Begegnungsfest in Eupen bringt Bürger zusammen

 

Im Park Klinkeshöfchen in Eupen hat am Sonntag zum ersten Mal das "Begegnungsfest" von Info-Integration statt gefunden. Zahlreiche Eupener aus aller Welt trafen sich auf einem kleinen Platz am Park, um sich gegenseitig kennen zu lernen.

 

Begegnungen zwischen Einheimischen und neu Hinzugezogenen fördern, das ist das Ziel der DG-weiten Kampagne "Begegnungsorte". So soll Integration vereinfacht werden. Einer der Begegnungsorte war am Sonntag neben dem Eupener Park Klinkeshöfchen. Geboten wurden unter anderem ein "Speed-Dating" fürs erste Kennenlernen der Nachbarn, Animation, Musik und natürlich Essen aus den Heimatländern der Teilnehmer. Für die Veranstalter war die erste Auflage ein voller Erfolg. Sehr wahrscheinlich wird es deshalb im nächsten Jahr ein neues Begegnungsfest geben.

Viertelfest mit Dreifaltigkeitsfrühstück und Einweihung der Pferdeskulptur des Bergviertels

 

Am Sonntag, dem 22. Mai 2016 fand endlich die langersehnte Einweihung der neuen Attraktion des Eupener Bergviertels statt. Bereits um 9.30 Uhr fanden sich zahlreiche Gäste aus dem Viertel zum traditionellen Dreifaltigkeitsfrühstück in den Räumlichkeiten des AZ Ephata ein. Gelegenheit für einige Anwohner, das Wort zu ergreifen und auf ihre Anliegen oder Projekte aufmerksam zu machen. Um 11.00 Uhr ging es dann hinaus ins Freie wo das neue Kunstobjekt noch in die belgische Landesfahne eingehüllt seiner feierlichen Vorstellung entgegen blickte. In Anwesenheit des Schöpfers der Skulptur, des hiesigen Künstlers Romain van Wissen, des Initiators des Projektes, Ludwig Dohm, seines Zeichens Anwohner und echtes Berger Urgestein, der Schöffen Philippe Hunger und Michael Scholl vom Gemeindekollegium der Stadt Eupen, sowie Herrn Norbert Kreusch von der Christian-Sylvain-Stiftung, die das Kunstwerk für den neuen Standort zur Verfügung stellte, und Karl-Heinz Brüll für das Viertelkomitee des Bergviertels wurde das "Cheval du monde" (Pferd der Welt) enthüllt und erntete herzlichen Applaus. In ihren Beiträgen gingen die verschiedenen Redner nicht nur auf die Wichtigkeit der Pferde als Helfer der Menschen ein, sondern betonten auch den stets damit verbundenen Begegnungscharakter der Pferdestandorte; sei es die alte Schmiede im Bergviertel, die Pferdetränke oberhalb des Olengraben, die ehemalige Reithalle Zur Moorenhöhe oder nun der neu gestaltete Platz gegenüber der Bergkapelle, der demnächst noch um eine Nestschaukel für die Kleinsten erweitert werden soll. Der Festakt klang aus mit einem Empfang im Haus Ephata, wohin sich die Festgäste in Anbetracht des einsetzenden Regens zurückziehen konnten.


Ein Samstag im Mai...

im Animationszentrum Ephata

Samstag, 14. Mai 2016

 

An diesem Samstag fanden im Bergviertel und im Animationszentrum Ephata einige Veranstaltungen und Angebote statt. Viertelsäuberung, Pflanzaktion an den Hochbeeten mit den Anwohnern, den Zwergen der Patro und Kindern der Ahmadiyya-Gemeinde, Versammlungen der Jugendgruppen und verschiedene Aktivitäten unserer Kulturvereine und Migrantenorganisationen waren nicht das Einzige, was sich an diesem Tage tat. Mehr dazu in unserem kleinen Feature hier...


Frühling der Aufgabenschule

 

Am 11. Mai fand das Frühlingsfest der Aufgabenschule im Animationszentrum Ephata unter schönsten Wetterbedingungen statt. Schon vor dem eigentlichen Beginn um 14.00 Uhr kamen einige aufgeregte Kinder an - höchstwahrscheinlich angezogen von den herrlich riechenden Crêpes, welche unser Sous-chef Henri den ganzen Tag anbot - und konnten den Programmstart kaum erwarten. Sofort begann das Kinderschminken, gefolgt vom Indischen Tanzatelier, buntes und kreatives Basteln, ein floristisches Atelier und schlussendlich noch das gemeinsame Zubereiten einer Suppe für das Abendessen.

Das Highlight der Kinder war das geplante Fußballturnier, worauf die Kinder sich schon Wochen zuvor gefreut haben. Das Asylbewerberheim Belle-Vue ist mit 15 Jungs gekommen, und auch aus dem Bergviertel hatte sich eine Mannschaft formiert und gemeinsam mit den Kickern der Aufgabenschule haben sie um die Wette gezockt. Auch der frischgebackene Erstligist KAS Eupen war mit seinem kompletten Kader der ersten Mannschaft und dem Maskottchen Eupi anwesend. Die Kinder hatten die Chance gemeinsam mit den professionellen Spielern zu spielen, Autogrammkarten zu sammeln und wertvolle Fotos zu schießen. Bevor bei strahlendem Sonnenschein ein großes Barbecue mit Spezialitäten aus den verschiedenen Heimatländern der Aufgabenschulkinder auf alle wartete, wurde das diesjährige Projekt der Kinder und Betreuer der Aufgabenschule präsentiert. Es handelte sich hierbei um ein selbst gedrehtes Video zum dem Thema “Wir wünschen Euch...”, wo die Kinder und Betreuern ihren Familien und Freunden in einer wundervollen Art und Weise ihre Wünsche äußern konnten. Das Publikum war restlos begeistert!

Es war ein erfolgreicher und gelungener Tag für Groß und Klein!


Jugendtreff des Bistums

 

An einem regnerischen 30. April fanden sich 350 Jugendliche und Animatoren unseres Bistums zusammen, und trotzten dem Regen, um ihre alljährliche Veranstaltung gemeinsam zu erleben.

 

Nachdem sich alle, den Regentropfen ausweichend, beeilten, um die 500 Backsteine zu unterzeichnen, die zur Errichtung der Backsteinmauer aus 500 Steinen benötigt wurden, fanden sich alle am Versammlungsplatz in Blegny ein, um sich dort an das letztjährige diözesane Jugendtreffen zu erinnern und der offiziellen Eröffnung des diesjährigen Jugendtreffens beizuwohnen.

RDJ - Au-delà du mur !Der Einladung des Bistums folgend, Mauern zu überwinden und sich zu trauen, dem Fremden zu begegnen, begaben sich die verschiedenen Gruppen auf einen auf jede Gruppe zugeschnittenen Parcours.

Mehr als 60 Animatoren erwarteten die Jugendlichen, um mit Ihnen die verschiedenen Welten zu entdecken, wie z. Bsp. die eines Menschen mit Behinderung durch den Kontakt mit Blinden, Schwerhörigen oder körperlich Behinderten. Aber auch durch die Entdeckung der Welt und der gelebten Realität von Roma und Nomaden, Bewohnern von geschlossenen Einrichtungen, Migranten, Aidskranken, Gefängnisinsassen, Menschen aus dem Milieu der Prostitution, Homosexuellen sowie betagten Menschen.
Und nicht zu vergessen, die religiöse Welt, vor allem der Muslime, Protestanten oder auch der Buddhisten.

Junge Menschen hatten die Gelegenheit zuzuhören, in eine andere Welt einzutauchen, ein ihnen fremdes Universum durch interaktive Ausstellungen oder gemeinsame Aktionen kennenzulernen, und mit ihren Gästen tagsüber zu diskutieren. Auf diese Weise wurden sie angeregt, ihre Meinung, Klischees und Vorurteile zu überdenken.

Während des Parcours konnten Jugendliche und Animatoren auch in Zelten verweilen, um die Unterschiede innerhalb ihrer Gruppe zu kombinieren, um so viele lustige Herausforderungen zu bewältigen, die an sie gerichtet waren. Die Anfeuerungsrufe und Freudenschreie nach gelungener Lösung der Aufgaben und der noch nie zuvor erreichten Punktzahl hallten wider bis in die Kirche.

Eine Kirche zur Besinnung für die Gruppen
Eingeladen, sich aller Begegnungen Christi an bestimmten Orten und mit ganz besonderen Menschen zu erinnern - wie zum Beispiel vom Ölberg nach Jericho, Naim, Samaria und Tyrus, über Kapharnaum nach Golgatha, Judäa und Jerusalem -, konnte jeder das Treffen mit Mathias, der Samariterin, der Ehebrecherin, dem reichen jungen Mann Zachäus, dem guten Dieb, dem blinden Bartimäus, dem Gelähmten, dem römischen Offizier, der Witwe, der Syrophönizischen Frau oder der gekrümmten Frau auf seine eigene Weise « nachempfinden »; Begegnungen, die uns, in der heutigen Zeit, zum Nachdenken anregen.
Alle wurden ebenfalls eingeladen, sich auf die Begegnung mit Jesus einzulassen, und zwar so wie wir sind, dort wo wir sind, wo wir sind, mit allem, was wir fühlen und leben, und dies unabhängig von den Menschen, mit denen wir unseren Alltag erleben. Eine Begegnung, die Jesus sucht, über die Stille und das Gebet, die während dieser Zeit der Feier stets anwesend waren. Eine Begegnung, die uns Kraft gibt und einlädt, Barmherzigkeit zu leben.

Nach dem Parcours konnte jeder seine Empfindungen über die verschiedenen Begegnungen des Nachmittags mitteilen und sogar einen Brief unseres Bischofs zum Thema des Treffens entdecken.

Mit hungrigen Mägen, trotz der Unmengen tagsüber verschlungener und, von den zahlreich erschienenen Pfarrangehörigen, selbstgemachter Waffeln, konnten sich alle an den Grillwürsten erquicken, bevor die Abschlussfeier stattfand.

Während dieser Abschlussfeier begaben sich alle gemeinsam auf eine Weltreise mit der Fluggesellschaft „SDJ“ um die kulturellen Unterschiede hervorzuheben. Es wurden Zwischenstopps  in der Heimat der Kosaken, Sumo, Indianer, Favela-Kinder und Pinguine eingelegt. Letztere ermöglichten den jungen Besuchern gemeinsam zu tanzen, zu singen, sich zu amüsieren und es einfach nur « gut zusammen zu haben »!


Vorbereitungs-WE zum Weltjugendtag 2016

Rund 300 Jugendliche und junge Erwachsene aus der gesamten Wallonie und der Deutschsprachigen Gemeinschaft trafen sich am Wochenende des 16. und 17. April in Basse-Wavre, um sich gemeinsam auf den Weltjugendtag 2016 in Polen vorzubereiten.

Auf dem Programm standen Informationsangebote, Workshops, Erstellen einer Charta mit Gruppenregeln, die Bildung von Untergruppen, Vorträge, Gottesdienste und Gebetszeiten, ein Fackelzug mit anschließender Anbetung, ein polnischer Festabend uvm. Mit dabei auch eine Delegation der polnischen Gastgeber aus Lublin, wo die belgischen Jugendlichen vom 17. bis 25. Juli zu Gast sein werden, bevor es dann bis zum 2. August weiter nach Krakau geht, wo bis zu 2 Millionen Jugendliche aus der ganzen Welt erwartet werden. Übrigens : es ist immer noch möglich, sich anzumelden... Weitere Infos hier


Viertelcafé zu Ostern

Am Mittwoch 30. März fand wieder das traditionelle Oster-Viertelcafé des Bergviertels statt. Bei Kaffee und Kuchen wurde der Frühling begrüßt und zusammen mit der Musikgruppe des Eifel- und Ardennen-Vereins wurden gemeinsam Lieder gesungen. Bei diesem Treffen gab es auch wieder neue Informationen über die anstehenden Veranstaltungen und die Planungen im Viertel und in der Bergkapelle.

Auch zwei Geburtstagskinder galt es unter den Anwesenden zu feiern: ein 90. und ein 95. Geburtstag zeugen davon, dass im Bergviertel ein gesundes Klima herrscht, zu dem auch diese geselligen Treffen ihren Teil beitragen möchten.


Mahnwache gegen den Terror am Gebetshaus der muslimischen Gemeinde in Eupen

 

Am Karfreitag 25. März hat in Eupen eine Mahnwache stattgefunden. Dazu aufgerufen hatte das Islamische Zentrum Eupen, die ACESE VoG. Man wolle „ein Zeichen der Solidarität mit den Terroropfern von Brüssel“. Am Mittwoch hatte die Vereinigung in einer Mitteilung die Anschläge von Brüssel „aufs Schärfste“ verurteilt.

Treffpunkt für die Mahnwache war bei strömendem Regen das Gebetshaus der muslimischen Gemeinde an der Neustraße, Ecke Loten. Anwesend war u.a. der Bildungsminister der DG, Harald Mollers (ProDG).


Aktionstag zur Fastenaktion

Am Sonntag 20. März fand in der Bergkapelle und im Animationszentrum Ephata zum Abschluss der Glaubenswoche des Pfarrverbandes Eupen-Kettenis der diesjährige Aktionstag zur Fastenaktion von Miteinander Teilen statt.

Paul Rixen von Miteinander Teilen in Lüttich berichtete über die Arbeit in den Projekten in Brasilien und klärte dabei auch über Zusammenhänge in der weltweiten Nahrungsmittelproduktion auf.

Die Kinder der Städtischen Grundschule Kettenis schilderten die Inhalte der Geschichten aus den Materialien der Kinderfastenaktion, die Jugendgruppen gaben ein Echo des Osterspiels und die Kontaktgruppe Kettenis berichtete über ihre Erfahrungen mit der Coffee-Stop-Aktion. Nach einer abschließenden Meditation zur Gerechtigkeit und zur gerechten Verteilung der Reichtümer wechselten dann alle die Straßenseite, um im Haus Ephata den Tag mit einem gemeinsamen Fastenessen ausklingen zu lassen. Dabei wurde dann auch das sogenannte Soli-Brot gereicht, mit dem zahlreiche hiesige Bäcker die Fastenaktion unterstützen.


Osterspiel 2016 : "Olympiade der Menschenrechte"

Am Samstag 19. März nahmen rund 600 Kinder, Jugendliche und LeiterInnen der Eupener und Ketteniser Jugendgruppen am Osterspiel 2016 im Rahmen der Fastenaktion von Miteinander Teilen und der Glaubenswoche des Pfarrverbandes Eupen-Kettenis teil.

In gemischten Gruppen wurden über das gesamte Stadtgebiet verteilt in den verschiedenen Altersstufen Spiele und Aktivitäten zum Thema Menschenrechte und Kinderrechte durchgeführt, bevor sich alle zum gemeinsamen Abschluss am Städtischen Stadion trafen. Dort wurden nochmals die wichtigsten Kinderrechte verlesen. Zum Abschluss erhielt jede/r Teilnehmer/in noch eine "olympische Medaille" in Form eines Ansteckbuttons, die nunmehr zahlreiche Halstücher schmückt und die Erinnerung an den Einsatz für mehr Gerechtigkeit wachhält.


Informationsnachmittag zum Weltjugendtag 2016

Am 13. März wurde im Animationszentrum Ephata der Weltjugendtag 2016 vorgestellt, der in diesem Jahr in Krakau (Polen) stattfinden wird. Rund 2 Millionen junge Menschen aus der ganzen Welt werden zu diesem Großereignis erwartet.

Mehr Infos zum Weltjugendtag hier.

Es ist weiterhin möglich sich zum Weltjugendtag einzuschreiben. Das Animationszentrum Ephata organisiert in Zusammenarbeit mit dem Jugenddienst des Bistums Lüttich eine Fahrt auch für Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der DG.

Nächster wichtiger Termin wird ein gemeinsames Vorbereitungs-WE für alle Jugendlichen aus den frankophonen und deutschsprachigen Bistümern am 16. und 17. April sein.

 

siehe zum Weltjugendtag auch den Brief von Bischof Jean-Pierre Delville an die Jugendlichen hier...


Vorstellung Weltjugendtag in den Schulen

Am 23. und 24. Februar wurde in der Pater Damian Schule in Eupen mit der Vorstellung des Projektes Weltjugendtag 2016 in Krakau/Polen begonnen.

Ein Team von Freiwilligen berichtete über Geschichte, Organisation und Programm der Weltjugendtage. Vom 10. Juli bis 2. August kann man am Modul 'Come and See' teilnehmen, welches eine Woche lang in Etappen quer durch Belgien führt, bevor die Reise weiter nach Lublin und Krakau in Polen geht. Beim Modul 'Discover' geht es am 16.  Juli direkt nach Polen. Weitere Infos dazu gibt es bei einem Infonachmittag für alle Interessenten zwischen 16 und 30 Jahren am Sonntag, 13. März ab 15.00 Uhr im Animationszentrum Ephata.


WeltkulTOUR im AZ Ephata

Am 30. Januar machte die Veranstaltung WeltkulTOUR von Chudoscnik Sunergia Station im Animationszentrum Ephata (nachdem bereits im vergangenen Jahr die Bergkapelle als geheimer Veranstaltungsort gedient hat).

Zu den Klängen von Yingré & Rasmadi wechselten sich im Lauf des Abends vier Gruppen eines bunt gemischten Publikums auf den Zuhörerplätzen ab und erfuhren nebenbei, wo sie sich eigentlich befanden.

Acht verschiedene afrikanische Kulturen bringt das Künstlerduo  Yingré & Rasmadi in seinen Kompositionen zusammen. Gospel und Griot sind hier die Schlagworte. Gesungen wird hauptsächlich im Moré-Dialekt Burkina Fasos und in Französisch.


Bischofsbesuch in Eupen

Vom 20. bis 24. Januar besuchte Bischof Jean-Pierre Delville das Dekanat Eupen-Kelmis. Am Donnerstag Abend war er im Animationszentrum Ephata zu Gast, um das Haus, seine Angebote und insbesondere die Aufgabenschule und die Integrationsarbeit kennen zu lernen, aber auch die Tätigkeiten im Bereich der Jugendpastoral. Am Samstag Nachmittag machte sich der Bischof mit den Krümeln der Einheit Maria Goretti auf die Suche nach seiner Bibel, die er in Eupen verloren hatte. Durch Lösen zahlreicher Aufgaben mit Stationen an verschiedenen Eupener Kirchen konnte die Bibel schließlich am Werthplatz wieder gefunden werden. Von dort ging es zu einem Treffen mit allen Eupener Jugendgruppen zur Pater Damian Schule. Während mit den Kleinsten 'Frère Jacques' in verschiedenen Sprachen gesungen wurde und über die Vielfalt und den Reichtum der verschiedenen Kulturen und Nationalitäten nachgedacht wurde, ging es beim anschließenden Walking Diner mit den Größeren und LeiterInnen um die Werte der Jugendarbeit und die Verantwortung als Leiter in einer christlich geprägten Verbandsarbeit. Dabei lud Bischof Delville auch zur Offenheit für Mitglieder aus anderen Kultur- und Glaubensgemeinschaften ein.


Tag der Religionsstifter lockt viele Interessierte an

 „Der Islam ist keine Kriegsreligion“

 Foto: Carsten Lübke

 Muslime gehören zu der größten Migrantengruppe in Belgien. Vorurteile über den Islam und seine Glaubensangehörigen gibt es viele - gerade durch die vermehrten Terroranschläge des Islamischen Staates. Der Tag der Religionsstifter brachte am Sonntagabend in Eupen alle Religionen an einen Tisch, um Vorurteile aus der Welt zu schaffen.

Rund 100 interessierte Bürger haben am Sonntag, dem 17. Januar, den Weg ins Eupener Animationszentrum Ephata gefunden. Im Obergeschoss des Gebäudes sitzen Christen, Muslime und Andersgläubige gemeinsam an zwei großen Tischen und lauschen den Vorträgen ihrer Glaubensvertreter. Der Tag der Religionsstifter findet bereits zum dritten Mal in Eupen statt und soll ein besseres gegenseitiges Verständnis der verschiedenen Religionen aufbauen.

Einen der insgesamt drei Vorträge hielt Ansar Bilal, Imam der Ahmadiyya-Muslim-Gemeinde. Der Islam sei keine Kriegsreligion, so seine ersten Worte an die Zuhörer. „In seinen Grundsätzen steht, dass alle Menschen gleich sind an Würde, Pflichten und Verantwortung. Der Islamische Staat missbraucht leider unseren Glauben, dabei hat diese terroristisch agierende sunnitische Miliz keine Legitimation, in unserem Glauben zu handeln“, erklärt Ansar Bilal und unterstreicht seine Äußerungen durch verschiedene Verse des Korans. Der Islam müsse differenziert betrachtet werden, so Bilal. „Viele islamische Strömungen sind auf ein gemeinsames Miteinander und auf Fortschritt aus. Aber leider schaffen radikale Strömungen, die auf Eroberung aus sind, ein falsches Bild in den Köpfen der Menschen. Daher müssen wir die Leute aufklären und ihnen zeigen, dass eine Verallgemeinerung des Islams falsch ist“, äußert sich der Imam am Sonntagabend im Animationszentrum Ephata. (Quelle: Grenz-Echo)


46. Kampagne der Aktion Friedensinseln

Am Wochenende des 15. bis 17. Januar 2016 waren wieder einige jugendliche Verkäufer unterwegs, um möglichst viele der 'Friedensmännchen' genannten Module oder Postkarten mit Motiven aus den Friedensinseln in Afrika und Lateinamerika zum Preis von 5,- Euro zu verkaufen. In Eupen wurden 2433,90 € erzielt. Mit dem Erlös können z.B. 500 Menschen mit ihrem Vieh mit Wasser versorgt werden, 32 Familien in Agro-Ökologie und Landwirtschaftsoptimierung ausgebildet werden. Erfreulich in diesem Jahr, dass sich besonders viele 'gemischte' Gruppen mit hiesigen und zugewanderten Kindern und Jugendlichen gebildet hatten, die diese Aktion gemeinsam durchführten. Beste Verkäufer waren Shahian Nawaz und Danny Heeren (siehe Bild)