal als Kinder gesehen haben. Er hat ganz offensichtlich einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Marion Decker kann die Begeisterung durchaus teilen: „Es ist ja wirklich beeindruckend: Sankt Martin hoch zu Ross, umgeben von den Soldaten und begleitet von den römischen Trosswagen: Das gibt ein tolles Bild her.“

Ähnlich sieht es William. „Am Martinszug gefällt mir aber am besten, dass man mit den Freunden unterwegs ist.“ Sein Kumpel Liam Werden wirft ein: „Ich mag das Martinsfeuer am liebsten. Da ist es immer warm und hell. Ich sehe das einfach gerne.“ In diesem Jahr war der Weg, auf dem sich der Fackelzug durch Eupen windet, kürzer als in den meisten Vorjahren. Es handelte sich allerdings um eine unfreiwillige Einschränkung. Wegen der Baustelle in der Klosterstraße gab es für den Martinszug dort kein Durchkommen. Somit zog Sankt Martin in diesem Jahr auch nicht am Rathaus vorbei.

William und seinen Freunden war das egal. Ob kurzer Weg oder lange Strecke: „Wenn man einmal unterwegs ist, merkt man gar nicht, wie weit es ist. Wenn die anderen singen, dann singe ich auch. Und warm kriege ich vom Gehen. Irgendwie geht die Zeit schnell vorbei.“

Eine weitere Änderung, die sehr wohl negative Auswirkungen auf die Zukunft haben könnte, ist die maue Finanzlage des Martinskomitees. In diesem Jahr war die Geldsammlung bei der Eupener Geschäftswelt schlechter denn je. Dies erklärte der Präsident des Komitees, Gerd Ernst, folgendermaßen: „Ich denke, es liegt daran, dass viele Vereine nach Sponsoren suchen. Wir sind nicht die einzigen, die um finanzielle Unterstützung bitten. Die Geschäftsleute können einfach nicht allen beistehen.“ Rund 1.000 bis 1.500 Euro weniger als sonst wurden eingesammelt. Das macht bei einem Gesamtbudget von rund 3.500 Euro schon einen dicken Batzen aus. Der Betrag dient u. a. dazu, das Wurfmaterial zu kaufen oder die Versicherungen zu zahlen. Auch die Musikgruppen müssen finanziert werden. „Wir haben zum Glück noch einiges auf der hohen Kante. Wir werden an die Reserven aus den Vorjahren gehen. Aber für die Zukunft müssen wir uns ernsthaft eine Lösung ausdenken. In diesem Jahr bleibt noch alles, wie es ist. Aber im nächsten Jahr müssen wir auf jeden Fall sparen. Wahrscheinlich wird es weniger Wurfmaterial geben oder vielleicht die eine oder andere Änderung.“ An ein endgültiges Aus der Martinszüge in Eupen will Gerd Ernst gar nicht denken. Er spricht von einer „langjährigen Tradition“, die es aufrecht zu erhalten gilt – komme was wolle. William stimmt mit ihm überein. Auch er kann sich gar nicht vorstellen, irgendwann nicht mehr mit erleuchteter Laterne durch die Straßen von Eupen zu ziehen. Ein Jahr ohne Martinszug? „Nein! Denn dann wäre es ja gar nicht mehr so, wie früher. Das geht einfach nicht.“ (Quelle: Grenz-Echo)


Osterspiel 2016 : "Olympiade der Menschenrechte"

Am Samstag 19. März nahmen rund 600 Kinder, Jugendliche und LeiterInnen der Eupener und Ketteniser Jugendgruppen am Osterspiel 2016 im Rahmen der Fastenaktion von Miteinander Teilen und der Glaubenswoche des Pfarrverbandes Eupen-Kettenis teil.

In gemischten Gruppen wurden über das gesamte Stadtgebiet verteilt in den verschiedenen Altersstufen Spiele und Aktivitäten zum Thema Menschenrechte und Kinderrechte durchgeführt, bevor sich alle zum gemeinsamen Abschluss am Städtischen Stadion trafen. Dort wurden nochmals die wichtigsten Kinderrechte verlesen. Zum Abschluss erhielt jede/r Teilnehmer/in noch eine "olympische Medaille" in Form eines Ansteckbuttons, die nunmehr zahlreiche Halstücher schmückt und die Erinnerung an den Einsatz für mehr Gerechtigkeit wachhält.


Martinszug in Eupen

Seit mehr als 30 Jahren wird der St. Martinszug in Eupen von den Jugendgruppen aus Eupen und Kettenis mit einem Thema überschrieben, welches die christlichen Wurzeln dieses Festes ans Tageslicht bringen möchte und gleichzeitig etwas über die in den verschiedenen Jugendorganisationen geleistete Arbeit aussagen möchte. 2015 lautete das Thema : 'St. Martin - nie war er so wertvoll wie heute'. Dabei wurden die von der AG JugO des RdJ erarbeiteten zentralen Werte der Jugendgruppen beleuchtet: Freundschaft – Verantwortung – Gemeinschaft – Engagement – Motivation – Initiative – Kreativität – Natur – Organisation – Vertrauen